2019, also vor Corona:
„...Bruttoeinspielergebnisse der EU steigen 2019 um 6,3% auf EUR 7,20 Milliarden
Nachdem die kumulierten Bruttoeinspielergebnisse in den EU-Mitgliedstaaten im Jahr 2018 zum ersten Mal seit vier Jahren die 7-Milliarden-Euro-Grenze nicht überschritten hatten, erholten sie sich wieder und stiegen um geschätzte 6,3 % auf EUR 7,2 Milliarden. Das sind 430 Millionen Euro mehr als 2018, was nicht inflationsbereinigt das zweithöchste Ergebnis seit 2015 bedeutet. Der Anstieg der Bruttoeinspielergebnisse war in erster Linie auf das zugrundeliegende Wachstum der Kinobesucherzahlen zurückzuführen, die Schätzungen zufolge um 5,3 % von 954 Millionen auf über eine Milliarde verkaufte Tickets gesprungen sind, da der durchschnittliche Ticketpreis um 1,0 % auf EUR 7,20 gestiegen ist.
Im Gegensatz zu den Vorjahren entwickelten sich die Bruttoeinspielergebnisse in der EU recht einheitlich, wobei sie in 21 Ländern stiegen und nur in drei EU-Gebieten zurückgingen, während sie in zwei EU-Märkten, für die vorläufige Daten vorlagen, praktisch stabil blieben. Geographisch gesehen wurde das Wachstum der Bruttoeinspielergebnisse in der EU in erster Linie durch signifikante Zuwächse in Deutschland (+ EUR 125 Mio., +13,9 %), Frankreich (+ EUR 110 Mio., +8,3 %), Italien (+ EUR 88 Mio., +15,3%), den Niederlanden (+ EUR 35 Mio., +11,3 %) und Spanien (+ EUR 29 Mio., +5,0 %) hervorgerufen. Andererseits gingen die Bruttoeinspielergebnisse in EUR gemessen im Vereinigten Königreich (- EUR 21 Mio., -1,4 %), in Schweden (- EUR 8 Mio., -4,0 %) und Rumänien (- EUR 1 Mio., -1,0 %) leicht zurück.
Außerhalb der EU sprangen die russischen Bruttoeinspielergebnisse um 10,3 % auf RUB 55,5 Milliarden und damit auf den höchsten je verzeichneten Stand. Das dritte Jahr in Folge behauptete sich Russland als nach Besucherzahlen größter europäischer Markt knapp vor Frankreich. In der Türkei stiegen die Bruttoeinspielergebnisse um 9,0 % auf TRY 977 Millionen, was trotz eines starken Rückgangs der Kinobesucherzahlen (-15,6 %) aufgrund eines starken Anstiegs des durchschnittlichen Ticketpreises und einer hohen Inflation einen neuen Rekordstand darstellte...“
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