19.09.2001
Europa:
Die europäischen Aktienmärkte schlossen gestern überwiegend schwächer. Auch einen Tag nach der Wiedereröffnung der US-Börsen beherrschten Unsicherheit über militärische und wirtschaftliche Folgen der Terroranschläge den Handel. Immerhin verhinderten die konzertierten Zinssenkungen in USA, Europa und Asien Schlimmeres, und auch die etwas festere Tendenz an der Wall Street hellte die Stimmung im Verlauf leicht auf. Die Einbußen von DAX, FTSE 100 und CAC 40 lagen dennoch bei etwa 1%, während das Minus bei Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 mit knapp 0.5% gedämpfter ausfiel. Unter Verkaufsdruck standen auch gestern in erster Linie Zykliker: Medien-, Industriegüter- und Automobilwerte führten die Verliererliste an, dicht gefolgt von Chemie- und Einzelhandelstiteln, wohingegen Telekom- und Grundstofftitel sogar die Tagessieger markierten. Ansonsten waren Outperformer vornehmlich in defensiven Branchen (Nahrung, Versorger, Energie) zu finden. Bis zur „Normalisierung“ des Handels muss wohl erst die „Antwort“ der USA auf den Terrorakt abgewartet werden, vorerst bleibt hohe Volatilität bestimmend.
USA:
Der US-Aktienmarkt hat gestern bei hohen Umsätzen weiter nachgegeben. Auf Branchenebene (S&P500) führte der Energiesektor (-2,7%) nach einem kräftigen Rückgang des Ölpreises die Verliererliste an. Hier machen sich Sorgen über eine Abschwächung der Weltkonjunktur und eine damit nachlassende Nachfrage breit. Konjunktursorgen setzten auch den Halbleiterbereich (Phila. Halbleiterindex -6,3%) unter Druck. Die Versorger (-2,1%) und der Investitionsgüterbereich (-2,2%) zeigten sich ebenfalls schwächer. Bei letzteren machten sich die Schwäche des Indexschwergewichts General Electric (-3,7%) und der Kurseinbruch bei Boeing (-7,4%) negativ bemerkbar. Im insgesamt behaupteten Finanzsektor sorgte eine Gewinnwarnung bei American Express (-9,5%) für einen kräftigen Einbruch. Mit Abstand der größte Gewinner war der Telekomsektor (+3,4%).
Ich denke eigentlich auch - das uns die Zinssenkung vor noch schlimmeren bewahrt hat - ob die Entscheidung die Zinsen weiter zu senken auch richtig war wird sich erst in den Folgemonaten herausstellen.. aber für die nächsten Tage und Woche ist es sicherlich nicht das Schlechteste!
Quelle: www.finanznachrichten.de
gr 33 tz Fips17
Europa:
Die europäischen Aktienmärkte schlossen gestern überwiegend schwächer. Auch einen Tag nach der Wiedereröffnung der US-Börsen beherrschten Unsicherheit über militärische und wirtschaftliche Folgen der Terroranschläge den Handel. Immerhin verhinderten die konzertierten Zinssenkungen in USA, Europa und Asien Schlimmeres, und auch die etwas festere Tendenz an der Wall Street hellte die Stimmung im Verlauf leicht auf. Die Einbußen von DAX, FTSE 100 und CAC 40 lagen dennoch bei etwa 1%, während das Minus bei Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 mit knapp 0.5% gedämpfter ausfiel. Unter Verkaufsdruck standen auch gestern in erster Linie Zykliker: Medien-, Industriegüter- und Automobilwerte führten die Verliererliste an, dicht gefolgt von Chemie- und Einzelhandelstiteln, wohingegen Telekom- und Grundstofftitel sogar die Tagessieger markierten. Ansonsten waren Outperformer vornehmlich in defensiven Branchen (Nahrung, Versorger, Energie) zu finden. Bis zur „Normalisierung“ des Handels muss wohl erst die „Antwort“ der USA auf den Terrorakt abgewartet werden, vorerst bleibt hohe Volatilität bestimmend.
USA:
Der US-Aktienmarkt hat gestern bei hohen Umsätzen weiter nachgegeben. Auf Branchenebene (S&P500) führte der Energiesektor (-2,7%) nach einem kräftigen Rückgang des Ölpreises die Verliererliste an. Hier machen sich Sorgen über eine Abschwächung der Weltkonjunktur und eine damit nachlassende Nachfrage breit. Konjunktursorgen setzten auch den Halbleiterbereich (Phila. Halbleiterindex -6,3%) unter Druck. Die Versorger (-2,1%) und der Investitionsgüterbereich (-2,2%) zeigten sich ebenfalls schwächer. Bei letzteren machten sich die Schwäche des Indexschwergewichts General Electric (-3,7%) und der Kurseinbruch bei Boeing (-7,4%) negativ bemerkbar. Im insgesamt behaupteten Finanzsektor sorgte eine Gewinnwarnung bei American Express (-9,5%) für einen kräftigen Einbruch. Mit Abstand der größte Gewinner war der Telekomsektor (+3,4%).
Ich denke eigentlich auch - das uns die Zinssenkung vor noch schlimmeren bewahrt hat - ob die Entscheidung die Zinsen weiter zu senken auch richtig war wird sich erst in den Folgemonaten herausstellen.. aber für die nächsten Tage und Woche ist es sicherlich nicht das Schlechteste!
Quelle: www.finanznachrichten.de
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