29.06.2001 10:52
Glühwürmchen
NO macht das Licht an
US-amerikanische Forscher haben entdeckt, wie Glühwürmchen ihr Licht anknipsen: mit Stickstoffmonoxid (NO).
Von Beate Kellermann
Ein Käfer mit gasförmigem Lichtschatler. (Photodisc)
Die "Laterne" der Glühwürmchen funktioniert mit einem Stickstoffmonoxid-Schalter. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler der Bostoner Tufts University herausgefunden.
Damit wurde das letzte Puzzle-Stück für das Mysterium Glühwürmchen gefunden:
"Wir wussten über die Chemie Bescheid, die Glühwürmchen zum Leuchten bringt - aber erst jetzt wissen wir, wie das Licht an und ausgeschaltet wird", erklärte der Neurobiologe Barry Trimmer im Wissenschaftsmagazin Science.
Stickstoffmonoxid ist des Rätsels Lösung
Zwischen dem Gehirn und den Licht-Zellen der so genannten "Laterne" - dem Leuchtzentrum am Unterleib der Glühwürmchen - besteht keine direkte Verbindung. Wie die Forscher jetzt herausfanden, füllt das Gas Stickstoffmonoxid (NO) diese Lücke.
Kompliziertes Blinken
Die "Laterne" besteht aus tausenden spezieller Zellen, so genannte Photozyten. Der innere Teil dieser Zellen enthält das Protein Luciferin und das Enzym Luciferase. Beide Stoffe reagieren mit Sauerstoff und senden dasbei Licht aus.
Der äußere Zellenteil ist dicht bepackt mit Mitochondrien. Diese
"Zellenkraftwerke" sorgen nicht nur für Energie, sondern wirken bei Glühwürmchen auch als "Torwächter".
Denn: Bevor Sauerstoff ins Zelleninnere gelangen kann, wird er von den Mitochondrien aufgenommen.Ohne Sauerstoff kann aber kein Licht produziert werden.
Falls das Gehirn nun das Signal zum Leuchten gibt, wird Stickstoffmonoxid produziert. Das Gas breitet sich in den Photozyten aus und stoppt die Aufnahme von Sauerstoff durch die Mitochondrien. Dieser gelangt wieder ins Zelleninnere, und die Laterne leuchtet.
Das Leuchten wiederum stoppt die Produktion von NO, der Sauerstoff wird wieder aufgenommen und das Licht erlischt.
Dieser komplexe Vorgang dauert nur ein paar Millisekunden.
Kurze Romanze
Die Lichtblitze werden als Signale in der Paarungszeit benutzt. Die männlichen Käfer blinken eine bestimmte - von der Glühwürmchen-Art abhängende - Sequenz und hoffen auf weibliche Antwort.
Aber selbst wenn diese erfolgt, kann es höchstens eine kurze Romanze werden. Die "erwachsenen" und geschlechtsreifen Glühwürmchen leben nämlich nur 14 Tage.
quelle : Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/...ft/15038&datei=index.php
so jetzt wissen wir das auch !
Luki2 :-)
Glühwürmchen
NO macht das Licht an
US-amerikanische Forscher haben entdeckt, wie Glühwürmchen ihr Licht anknipsen: mit Stickstoffmonoxid (NO).
Von Beate Kellermann
Ein Käfer mit gasförmigem Lichtschatler. (Photodisc)
Die "Laterne" der Glühwürmchen funktioniert mit einem Stickstoffmonoxid-Schalter. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler der Bostoner Tufts University herausgefunden.
Damit wurde das letzte Puzzle-Stück für das Mysterium Glühwürmchen gefunden:
"Wir wussten über die Chemie Bescheid, die Glühwürmchen zum Leuchten bringt - aber erst jetzt wissen wir, wie das Licht an und ausgeschaltet wird", erklärte der Neurobiologe Barry Trimmer im Wissenschaftsmagazin Science.
Stickstoffmonoxid ist des Rätsels Lösung
Zwischen dem Gehirn und den Licht-Zellen der so genannten "Laterne" - dem Leuchtzentrum am Unterleib der Glühwürmchen - besteht keine direkte Verbindung. Wie die Forscher jetzt herausfanden, füllt das Gas Stickstoffmonoxid (NO) diese Lücke.
Kompliziertes Blinken
Die "Laterne" besteht aus tausenden spezieller Zellen, so genannte Photozyten. Der innere Teil dieser Zellen enthält das Protein Luciferin und das Enzym Luciferase. Beide Stoffe reagieren mit Sauerstoff und senden dasbei Licht aus.
Der äußere Zellenteil ist dicht bepackt mit Mitochondrien. Diese
"Zellenkraftwerke" sorgen nicht nur für Energie, sondern wirken bei Glühwürmchen auch als "Torwächter".
Denn: Bevor Sauerstoff ins Zelleninnere gelangen kann, wird er von den Mitochondrien aufgenommen.Ohne Sauerstoff kann aber kein Licht produziert werden.
Falls das Gehirn nun das Signal zum Leuchten gibt, wird Stickstoffmonoxid produziert. Das Gas breitet sich in den Photozyten aus und stoppt die Aufnahme von Sauerstoff durch die Mitochondrien. Dieser gelangt wieder ins Zelleninnere, und die Laterne leuchtet.
Das Leuchten wiederum stoppt die Produktion von NO, der Sauerstoff wird wieder aufgenommen und das Licht erlischt.
Dieser komplexe Vorgang dauert nur ein paar Millisekunden.
Kurze Romanze
Die Lichtblitze werden als Signale in der Paarungszeit benutzt. Die männlichen Käfer blinken eine bestimmte - von der Glühwürmchen-Art abhängende - Sequenz und hoffen auf weibliche Antwort.
Aber selbst wenn diese erfolgt, kann es höchstens eine kurze Romanze werden. Die "erwachsenen" und geschlechtsreifen Glühwürmchen leben nämlich nur 14 Tage.
quelle : Süddeutsche Zeitung
http://www.sueddeutsche.de/index.php?url=/...ft/15038&datei=index.php
so jetzt wissen wir das auch !
Luki2 :-)