Exminister Müller soll angeblich neuer RAG-Chef werden
Essen (AP) Der frühere Bundeswirtschaftsminister Werner Müller soll nach Informationen der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung neuer Vorstandsvorsitzender des Essener Bergbau- und Spezialchemiekonzerns RAG werden. Die Entscheidung sei intern gefallen und solle auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung Mitte April formal besiegelt werden, berichtete die Essener Zeitung (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Kreise des Aufsichtsrates.
Müller werde nach anfänglichem Zögern nun auch vom Anteilseigner
RWE unterstützt. E.ON-Chef Ulrich Hartmann, der als Vorsitzender des RAG-Aufsichtsrates das Vorschlagsrecht für die Nachfolge des überraschend ausscheidenden Konzernchefs Karl Starzacher hab, sehe den Politiker ebenfalls positiv, hieß es.
Ein wichtiges Argument für Müller ist nach WAZ-Angaben, dass er ungebunden und damit für eine neue Aufgabe frei ist. Seine fehlende Erfahrung an der Spitze von Großunternehmen habe zwar Bedenken geweckt, doch erscheine den Anteilseignern nun das politische Gespür wichtiger, das Müller in den zurückliegenden Verhandlungen mit der EU über die Zulässigkeit der deutschen Kohlesubventionen bewiesen habe. Denn die neue Kohlerunde für den Finanzierungsrahmen nach 2005 steht in Deutschland jetzt an.
Die Politik in Deutschland ist schon im Arsch....jetzt gehts der Wirtschaft an den Kragen....
