Andere Frage: während viel über das EU-weite Verbots von Payment for Order Flow (PFOF) ab dem 1. Juli diskutiert wird, dürfte MWB aus meiner Sicht als Gewinner hervorgehen.
1. Massive Kostenentlastung:
Als Market Maker fällt für mwb ab Juli die Pflicht weg, verdeckte Kickbacks (Rückvergütungen) an Retail-Broker für das Zuleiten von Orderströmen zu zahlen. Das reduziert die Aufwandseite im Handelsgeschäft spürbar.
2. Rechtssichere, wiederkehrende Erträge via EIX:
mwb hat zusammen mit dem Großaktionär BÖAG Börsen AG und Scalable Capital die European Investor Exchange (EIX) ins Leben gerufen. Diese Plattform ist zu 100 % PFOF-konform über die Börse Hannover reguliert. Da Scalable über 50 Milliarden Euro Assets managed und mwb der exklusive Market Maker auf der EIX ist, sichert sich die Bank dauerhafte, wiederkehrende Einnahmen über die Geld-Brief-Spannen (Spreads).
3. Der Dividenden-Vorschlag als Beweis:
Dass das Modell extrem skaliert, zeigt der frisch festgestellte Jahresabschluss 2025 mit einem verdreifachten Jahresüberschuss von 11,97 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für die Hauptversammlung am 23. Juli eine Dividende von 0,80 Euro je Aktie vor (nach 0,30 Euro im Vorjahr).
Beim aktuellen Kurs von knapp 10 Euro entspricht das einer Dividendenrendite von satten 8%!
Ex-Tag ist der 24. Juli, Zahltag der 28. Juli 2026.Die Bilanz ist kerngesund (Eigenkapital auf fast 31 Mio. Euro gestiegen), der PFOF-Sicherheitsgurt sitzt und die Trennung vom mwb research-Geschäft bis Jahresende schärft den Fokus aufs hochprofitable Kerngeschäft.
Wie seht ihr die Positionierung im Vergleich zu Baader oder Lang & Schwarz ab Juli?