Neue Zitterwoche für die Börse ?

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Neue Zitterwoche für die Börse ?

 
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Über 230 Top-Konzerne Amerikas werden in dieser Woche ihre Quartalszahlen präsentieren. Analysten sind gespalten: Werden die Aktienmärkte neue Schockmeldungen verkraften oder steht ein neues Kurs-Massaker bevor?

Hamburg - Eigentlich, so rufen sich die Börsianer zu, kann es kaum noch schlimmer kommen: Die amerikanische Hightech-Börse Nasdaq hat gerade das schlimmste Jahr in ihrer Geschichte hinter sich, Musterkonzerne wie Microsoft oder Intel haben mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Wie viel weiter, so fragen sie sich, sollen die Kurse denn noch fallen?

Womöglich noch ein ganzes Stück. Kommende Woche werden über 230 US-Konzerne ihre Quartalszahlen präsentieren. Viele Börsenhändler rechnen damit, dass etliche Firmen die von den Analysten aufgestellten Gewinnziele verfehlen oder vor einem schleppenden Geschäftsgang warnen werden. Eine lange Reihe düsterer Verkündungen könnte, so mutmaßen amerikanische Börsianer, den Abstieg noch einmal richtig in Fahrt bringen.

Die Vorhersagen der großen Investmentbanken für das Wachstum jenseits des Atlantiks sind in den vergangenen Wochen rapide geschrumpft. Vor drei Wochen noch prophezeiten die Analysten von Merrill Lynch ein Gewinnwachstum von fünf Prozent für die fünfhundert wichtigsten Firmen des Landes. Diese Vorhersage schrumpfte nun auf null.

Zwar argumentieren einige Analysten, dass die schlechten Nachrichten schon in die Kurse eingepreist seien. Doch andere, wie etwa Richard Berner, Chefökonom bei Morgan Stanley Dean Witter, sehen alles noch viel schlimmer kommen. Nach Meinung von Berner werden die USA in den nächsten zwei Quartalen in eine Rezession schlittern, die Gewinne würden dramatisch schrumpfen.

Zahlen über Zahlen in den kommenden Tagen

Old-Economy-Konzerne, Banken, Technologie-Giganten und Fluglinien werden in den nächsten Tagen ihre Zahlen offenbaren. Am Montag sind die amerikanischen Börsen wegen des Martin-Luther-King Feiertages noch geschlossen. Doch schon bevor die Märkte am Dienstag wieder in Gang kommen, werden Dutzende amerikanischer Banken, darunter die mächtige Citigroup und die Bank of America, ihre Zahlen präsentieren.

Nach Börsenschluss am Dienstag wird Intel seine Ergebnisse veröffentlichen, der Konzern warnte bereits im Dezember, dass sich das Geschäft enttäuschend entwickle. Am Mittwoch folgt Apple Computer, am Donnerstag Sun Microsystems, Nortel und Microsoft. Analysten erwarten, dass der Softwareriese zum ersten Mal in seiner Geschichte seine Gewinnziele verfehlen werde.

Die Ergebnismeldungen dieser Woche, so unkt bereits das US-Investorenmagazin "Smartmoney", würden das hässlichste Ereignis seit der Veröffentlichung des Starr-Reports, jenes Berichtes, in dem Monica Lewinsky über die Details ihrer Clinton-Liebelei plauderte.





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