Neue Nummer eins in der Kreuzfahrtbranche


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sir charles:

Neue Nummer eins in der Kreuzfahrtbranche

 
21.11.01 11:27

Neue Nummer eins in der Kreuzfahrtbranche

Mit der Fusion zwischen P&O und Royal Caribbean entsteht in der leidgeprüften Traumschiff-Industrie ein neuer Branchenprimus.


LONDON (bloomberg). Die für die Reisebranche so verheerenden Folgen des 11. September seien es nicht allein gewesen, aber sie hätten die Fusionsentscheidung für beide Reedereien umso wertvoller gemacht, teilte Richard Fain, Vorstandsvorsitzender der US-Kreuzfahrtreederei Royal Caribbean Cruises Ltd. gestern in London mit.

Tatsächlich sei man mit den Planungen für den Zusammenschluß mit der britischen P&O Princess Cruises Plc. bereits seit zehn Jahren beschäftigt, so Fain weiter. "Die Fusion ist im Interesse der Anteilseigner", glaubt auch Paul Sheehan, Sprecher des P&O-Großaktionärs Jupiter Asset Management. Man verfüge in Folge des wirtschaftlichen Abschwungs und der terroristischen Anschläge in den USA über zu große freie Kapazitäten. Allein in den ersten zwei Wochen nach den Terrorakten habe man 8000 Buchungen verloren.

Der Zusammenschluß erfolgt über Aktientausch im Umfang von 2,89 Mrd. Dollar (3,28 Mrd. €/45,13 Mrd. S). Dabei erhalten die Royal-Carribean-Aktionäre 49,3 Prozent der neuen Gesellschaft, die einen neuen Namen erhalten und von Royal Caribbean-Chef Fain geleitet werden soll. Damit entsteht der weltgrößte Kreuzfahrt-Konzern mit einem Marktwert von insgesamt sechs Mrd. und einem Umsatz von mehr als fünf Mrd. Dollar. Die bisherige Nummer eins der Branche, Carnival Corporation mit einem Umsatz von 3,8 Mrd. Dollar, wird damit auf Platz zwei verdrängt.

Die Unternehmen erhoffen sich von der Fusion Kosteneinsparungen von 100 Mill. Dollar jährlich. Der geplante Zusammenschluß muß allerdings noch von den Aktionären beider Gesellschaften abgesegnet werden und soll erst im zweiten Quartal des kommenden Jahres vollzogen werden. Fain glaubt daran, daß der Zusammenschluß das Wachstum in bestehenden und neuen Märkten vorantreiben werde.


In London legten P&O-Aktien nach Bekanntwerden der Entscheidung um 63 Pence (1,02 €/14,04 S) oder 20 Prozent zu. Die Papiere von Royal Caribbean steigerten ihren Wert an der Wall Street nach Handelsbeginn um mehr als 12 Prozent.



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