Die kommenden drei Neueinsteiger in den Leitindex bestehen auch diese Prüfungsmerkmale.
Die Aufnahmekriterien des Börsenumsatzes und der Marktkapitalisierung für den Nemax50 schreien nach einer dringend erforderlichen Ergänzung, da dem Leitindex materielle Qualitätsmerkmale fehlen. Am Beispiel der drei Neueinsteiger FJA, Funkwerk und Nordex würden die angewandten neuen Kriterien zu einem positiven Ergebnis führen.
Kaum zu glauben. Aber über 150 Mio. Euro an Verlusten häuften die drei Nemax50-Absteiger Heyde, Primacom und die insolvente Carrier1 zusammen im vergangenen Geschäftsjahr an. Dies lässt zu Recht ernsthafte Zweifel an den zwei bisher wichtigsten Qualitätsbedingungen für einen Platz im Leitindex - dem Börsenumsatz und der Marktkapitalisierung - aufkommen, zumal es neben den genannten Firmen eine Vielzahl von anderen Nemax50-Firmen gibt, die regelmäßig die eigens aufgestellten Ergebnisse um Längen verfehlen.
Besonders bei den Fondsmanagern hat das Misstrauen gegenüber den auf Grund ihrer Liquidität beliebten Top50-Unternehmen nach den Insolvenzverfahren ihrer ehemaligen Vorzeigeaktien Biodata, Kinowelt, und Carrier1 dramatisch zugenommen. Nach Ansicht vieler Experten wäre es deshalb sinnvoller in den angeblichen Qualitätsindex nur die Gesellschaften zu belassen bzw. aufzunehmen, die über einen bestimmten Zeitraum ein transparentes Zahlenwerk geliefert haben, das nachweislich den selbst vorgegebenen Prognosen entsprochen hat. Andere wiederum sprechen sich für eine Konzentration auf 20 bis 30 Leitindex-Aktien aus, welche die gerade genannten Voraussetzungen erfüllen.
Blickt man auf die drei Neueinsteiger FJA, Funkwerk und Nordex, die ab dem 18. März 2002 in der Kursliste des Paradeindex des Neuen Marktes auftauchen, so stellt man fest, dass diese Firmen bislang den neu ins Spiel gebrachten Bilanzkriterien Rechnung getragen haben, wenn auch Nordex erst seit fast 11 Monaten börsennotiert ist. Die drei Frischlinge können in ihren 2001er-Bilanzen einen Bruttogewinn (EBIT) vorweisen. Zudem erwarten alle drei Gesellschaften ein 2002er-Umsatzwachstum zwischen 21 (FJA) und 54 Prozent (Funkwerk), sowie einen 2002er-Gewinnwachstum zwischen 23 (FJA) und 63 Prozent (Nordex). Sie verfügen über derzeit gesicherte Cash-Positionen und liegen mit dem 18- (Funkwerk) bis 22–fachen (FJA) des für 2002/2003 angepeilten Gewinns pro Aktie (KGV) deutlich unter dem Durchschnitts-KGV des Nemax50 von 26,5 für diesen Zeitraum. Keine schlechte Ausgangslage, um zumindestens zu einer kleinen Qualitätssteigerung im Leitindex beizutragen.
Während bei den Analysten der Investmentbanken die Nordex-Aktie mit neun Kaufempfehlungen und einmal „Halten“, vor FJA (5 Kaufen, 2 Halten) und Funkwerk (2 Kaufen) an der Spitze steht, kennt die Kursentwicklung seit der Bekanntgabe am 13. Februar nur einen Sieger. Die FJA-Aktie legte 10 Prozent auf derzeit 59,45 Euro zu. Mit einer 2001er-EBIT-Marge von 18,3 Prozent schlägt der Softwareentwickler für die Versicherungslandschaft zudem die Konkurrenz deutlich (Funkwerk: 9,6%), (Nordex: 3,9%). FJA und Funkwerk planen darüber hinaus in diesem Jahr eine Dividende für 2001 von 0,62 bzw. 0,22 Euro pro Aktie auszuschütten, was bei Neuen Markt-Unternehmen eher die Ausnahme ist.
Aber auch Risiken sehen die Experten. Bei FJA könnte das durch die Rentenreform zusätzlich geschaffene Wachstum langsam abflachen. Beim Spezialisten für Mobilfunkanwendungen bei Verkehrsträgern Funkwerk könnte es aufgrund von länger als geplanten Zertifizierungsprozessen zu Verzögerungen bei der Lieferung der GSM-R-Terminals kommen, die in 2002 an die Deutsche Bahn geliefert werden sollten. Beim Windkraftanlagenhersteller Nordex wird die angepeilte Steigerung der EBIT-Marge auf 5 Prozent für zu optimistisch gehalten und zudem auf die unverändert starke Wettbewerbssituation unter den Windanlagenbauern hingewiesen.
Die Aufnahmekriterien des Börsenumsatzes und der Marktkapitalisierung für den Nemax50 schreien nach einer dringend erforderlichen Ergänzung, da dem Leitindex materielle Qualitätsmerkmale fehlen. Am Beispiel der drei Neueinsteiger FJA, Funkwerk und Nordex würden die angewandten neuen Kriterien zu einem positiven Ergebnis führen.
Kaum zu glauben. Aber über 150 Mio. Euro an Verlusten häuften die drei Nemax50-Absteiger Heyde, Primacom und die insolvente Carrier1 zusammen im vergangenen Geschäftsjahr an. Dies lässt zu Recht ernsthafte Zweifel an den zwei bisher wichtigsten Qualitätsbedingungen für einen Platz im Leitindex - dem Börsenumsatz und der Marktkapitalisierung - aufkommen, zumal es neben den genannten Firmen eine Vielzahl von anderen Nemax50-Firmen gibt, die regelmäßig die eigens aufgestellten Ergebnisse um Längen verfehlen.
Besonders bei den Fondsmanagern hat das Misstrauen gegenüber den auf Grund ihrer Liquidität beliebten Top50-Unternehmen nach den Insolvenzverfahren ihrer ehemaligen Vorzeigeaktien Biodata, Kinowelt, und Carrier1 dramatisch zugenommen. Nach Ansicht vieler Experten wäre es deshalb sinnvoller in den angeblichen Qualitätsindex nur die Gesellschaften zu belassen bzw. aufzunehmen, die über einen bestimmten Zeitraum ein transparentes Zahlenwerk geliefert haben, das nachweislich den selbst vorgegebenen Prognosen entsprochen hat. Andere wiederum sprechen sich für eine Konzentration auf 20 bis 30 Leitindex-Aktien aus, welche die gerade genannten Voraussetzungen erfüllen.
Blickt man auf die drei Neueinsteiger FJA, Funkwerk und Nordex, die ab dem 18. März 2002 in der Kursliste des Paradeindex des Neuen Marktes auftauchen, so stellt man fest, dass diese Firmen bislang den neu ins Spiel gebrachten Bilanzkriterien Rechnung getragen haben, wenn auch Nordex erst seit fast 11 Monaten börsennotiert ist. Die drei Frischlinge können in ihren 2001er-Bilanzen einen Bruttogewinn (EBIT) vorweisen. Zudem erwarten alle drei Gesellschaften ein 2002er-Umsatzwachstum zwischen 21 (FJA) und 54 Prozent (Funkwerk), sowie einen 2002er-Gewinnwachstum zwischen 23 (FJA) und 63 Prozent (Nordex). Sie verfügen über derzeit gesicherte Cash-Positionen und liegen mit dem 18- (Funkwerk) bis 22–fachen (FJA) des für 2002/2003 angepeilten Gewinns pro Aktie (KGV) deutlich unter dem Durchschnitts-KGV des Nemax50 von 26,5 für diesen Zeitraum. Keine schlechte Ausgangslage, um zumindestens zu einer kleinen Qualitätssteigerung im Leitindex beizutragen.
Während bei den Analysten der Investmentbanken die Nordex-Aktie mit neun Kaufempfehlungen und einmal „Halten“, vor FJA (5 Kaufen, 2 Halten) und Funkwerk (2 Kaufen) an der Spitze steht, kennt die Kursentwicklung seit der Bekanntgabe am 13. Februar nur einen Sieger. Die FJA-Aktie legte 10 Prozent auf derzeit 59,45 Euro zu. Mit einer 2001er-EBIT-Marge von 18,3 Prozent schlägt der Softwareentwickler für die Versicherungslandschaft zudem die Konkurrenz deutlich (Funkwerk: 9,6%), (Nordex: 3,9%). FJA und Funkwerk planen darüber hinaus in diesem Jahr eine Dividende für 2001 von 0,62 bzw. 0,22 Euro pro Aktie auszuschütten, was bei Neuen Markt-Unternehmen eher die Ausnahme ist.
Aber auch Risiken sehen die Experten. Bei FJA könnte das durch die Rentenreform zusätzlich geschaffene Wachstum langsam abflachen. Beim Spezialisten für Mobilfunkanwendungen bei Verkehrsträgern Funkwerk könnte es aufgrund von länger als geplanten Zertifizierungsprozessen zu Verzögerungen bei der Lieferung der GSM-R-Terminals kommen, die in 2002 an die Deutsche Bahn geliefert werden sollten. Beim Windkraftanlagenhersteller Nordex wird die angepeilte Steigerung der EBIT-Marge auf 5 Prozent für zu optimistisch gehalten und zudem auf die unverändert starke Wettbewerbssituation unter den Windanlagenbauern hingewiesen.