Ich finde z.B. den geposteten Artikel aus dem Nebenforum ganz interessant:
www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/...-h%E2%82%82-zentrum/
Allerdings zeigt der halt auch sehr deutlich wo die Probleme sind, die viele Fans nicht sehen können / wollen oder bewusst ignorieren, weil sie sich dann ihrer miesen Investmententscheidung stellen müssten.
Ich zitiere mal das Fazit:
"Was läuft in Lingen anders?
Die kurze Antwort: Hier fragt nicht nur jemand nach Wasserstoff. Hier braucht ihn jemand. Die bp-Raffinerie will ihren grauen Wasserstoff durch grünen ersetzen, TotalEnergies hat sich per 15-Jahres-Vertrag 30.000 t pro Jahr gesichert. Hinzu kommen 130 km Pipeline, ein Kavernenspeicher und eine milliardenschwere Förderkulisse.
Während anderswo Abnehmer fehlen, Genehmigungen stocken und EU-Zertifizierungskriterien Projekte ausbremsen, greifen in Lingen Erzeugung, Infrastruktur und Nachfrage ineinander."
Genau das ist der Punkt. Es funktioniert nicht Unternehmen, die in einem harten weltweiten Wettbewerb stehen und ohnehin in Deutschland sehr schwierige Rahmenbedingungen haben, mit der Moralkeule dazu zu zwingen für die Weltrettung die Produktion auf Wasserstoff umzustellen. Es muss wirtschaftlich Sinn machen!
Diese zwangsweise Umstellung würde z.B. in der Stahlerzeugung nur dazu führen, dass die Unternehmen pleite gehen und die dadurch freien Abnahmemengen durch Hersteller in anderen Ländern geliefert werden, die das mit den Umweltauflagen nicht ganz so eng sehen. Die USA wickeln den Klimaschutz gerade mehr oder weniger ab und in so einem Umfeld kann man nicht einfach "weiter so" sagen. Die Voraussetzung für den weltweiten Klimaschutz war immer, dass gerade die großen CO2-Verursacher an einem Strang ziehen und das ist nun nicht mehr der Fall!
Es gibt auf jeden Fall Anwendungsmöglichkeiten für Wasserstoff, wie in diesem Beispiel zu sehen, aber der ganz große Durchbruch liegt wenn überhaupt dann in weiter Ferne, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diese Entwicklung beherrschen bzw. vorgeben und nicht die Moral.