Technisches Gesamtszenario zunächst stark positiv
Wie erwartet, wurde die kurzfristige Abwärtsgerade am US-Technologieindex Nasdaq erneut attackiert. Und diesmal erfolgreich. Die Umsatzentwicklung der vorherigen Tage lässt darauf schließen, dass eine Zwischenkorrektur bis auf 2.300 Punkte möglich ist.
Der Technologienindex durchstieß die Front in Form der kurzfristigen Abwärtsgerade (gelb) mit Leichtigkeit und eroberte daraufhin noch weiteres Territorium. Das ist ein sehr bedeutendes Signal. Zum ersten Mal seit Februar wird der Abwärtstrend eindeutig verlassen. Eine Zwischenkorrektur ist nun sehr wahrscheinlich. Denkbar ist jedoch auch, dass die Kursexplosion von Dienstag zunächst verdaut werden muss. Eine Pull-Back-Reaktion zur kurzfristigen Abwärtsgeraden bei nun 1.740 Punkten ist durchaus möglich. Auf keinen Fall darf der Index wieder unter die Abwärtslinie sinken.
Der Sprung über die Abwärtsgerade gelang sogar mit einer kleinen Kurslücke. Eine Kurslücke, auch als Gap bezeichnet, tritt dann auf, wenn zwischen einem Tief und dem Hoch des darauffolgenden Tages oder einem Hoch und dem Tief des darauffolgenden Tages keine Notierungen zustande kommen. Das Gap zwischen 1.757 und 1771(rot) ist zwar winzig, doch entstand es immerhin bei dem Bruch der Geraden und liegt auch darüber. Deshalb besitzt es zumindest Break-Away-Charakter. Eine Kurslücke wird als Break-Away-Gap deklariert, wenn eine schnelle Bewegung nach einem Trendwechsel folgt. Das Break-Away-Gap beendet somit den Trend und läutet eine Gegenbewegung ein. Es muss jedoch abermals betont werden, dass die aktuelle Kurslücke sehr klein ist und die Relevanz dementsprechend gering.
Mehrmals wiesen wir auf die bullishen Signale durch den Morning Star (roter Halbkreis) hin. Diese Formation aus der japanischen Kerzenchartanalyse besteht aus drei Kerzen. Nach einer langen schwarzen Kerze bildet sich eine tieferliegende Kerze mit einem kleinen Kerzenkörper. Darauf folgt eine lange weiße Kerze, die oberhalb der kleinen Kerze liegt. Der Morning Star zeigt, dass die Bullen die Kontrolle übernommen haben und würde somit für eine Trendumkehr sprechen. Durch den gestrigen Handel hat sich diese Aussage auch bestätigt.
Nicht zu vergessen sind aber die Kurslücken zwischen 2.004 und 2.041 Punkten (blau) und 2.124 und 2.161 Zählern. Die schon älteren Gaps besitzen sehr wahrscheinlich Measuring Charakter. Measuring Gaps stehen für weiter fallende Kurse. Sie treten meist in der Mitte einer Trendbewegung auf. Daraus würde sich noch ein Kurspotenzial bis auf 1.400 Zähler ergeben, das bis Mitte/Ende April erreicht werden könnte.
Widerstand formt sich in den nächsten Börsensitzungen bei 1.930 Zählern und bei 2.000 Punkten. Unterstützung ist bei 1.800, bei 1.750 und bei 1.620 Zählern zu erkennen.
Die Trendbestimmungsindikatoren - wie 200-Tage-Durchschnitt, 90-Tage-Durchschnitt und Aroon - zeigen weiterhin einen Abwärtsmarkt an. Der MACD sendet ein Kaufsignal. Ebenso ist „kaufen“ die Devise des kurzfristigen ProjectionOscillators. Er notiert jedoch schon im überkauften Bereich. Die Umsätze waren gestern deutlich höher als am Freitag und am Montag. Doch sollte das Volumen bei einem Aufwärtsschub noch stärker ansteigen.
Fazit: Die Zwischenkorrektur dürfte jetzt kommen. Sie wird sehr wahrscheinlich schnell auf 2.000 Punkte und dann auf 2.300 Zähler führen. Möglich ist aber auch noch ein Pull-Back zurück zur Abwärtsgeraden. Der Bruch des Abwärtstrends, der Morning Star und die Indikatoren liefern allerdings ein Gesamtszenario, das nicht einladender für eine Zwischenkorrektur sein könnte.
Autor: Stefan Ochsenkühn, 14:06 11.04.01 , W:O
Wie erwartet, wurde die kurzfristige Abwärtsgerade am US-Technologieindex Nasdaq erneut attackiert. Und diesmal erfolgreich. Die Umsatzentwicklung der vorherigen Tage lässt darauf schließen, dass eine Zwischenkorrektur bis auf 2.300 Punkte möglich ist.
Der Technologienindex durchstieß die Front in Form der kurzfristigen Abwärtsgerade (gelb) mit Leichtigkeit und eroberte daraufhin noch weiteres Territorium. Das ist ein sehr bedeutendes Signal. Zum ersten Mal seit Februar wird der Abwärtstrend eindeutig verlassen. Eine Zwischenkorrektur ist nun sehr wahrscheinlich. Denkbar ist jedoch auch, dass die Kursexplosion von Dienstag zunächst verdaut werden muss. Eine Pull-Back-Reaktion zur kurzfristigen Abwärtsgeraden bei nun 1.740 Punkten ist durchaus möglich. Auf keinen Fall darf der Index wieder unter die Abwärtslinie sinken.
Der Sprung über die Abwärtsgerade gelang sogar mit einer kleinen Kurslücke. Eine Kurslücke, auch als Gap bezeichnet, tritt dann auf, wenn zwischen einem Tief und dem Hoch des darauffolgenden Tages oder einem Hoch und dem Tief des darauffolgenden Tages keine Notierungen zustande kommen. Das Gap zwischen 1.757 und 1771(rot) ist zwar winzig, doch entstand es immerhin bei dem Bruch der Geraden und liegt auch darüber. Deshalb besitzt es zumindest Break-Away-Charakter. Eine Kurslücke wird als Break-Away-Gap deklariert, wenn eine schnelle Bewegung nach einem Trendwechsel folgt. Das Break-Away-Gap beendet somit den Trend und läutet eine Gegenbewegung ein. Es muss jedoch abermals betont werden, dass die aktuelle Kurslücke sehr klein ist und die Relevanz dementsprechend gering.
Mehrmals wiesen wir auf die bullishen Signale durch den Morning Star (roter Halbkreis) hin. Diese Formation aus der japanischen Kerzenchartanalyse besteht aus drei Kerzen. Nach einer langen schwarzen Kerze bildet sich eine tieferliegende Kerze mit einem kleinen Kerzenkörper. Darauf folgt eine lange weiße Kerze, die oberhalb der kleinen Kerze liegt. Der Morning Star zeigt, dass die Bullen die Kontrolle übernommen haben und würde somit für eine Trendumkehr sprechen. Durch den gestrigen Handel hat sich diese Aussage auch bestätigt.
Nicht zu vergessen sind aber die Kurslücken zwischen 2.004 und 2.041 Punkten (blau) und 2.124 und 2.161 Zählern. Die schon älteren Gaps besitzen sehr wahrscheinlich Measuring Charakter. Measuring Gaps stehen für weiter fallende Kurse. Sie treten meist in der Mitte einer Trendbewegung auf. Daraus würde sich noch ein Kurspotenzial bis auf 1.400 Zähler ergeben, das bis Mitte/Ende April erreicht werden könnte.
Widerstand formt sich in den nächsten Börsensitzungen bei 1.930 Zählern und bei 2.000 Punkten. Unterstützung ist bei 1.800, bei 1.750 und bei 1.620 Zählern zu erkennen.
Die Trendbestimmungsindikatoren - wie 200-Tage-Durchschnitt, 90-Tage-Durchschnitt und Aroon - zeigen weiterhin einen Abwärtsmarkt an. Der MACD sendet ein Kaufsignal. Ebenso ist „kaufen“ die Devise des kurzfristigen ProjectionOscillators. Er notiert jedoch schon im überkauften Bereich. Die Umsätze waren gestern deutlich höher als am Freitag und am Montag. Doch sollte das Volumen bei einem Aufwärtsschub noch stärker ansteigen.
Fazit: Die Zwischenkorrektur dürfte jetzt kommen. Sie wird sehr wahrscheinlich schnell auf 2.000 Punkte und dann auf 2.300 Zähler führen. Möglich ist aber auch noch ein Pull-Back zurück zur Abwärtsgeraden. Der Bruch des Abwärtstrends, der Morning Star und die Indikatoren liefern allerdings ein Gesamtszenario, das nicht einladender für eine Zwischenkorrektur sein könnte.
Autor: Stefan Ochsenkühn, 14:06 11.04.01 , W:O