Nabil: Bärengalgen, der Tag danach...


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Pichel:

Nabil: Bärengalgen, der Tag danach...

 
08.05.03 11:51


Die letzten sieben Wochen gibt mir der Markt nicht recht,...

....es ist an der Zeit zu besprechen, was dazu führte, dass der Upmove an mir vorbei schlitterte. Solche Besprechungen sind gleichermaßen notwendig, wie eine Gratwanderung, da es die Farbe einer Rechtfertigung annehmen kann. Ich möchte mich jedoch nicht rechtfertigen, sondern erklären, was an diesem Move so schwierig war und wo der Fehler lag,...

...falls es einen Fehler gab!

Ich denke man kann von Fehlern sprechen, wenn ein Schreiner die falsche Säge verwendet oder ein Kellner den falschen Wein einschenkt. Ich weiß jedoch nicht, ob man von einem Fehler sprechen kann, wenn man sich strikt an sein Handelssystem gehalten hat. Ich habe es getan und was zu Tage getreten ist, sieht so aus, als wäre das System nicht perfekt.

Nun kommt es natürlich auf die Naivität...

...jedes Einzelnen an, ob er denkt, dass es das perfekte System an der Börse gibt. Tatsache ist, dass es das nicht gibt, und das Spiel an der Börse setzt sich aus richtigen und falschen Einschätzungen zusammen. Die falschen Prognosen dürfen einen nicht Kopf und Kragen kosten, und darin kann wohl der einzige Fehler liegen. Man reißt mehr an sich, als man verdauen kann und schon ist das Desaster groß.

Doch nun zum Grund,

weshalb ich den Move nicht gesehen habe. Es ging weder Akkumulation, noch ein extremer Pessimismus voraus, was meine Psychologieindikatoren betrifft, die auf den amerikanischen Markt abgestimmt sind. Ich meine es ernst, wenn ich sage, dass dieser Move die fieseste Bewegung war, die ich jemals erlebt habe. Am Tag des Tiefs, sprich am 12. März 2003 bildet der COMPX einen REVERSAL DAY und schloss 0,6 % im Plus bei einem Volumen von 1,5 Mrd. Aktien.

Am nächsten Tag legte der COMPX knapp 4 % zu...

...und das Volumen lag bei 1,78 Mrd. Aktien. Ich kombinierte seinerzeit die Tatsche, dass wir keine Akkumulation gesehen haben und die Bewegung stark inflationär war, da das Volumen ungewöhnlich gering für einen derart starken Anstieg war. Ich war mir absolut sicher, dass es sich nur um eine kurze Gegenbewegung handelt, da kaum großes Geld in den Markt geflossen ist. Dieses Zeichen ist für gewöhnlich sehr verlässlich, doch in diesem Fall hat es versagt.

Die Futures waren im Spiel!

Ein Grossteil der Bewegung wurde über die Futures gespeist, und die Aktien wurden förmlich nach oben gezogen. Heute wissen wir das ganz genau, da die Statistik zeigt, dass eine Menge großes Geld auf die lange Seite gewechselt hat. (siehe www.vtoreport.com) Nein, ich will jetzt nicht mit Verschwörungstheorien anfangen, doch was da gelaufen ist, war für meine Begriffe etwas anrüchig.

Das Schlimmste ist,

dass bis vor kurzem wenig Volumen im Markt war und der Markt stieg und stieg und stieg. Er hätte jederzeit abknicken können, doch er hat es nicht getan. Sicher steh ich heute da und sage mir, dass ich auch gerne etwas von dieser Frucht hätte kosten wollen, doch es war stets und ist immer noch die verbotene Frucht für mich. Ich kannte das Risiko, dass wir auf die jetzigen Levels laufen könnten, und schließlich habe ich es in meinen Artikeln dargestellt und graphisch untermalt.

Dennoch musste ich verzichten...

...und heute kann ich nur sagen, dass ich in der selben Situation das selbe tun werde, wie ich es bisher getan habe. Im Klartext heißt das, dass ich Moves dieser Struktur auch in Zukunft verpassen werde. Ich sehe nicht die Notwendigkeit meinen Handlesansatz wegen eines Moves zu verändern, der in dieser Struktur äußerst selten vorkommt. ÄUSSERST SELTEN!

Wie ich schon sagte,

gibt es kein perfektes Tradingsystem. Ich richte mich nach Wahrscheinlichkeiten und wenn ein Move aufgrund seiner Abartigkeit zu den statistischen Hinterbänklern gehört, lohnt es sich nicht, den persönlichen Handelsansatz nach ihm auszurichten. Langfristig fährt man schlicht und ergreifend wesentlich besser, wenn man solche Moves aus Reflex shortet. Dennoch sollte uns dieser Move erneut klar gemacht haben, dass dabei ein definierte Risikoprofil unabdingbar ist.

Ansonsten steht noch fest,

dass ein Analyst nur so gut oder schlecht ist, wie seine letzte Empfehlung. Das sucht sich jedoch jeder so aus, der in diesen Beruf einsteigt, und es gibt keinen Grund zum Heulen. Das traurige an der Sache ist nur, dass man nie weiß, wann ein Analyst wieder recht haben wird, wenn er Mal seinen Rhythmus verloren hat. Ich habe meine Rhythmus in den 17 Jahren nicht nur ein oder zwei Mal verloren.

Es passiert jedem von uns immer wieder...

...und gerade in diesem Punkt darf man sich nicht vormachen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es am wichtigsten ist, den Folgefehler zu vermeiden. Für mich wäre der Folgefehler beispielsweise, wenn ich dem aktuellen Druck (der von vielen Seiten kommt) nicht Stand halten könnte und auf die lange Seite wechseln würde. Wenn ich mich praktisch von den Bullenhymnen anstecken lassen würde, um unser Geld jenen in den Rachen zu werfen, die den Markt an diesen Punkt gebracht haben, um die Wolle der Schäfchen zu kassieren.

Da sag ich doch:

"Nein danke, unser Geld bekommt Ihr nicht, nicht jetzt!"

bis bald!


Gruß Pichel Nabil: Bärengalgen, der Tag danach... 1026342

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Querkopf:

@PICHEL

 
08.05.03 12:05
WANN postest DU denn heute die Bernecker "ACTEINBÖRSE"? Bitte um zeitnahe Antwort!!!
Antworten
chreil:

Spacko, haben sie dich immer noch nicht

 
08.05.03 12:25
gesperrt???
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Pichel:

nur mal so zur INFO:

 
08.05.03 12:32
du bist bei mir auf der IGNORELISTE! Deshalb kann ich deine Postings nicht lesen (bzgl. zeitnaher Antwort) Nur dieses eine mal wollte ich mal sehn was du schreibst...
Reg dich ma wieder ab mit deinen Postings (die letzten 2 Tage waren unerträglich) dann antworte ich dir auch wieder!


Gruß Pichel Nabil: Bärengalgen, der Tag danach... 1026407

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Fort Knox:

Posting Nr. 1

 
08.05.03 12:38
Hätte mindestens 1mal grün verdient.

MfG
     Fort Knox
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ClaudiasScha.:

Nabils finstere Shortpropaganda

 
08.05.03 12:43
zieht bei mir schon seit langem nicht mehr ...

er hat die rally (2100-3000) verpasst und bleibt jetzt stur in seinen shorts drinnen ..

nicht gerade die proffessionelle art an der boerse zu agieren ... Will nicht wissen wieviel Geld seiner Kunden unser Nabil (sein fieser scheitel ist schon ziemlich fesch) ;-))...schon verbrannt hat.

Das beste ist ja, dass er bei W.O dann erst aus seinem VESTECKT herauskommt, wenn es erste anzeichen eines DOWNMOVES beim DAX gibt ... an Tagen der Kursspruenge hat er immer eine Ausrede gefunden keine Artikel zum aktuellen Geschehn zu posten ( ausreden: bin krank, gehe mit meinem Sohn spatzieren usw)

mfg

herzkasper;)
#

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dishwasher:

wenn ich mich richtig erinnere

 
08.05.03 12:55
hat der selbe Nabil im sommer 2002 eine bevorstehende Jahrhunderthausse gesehen.  

Das ist nur lustig wenn man den Experten kein Geld anvertraut
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