Moroney hat früher schon immer wieder betont, dass er die Wahrscheinlichkeit von P1-Rückschlägen bei MOR-HuCAL-AKs für unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Präparaten hält. HuCAL-AKs sind praktisch humanidentische Antikörpervarianten, da hätte die Körperabwehr auch selbst drauf kommen können mit ausreichend Zeit. Insofern ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man für HuCAL-AKs eine sichere und verträgliche Dosis finden kann. Und das ist der Schwerpunkt von P1-Studien. Dies war ja auch das Argument für MOR in Partnerverträgen häufig auf einen P2-Meilenstein zu verzichten, weil dies eben keine hohe Hürde sei......
Dies zeigt auch der ausgezeichnete trackrecord der bisherigen klinischen Programme:
Aus bisher 9 Klinikstarts ergibt sich folgender Stand:
1 mal eingestellt (1D09C3 GPC)
4 mal in P2 gekommen, die alle noch laufen
1 mal P2 angekündigt für 2010 (Roche/Alzheimer/RG1450)
3 mal laufende P1, erst 2009 gestartet
Man sollte sich aber als MOR-Aktionär klar sein, dass so eine hervorragende Durchschnittsrate nicht ewig fortgeschrieben werden kann, ausser MOR stellt mit seinen Programmen alle Statistiken auf den Kopf.
Mit einer großen Zahl an P2en und P3en wird es weitere Projekteinstellungen geben, wobei insbesondere Projekte der eigenen Pipeline erheblich negativen Kurseinfluß haben dürften.
Nur, bevor man jetzt zu hohe Ängste einpreist, sollte man erst mal etwas Potential einpreisen.

Also: Wenn man für eine gescheiterte Partner-P2 mal eben 40 mio auspreisen will, dann sollte man auch die 296/396 mio€ überhaupt erst mal einpreisen. ;-)
MOR hat jetz über 70 laufende Projekte. Die Statistik ergibt >10 Zulassungen, aber damit auch ca. 60 Projekteinstellungen, die meisten allerding vorklinisch.....