3Com: antizyklisch interessant
Folgt dem Krisenjahr 2001 ein noch schlimmeres Jahr 2002? Die Netzwerk- und Telekommunikationszulieferer geben sich verhalten optimistisch; als Beispiel sollten Sie sich hier die juengsten Aeusserungen von Cisco-Chef John Chambers nochmals reinziehen. Falls die zartrosa gefaerbten 2002er Aussichten eintreffen sollte, dann duerfte meiner Meinung nach davon 3Com (Nasdaq: COMS; WKN: 868840) ueberdurchschnittlich profitieren.
3Com ist weltweit einer der fuehrenden Anbieter von funktionsreichen, einfach zu bedienenden Netzwerkprodukten. Sie verbinden Unternehmen mit deren Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten, zu jeder Zeit und von jedem Ort. Eine fuehrende Position nimmt 3Com auch mit IP-Service-Plattformen (Internet Protocol) und Zugangsinfrastruktur-Produkten fuer den Netzwerk Service Provider-Markt ein. Das Unternehmen wurde 1979 von einem der Erfinder der Netzwerktechnologie »Ethernet« gegruendet. Auf dieser Technologie basieren heute praktisch alle Lokalen Netzwerke (Lokal Area Network, LAN). Seitdem hat 3Com mehr 350 Mio. Ethernet-Anschluesse verkauft.
Die ruecklaeufigen Bestellungen der Telkos hinterliessen freilich auch bei 3Com tiefe Schrammen. Im ersten Fiskalquartal (31. August) ging ein Verlust von 132 Mio. USD oder 38 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 390 Mio. USD durch die Buecher. Analysten waren von einem Verlust zwischen 25 und 45 Cent je Aktie mit einem Durchschnittswert von 35 Cent ausgegangen. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Pro-forma-Verlust von 12 Cent je Aktie gemeldet. Auch der Umsatz fiel weit zurueck. Nach 933,7 Mio. USD im Vorjahr, wo einige inzwischen verkaufte und eingestellte Bereiche noch miteingerechnet waren, und 468 Mio. USD im vorangegangenen Quartal sehen die aktuellen Umsaetze vergleichsweise gering aus. 3Com erklaerte, dass man bis November weitere 1.000 Stellen mehr streichen werde als bislang geplant.
Und damit denke ich sind wir bei dem Punkt, wo sich ein antizyklischer Einstieg lohnen koennte. Denn 3Com war einer der ersten Netzwerkausruester, der auf Tauchstation ging. Aber nach den vielen Restrukturierungen koennte es auch einer der ersten sein, der wieder gestaerkt an die Front geht. 3Com schleppt vor allem im Gegensatz zu praktisch allen Konkurrenten kaum Altlasten in den Buechern mit. Im Jahr 2000 machte man gerade mal drei Akquisitionen, alle im Bereich knapp um die 100 Mio. USD. Die einzige Mrd.-Uebernahme stammt aus dem Jahr 1997, als man U.S. Robotics fuer 7,3 Mrd. USD vereinnahmte. Aber dieser Deal war hoechst profitabel. Denn die Neuerwerbung hatte die seinerzeit kleine und noch unbedeutende Palm-Abteilung im Gepaeck. Aber Palm (Nasdaq: PALM; WKN: 931982) wurde fast am Hoehepunkt der Technologieeuphorie separat an die Boerse gebracht, was extrem viel Geld in die Kassen spuelte. Zum Q3-Ende lagerten mehr als 1,6 Mrd. USD auf den 3Com-Konten, das sind 4,71 USD je Aktie ? praktisch genauso viel wie der aktuelle Boersenkurs. Wer also heute in 3Com investiert, bekommt die gesamte Spitzentechnologie quasi kostenlos als Sahnehaeubchen oben drauf.
Meine Meinung: 3Com hat sich klar verschlankt und refokussiert. Das jetzige Unternehmen konzentriert sich wieder auf wachstumsstarke Maerkte, Technologien und Produkte. Das Highend-Geschaeft ueberlaesst man konsequenterweise groesseren Konkurrenten wie z.B. Cisco, dafuer sind die Chancen im mittleren Firmenkundensegment um so besser. Ich glaube, dass sich dies bereits bei den Fiskal-Q2-Zahlen herauslesen laesst, die kommenden Dienstag anstehen. Hier erwarte ich eigentlich keine negativen Ueberraschungen ? eher positive, falls meine Einschaetzung zutrifft ?, die Fluesterschaetzungen liegen bei -22 Cent je Aktien.
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Heute +4,65 auf 5,65€
Die Aufwärmphase?
Mal schaun
jo.
Folgt dem Krisenjahr 2001 ein noch schlimmeres Jahr 2002? Die Netzwerk- und Telekommunikationszulieferer geben sich verhalten optimistisch; als Beispiel sollten Sie sich hier die juengsten Aeusserungen von Cisco-Chef John Chambers nochmals reinziehen. Falls die zartrosa gefaerbten 2002er Aussichten eintreffen sollte, dann duerfte meiner Meinung nach davon 3Com (Nasdaq: COMS; WKN: 868840) ueberdurchschnittlich profitieren.
3Com ist weltweit einer der fuehrenden Anbieter von funktionsreichen, einfach zu bedienenden Netzwerkprodukten. Sie verbinden Unternehmen mit deren Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten, zu jeder Zeit und von jedem Ort. Eine fuehrende Position nimmt 3Com auch mit IP-Service-Plattformen (Internet Protocol) und Zugangsinfrastruktur-Produkten fuer den Netzwerk Service Provider-Markt ein. Das Unternehmen wurde 1979 von einem der Erfinder der Netzwerktechnologie »Ethernet« gegruendet. Auf dieser Technologie basieren heute praktisch alle Lokalen Netzwerke (Lokal Area Network, LAN). Seitdem hat 3Com mehr 350 Mio. Ethernet-Anschluesse verkauft.
Die ruecklaeufigen Bestellungen der Telkos hinterliessen freilich auch bei 3Com tiefe Schrammen. Im ersten Fiskalquartal (31. August) ging ein Verlust von 132 Mio. USD oder 38 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 390 Mio. USD durch die Buecher. Analysten waren von einem Verlust zwischen 25 und 45 Cent je Aktie mit einem Durchschnittswert von 35 Cent ausgegangen. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Pro-forma-Verlust von 12 Cent je Aktie gemeldet. Auch der Umsatz fiel weit zurueck. Nach 933,7 Mio. USD im Vorjahr, wo einige inzwischen verkaufte und eingestellte Bereiche noch miteingerechnet waren, und 468 Mio. USD im vorangegangenen Quartal sehen die aktuellen Umsaetze vergleichsweise gering aus. 3Com erklaerte, dass man bis November weitere 1.000 Stellen mehr streichen werde als bislang geplant.
Und damit denke ich sind wir bei dem Punkt, wo sich ein antizyklischer Einstieg lohnen koennte. Denn 3Com war einer der ersten Netzwerkausruester, der auf Tauchstation ging. Aber nach den vielen Restrukturierungen koennte es auch einer der ersten sein, der wieder gestaerkt an die Front geht. 3Com schleppt vor allem im Gegensatz zu praktisch allen Konkurrenten kaum Altlasten in den Buechern mit. Im Jahr 2000 machte man gerade mal drei Akquisitionen, alle im Bereich knapp um die 100 Mio. USD. Die einzige Mrd.-Uebernahme stammt aus dem Jahr 1997, als man U.S. Robotics fuer 7,3 Mrd. USD vereinnahmte. Aber dieser Deal war hoechst profitabel. Denn die Neuerwerbung hatte die seinerzeit kleine und noch unbedeutende Palm-Abteilung im Gepaeck. Aber Palm (Nasdaq: PALM; WKN: 931982) wurde fast am Hoehepunkt der Technologieeuphorie separat an die Boerse gebracht, was extrem viel Geld in die Kassen spuelte. Zum Q3-Ende lagerten mehr als 1,6 Mrd. USD auf den 3Com-Konten, das sind 4,71 USD je Aktie ? praktisch genauso viel wie der aktuelle Boersenkurs. Wer also heute in 3Com investiert, bekommt die gesamte Spitzentechnologie quasi kostenlos als Sahnehaeubchen oben drauf.
Meine Meinung: 3Com hat sich klar verschlankt und refokussiert. Das jetzige Unternehmen konzentriert sich wieder auf wachstumsstarke Maerkte, Technologien und Produkte. Das Highend-Geschaeft ueberlaesst man konsequenterweise groesseren Konkurrenten wie z.B. Cisco, dafuer sind die Chancen im mittleren Firmenkundensegment um so besser. Ich glaube, dass sich dies bereits bei den Fiskal-Q2-Zahlen herauslesen laesst, die kommenden Dienstag anstehen. Hier erwarte ich eigentlich keine negativen Ueberraschungen ? eher positive, falls meine Einschaetzung zutrifft ?, die Fluesterschaetzungen liegen bei -22 Cent je Aktien.
Heute +4,65 auf 5,65€
Die Aufwärmphase?
Mal schaun
jo.
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