MORPHOSYS – BODEN GEFUNDEN?
Seit Januar 2020 kennt die Aktie der Morphosys AG nur eine Richtung: steil nach unten. Insgesamt 89% betrug der Verlust bis zum Tiefststand Mitte Mai des aktuellen Börsenjahres. Seither arbeitet der Chart des Planegger Unternehmens an einer Bodenbildung. Aktuell notiert das Papier bei ca. 23 EUR, unweit der 200-Tagelinie bei ca. 25 EUR. Sollte diese geknackt werden, wäre zumindest ein kurzfristiger Hochlauf in Richtung der Marke von 33,00 EUR möglich.
Aus fundamentaler Sicht machten die jüngst veröffentlichten Ergebnisse Hoffnung auf Besserung. So konnten laut Dr. Jean-Paul Kress, Vorstandsvorsitzender von MorphoSys, wichtige Fortschritte bei der Patientenrekrutierung für die Phase 3-Zulassungsstudien und der Vermarktung von Monjuvi gemacht werden. Zudem zogen die Verkäufe von Monjuvi im zweiten Quartal im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres an. "Trotz der nach unten anpassten Finanzprognose erwarten wir, dass sich das Wachstum von Monjuvi auch in der zweiten Jahreshälfte und darüber hinaus fortsetzen wird. Wir sind nach wie vor gut kapitalisiert, um wichtige klinische Meilensteine zu erreichen und damit potenziell neue wirksame Blutkrebsmedikamente für Patienten zur Verfügung stellen zu können und einen erheblichen Wert für unsere Aktionäre generieren zu können", so der Firmenchef laut Pressemeldung.
Im Nachgang der veröffentlichten Quartalszahlen meldete sich die Hamburger Privatbank Berenberg und wiederholte ihr Anlageurteil „buy“ mit einem Kursziel von 65 EUR, was ein Kurspotenzial von über 150% bedeutet.
Trotz des weiter schwierigen Chipmarktes sind die Analysten für Infineon positiv gestimmt. Beim Biotechnologieunternehmen Morphosys sieht Berenberg ein Kursziel von 65 EUR. Die Plattformtechnologie von Defence Therapeutics skaliert und besitzt aufgrund dessen gehöriges Potenzial.
Wer billig gibt und teuer kauft, der hat am Markt bald ausgeschnauft.
Sowa