Sonntag, 6. Oktober 2002
Möllemann hat Herzprobleme
Im Krankenhaus in Münster
Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Jürgen Möllemann ist in der Nacht zum Sonntag mit Herz-Rhythmus-Störungen in ein Krankenhaus seiner Heimatstadt Münster eingeliefert worden.
Sein Sprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Damit ist die Teilnahme Möllemanns am entscheidenden Sonderparteitag zur Führungsfrage der NRW-FDP fraglich.
Zuvor hatte sich Möllemann im innerparteilichen Machtkampf der FDP weiiterhin selbstbewusst gegeben. In einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ riet Möllemann dem FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle davon ab, den Ausgang des Parteitages an diesem Montag mit einer Rücktrittsdrohung zu verknüpfen.
„Niemand glaubt hier in Nordrhein-Westfalen, dass Westerwelle als Parteivorsitzender zurücktreten würde, wenn ich Landesvorsitzender bleibe“, sagte Möllemann dem Blatt. Es sei kein Zeichen von Stärke, wenn ein Bundesparteichef die eigene Zukunft an landespolitische Entscheidungen binde. Er halte es auch für überzogen, von einem Duell zwischen ihm und Westerwelle zu sprechen.
Eigene „Fehler in der Absprache“ räumte Möllemann im Gespräch mit der Zeitung ein. „Aber ich lasse mich nicht wegprügeln wie ein räudiger Hund. Ich will auch bleiben, damit die Strategie 18 überlebt.“ Westerwelle könne sich „nicht sein Standbein Möllemann einfach abhacken, die Folgen für die ganze FDP wären fatal“. Er mache sich „keine Sorgen“ um den Ausgang der Kampfabstimmung: „Ich werde Landesvorsitzender bleiben. Denn je basisnäher einer ist, desto klarer das Votum.“
Als Zeichen seines "guten Willens" werde er nicht nur sein Bundestagsmandat niederlegen, sondern sich auch aus dem Bundesvorstand zurückziehen, sagte Möllemann der "Bild am Sonntag". Ihm blieben damit zwei Ämter und ein Mandat: Möllemann ist Chef der nordrhein-westfälischen FDP sowie Mitglied des Düsseldorfer Landtages. Dort ist er zugleich Vorsitzender der FDP-Fraktion.
Auf Druck der FDP-Spitze hatte Möllemann nach der Bundestagswahl sein Amt als stellvertretender Bundesvorsitzender niedergelegt. Nach dem Willen Westerwelle soll er auch als Landeschef abgelöst werden. Auf dem Sonderparteitag will der stellvertretende Landesvorsitzende der Partei, Andreas Pinkwart, am Montagabend in einer Kampfabstimmung gegen Möllemann kandidieren.
Sollte weder Möllemann noch sein Herausforderer Pinkwart am Montag das Vertrauen der NRW-Delegierten in Wesel erhalten, wäre die stellvertretende Landesvorsitzende Ulrike Flach zur Kandidatur bereit. Das sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Rein objektiv gesehen besteht diese Möglichkeit.“ Einen freiwilligen Rücktritt Möllemanns schließt sie aus: „Dazu ist das Kampfgeschirr zu hochgezurrt.“
Westerwelle sprach in der „Welt am Sonntag“ von einer „notwendigen Klärung der Verhältnisse in Nordrhein-Westfalen“. Möllemann sagte der Nachrichtenagentur dpa, Westerwelle sei von „Freunden, die ihn schlecht beraten“, in diese Auseinandersetzung getrieben worden. Nach Ansicht Pinkwarts steht am Montag eine „Richtungsentscheidung“ an. Die FDP müsse jeden Eindruck vermeiden, dass sie an den politischen Rändern auf Stimmenfang gehen wolle.
Möllemann hat Herzprobleme
Im Krankenhaus in Münster
Der nordrhein-westfälische FDP-Landesvorsitzende Jürgen Möllemann ist in der Nacht zum Sonntag mit Herz-Rhythmus-Störungen in ein Krankenhaus seiner Heimatstadt Münster eingeliefert worden.
Sein Sprecher bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Damit ist die Teilnahme Möllemanns am entscheidenden Sonderparteitag zur Führungsfrage der NRW-FDP fraglich.
Zuvor hatte sich Möllemann im innerparteilichen Machtkampf der FDP weiiterhin selbstbewusst gegeben. In einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ riet Möllemann dem FDP-Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle davon ab, den Ausgang des Parteitages an diesem Montag mit einer Rücktrittsdrohung zu verknüpfen.
„Niemand glaubt hier in Nordrhein-Westfalen, dass Westerwelle als Parteivorsitzender zurücktreten würde, wenn ich Landesvorsitzender bleibe“, sagte Möllemann dem Blatt. Es sei kein Zeichen von Stärke, wenn ein Bundesparteichef die eigene Zukunft an landespolitische Entscheidungen binde. Er halte es auch für überzogen, von einem Duell zwischen ihm und Westerwelle zu sprechen.
Eigene „Fehler in der Absprache“ räumte Möllemann im Gespräch mit der Zeitung ein. „Aber ich lasse mich nicht wegprügeln wie ein räudiger Hund. Ich will auch bleiben, damit die Strategie 18 überlebt.“ Westerwelle könne sich „nicht sein Standbein Möllemann einfach abhacken, die Folgen für die ganze FDP wären fatal“. Er mache sich „keine Sorgen“ um den Ausgang der Kampfabstimmung: „Ich werde Landesvorsitzender bleiben. Denn je basisnäher einer ist, desto klarer das Votum.“
Als Zeichen seines "guten Willens" werde er nicht nur sein Bundestagsmandat niederlegen, sondern sich auch aus dem Bundesvorstand zurückziehen, sagte Möllemann der "Bild am Sonntag". Ihm blieben damit zwei Ämter und ein Mandat: Möllemann ist Chef der nordrhein-westfälischen FDP sowie Mitglied des Düsseldorfer Landtages. Dort ist er zugleich Vorsitzender der FDP-Fraktion.
Auf Druck der FDP-Spitze hatte Möllemann nach der Bundestagswahl sein Amt als stellvertretender Bundesvorsitzender niedergelegt. Nach dem Willen Westerwelle soll er auch als Landeschef abgelöst werden. Auf dem Sonderparteitag will der stellvertretende Landesvorsitzende der Partei, Andreas Pinkwart, am Montagabend in einer Kampfabstimmung gegen Möllemann kandidieren.
Sollte weder Möllemann noch sein Herausforderer Pinkwart am Montag das Vertrauen der NRW-Delegierten in Wesel erhalten, wäre die stellvertretende Landesvorsitzende Ulrike Flach zur Kandidatur bereit. Das sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Rein objektiv gesehen besteht diese Möglichkeit.“ Einen freiwilligen Rücktritt Möllemanns schließt sie aus: „Dazu ist das Kampfgeschirr zu hochgezurrt.“
Westerwelle sprach in der „Welt am Sonntag“ von einer „notwendigen Klärung der Verhältnisse in Nordrhein-Westfalen“. Möllemann sagte der Nachrichtenagentur dpa, Westerwelle sei von „Freunden, die ihn schlecht beraten“, in diese Auseinandersetzung getrieben worden. Nach Ansicht Pinkwarts steht am Montag eine „Richtungsentscheidung“ an. Die FDP müsse jeden Eindruck vermeiden, dass sie an den politischen Rändern auf Stimmenfang gehen wolle.

