Nicht, dass die Situation der Branche nicht ohnehin schon angespannt genug wäre. Nun fürchten die großen und kleinen Hersteller von Mobilfunkausrüstung um einen zusätzlichen Abwärtsdruck auf Grund der schwachen Geschäftszahlen, die amerikanische Mobilfunkanbieter in den vergangenen Tagen vorgelegt haben. Um die bröckelnden Umsätze zu kompensieren und für den Fall, dass keine neuen Finanzmittel beschafft werden können, kürzen diese nun fleißig an ihren Investitionen in den Netzauf- und ausbau.
Die Investmentbank Bear Stearns zeichnet bereits erste Negativszenarien. Telekommunikationsanalyst Wojtek Uzdelewicz prognostizierte zunächst etwa gleichbleibende Ausgaben der Mobilfunkanbieter gegenüber dem vergangenen Jahr. „Das Risiko steigt, dass wir nicht darum herum kommen, zu revidieren“, erklärt der Analyst jetzt. „Nun sieht es mehr nach einem 5-10-prozentigen Rückgang aus“, erklärt Uzdelewicz weiter.
Dies könnte Ausrüstungshersteller wie Nokia, Ericsson, Motorola und Siemens vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen. Schließlich sorgt der US-Markt für rund 30 Prozent der weltweiten Umsätze für Mobilfunkausrüstung. Europa und China tragen jeweils mit weiteren 30 Prozent zum globalen Ausrüstungsumsatz bei.
Auf Grund rückläufiger Kundenzuwächse und anhaltend hoher Investitionen könnten die amerikanischen Mobilfunkanbieter bald vor Finanzierungsproblemen stehen, wenn sie diese nicht sogar schon haben. Die Nummer Fünf am Markt, Nextel, hat bereits erste Kreditzahlungen an seinen Geldgeber Motorola verzögert. Motorola, als größter Lieferant und Anteilseigner Nextels, wäre also von beschnittenen Ausgaben für Mobilfunkausrüstung direkt betroffen. Nextel hat bereits verlauten lassen, dass die diesjährigen Investitionen unterhalb der 2,5 Mrd. Dollar des vergangenen Jahres zurückbleiben werden. Bei Motorola rechnet man bereits mit einem Umsatzrückgang in der Infrastruktursparte von 15 Prozent in diesem Jahr.
Falls die Mobilfunkanbieter nicht an ausreichend neues Geld zum Ausbau ihrer Netze gelangen, könnten den bereits angekündigten Einschnitten weitere Kürzungen in den Investitionsbudgets folgen. Sollten die Wachstumszahlen, insbesondere die Cash-Flows der Anbieter also nicht bald Anzeichen der Besserung aufweisen, könnte sich die Kapitalbeschaffung schwierig gestalten. „Wenn die Leute hier richtig verschreckt werden, wird das erheblich die Hürden erhöhen, um Kapital aufzubringen“, sagt auch Samuel May von U.S. Bancorp Piper Jaffray. Insgesamt, so schätzt man, sind Telekommunikationsunternehmen in den USA mit 900 Mrd. Dollar verschuldet. Unter diesen Voraussetzungen und unter dem Eindruck der jüngsten Konkurse in der Branche, werden die bisher großzügigen Kreditgeber deutlich vorsichtiger werden.
Analyst May rechnet auf Grund dieser Ausgangslage mit einem Rückgang der Investitionen von 5 Prozent in diesem Jahr. Im Trend liegt bereits der viertgrößte Anbieter des Landes, Sprint PCS, der nach einem enttäuschenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr angekündigt hat, seine Investitionen um weitere 100 Mio. Dollar auf 3,4 Mrd. Dollar zu beschneiden. Gegenüber dem vergangenen Jahr ist dies ein Rückgang von 9,3 Prozent.
Entsprechend der Sorge um eine schwache Geschäftsentwicklung ist auch die Entwicklung der Aktienkurse bei den betroffenen Unternehmen. An der Nasdaq gelistete Anteilsscheine der schwedischen Ericsson sind in diesem Jahr bereits um 23 Prozent gefallen, Motorola notiert an der Nyse mit einem Abschlag von 18 Prozent gegenüber dem Jahreswechsel. Nokia verbilligt sich um 12 Prozent und Siemens um 14 Prozent.
Das Szenario nimmt lehrbuchmäßige Züge an, langsam und schleichend...
Die Investmentbank Bear Stearns zeichnet bereits erste Negativszenarien. Telekommunikationsanalyst Wojtek Uzdelewicz prognostizierte zunächst etwa gleichbleibende Ausgaben der Mobilfunkanbieter gegenüber dem vergangenen Jahr. „Das Risiko steigt, dass wir nicht darum herum kommen, zu revidieren“, erklärt der Analyst jetzt. „Nun sieht es mehr nach einem 5-10-prozentigen Rückgang aus“, erklärt Uzdelewicz weiter.
Dies könnte Ausrüstungshersteller wie Nokia, Ericsson, Motorola und Siemens vor ernsthafte Schwierigkeiten stellen. Schließlich sorgt der US-Markt für rund 30 Prozent der weltweiten Umsätze für Mobilfunkausrüstung. Europa und China tragen jeweils mit weiteren 30 Prozent zum globalen Ausrüstungsumsatz bei.
Auf Grund rückläufiger Kundenzuwächse und anhaltend hoher Investitionen könnten die amerikanischen Mobilfunkanbieter bald vor Finanzierungsproblemen stehen, wenn sie diese nicht sogar schon haben. Die Nummer Fünf am Markt, Nextel, hat bereits erste Kreditzahlungen an seinen Geldgeber Motorola verzögert. Motorola, als größter Lieferant und Anteilseigner Nextels, wäre also von beschnittenen Ausgaben für Mobilfunkausrüstung direkt betroffen. Nextel hat bereits verlauten lassen, dass die diesjährigen Investitionen unterhalb der 2,5 Mrd. Dollar des vergangenen Jahres zurückbleiben werden. Bei Motorola rechnet man bereits mit einem Umsatzrückgang in der Infrastruktursparte von 15 Prozent in diesem Jahr.
Falls die Mobilfunkanbieter nicht an ausreichend neues Geld zum Ausbau ihrer Netze gelangen, könnten den bereits angekündigten Einschnitten weitere Kürzungen in den Investitionsbudgets folgen. Sollten die Wachstumszahlen, insbesondere die Cash-Flows der Anbieter also nicht bald Anzeichen der Besserung aufweisen, könnte sich die Kapitalbeschaffung schwierig gestalten. „Wenn die Leute hier richtig verschreckt werden, wird das erheblich die Hürden erhöhen, um Kapital aufzubringen“, sagt auch Samuel May von U.S. Bancorp Piper Jaffray. Insgesamt, so schätzt man, sind Telekommunikationsunternehmen in den USA mit 900 Mrd. Dollar verschuldet. Unter diesen Voraussetzungen und unter dem Eindruck der jüngsten Konkurse in der Branche, werden die bisher großzügigen Kreditgeber deutlich vorsichtiger werden.
Analyst May rechnet auf Grund dieser Ausgangslage mit einem Rückgang der Investitionen von 5 Prozent in diesem Jahr. Im Trend liegt bereits der viertgrößte Anbieter des Landes, Sprint PCS, der nach einem enttäuschenden Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr angekündigt hat, seine Investitionen um weitere 100 Mio. Dollar auf 3,4 Mrd. Dollar zu beschneiden. Gegenüber dem vergangenen Jahr ist dies ein Rückgang von 9,3 Prozent.
Entsprechend der Sorge um eine schwache Geschäftsentwicklung ist auch die Entwicklung der Aktienkurse bei den betroffenen Unternehmen. An der Nasdaq gelistete Anteilsscheine der schwedischen Ericsson sind in diesem Jahr bereits um 23 Prozent gefallen, Motorola notiert an der Nyse mit einem Abschlag von 18 Prozent gegenüber dem Jahreswechsel. Nokia verbilligt sich um 12 Prozent und Siemens um 14 Prozent.
Das Szenario nimmt lehrbuchmäßige Züge an, langsam und schleichend...