Mittelstandsuntergang auf Raten


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Boersiator:

Mittelstandsuntergang auf Raten

 
01.04.02 20:58
Tickende Zeitbombe

Die Banken drehen den Mittelständlern den Geldhahn zu. Jedem Vierten droht der Konkurs wenn sich nicht andere Finanzierungsquellen auftun.
Sie kamen zu viert, sie trugen dunkle Anzüge. Speziell geschulte Mitarbeiter aus der Zentrale einer deutschen Großbank. Interner Deckname des Quartetts: Taskforce. Ihr Auftrag: Rating des mittelständischen Sanitärherstellers Hansgrohe AG, Schiltach, Schwarzwald.

Sie bleiben mehr als vier Stunden, interessieren sich für das kleinste Detail. Nehmen nicht nur Businessplan und alle betriebswirtschaftlichen Kennzahlen unter die Lupe. Sondern informieren sich auch über die Stärke der Marke, ISO-Zertifikate, die Umsetzung unternehmensrelevanter Umweltgesetze, Abklopfen des Managements bis in die zweite Führungsebene. "Wir waren schon erstaunt, was die alles wissen wollten", sagt Siegfried Gänßlen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand der Hansgrohe AG, die mit 2400 Mitarbeitern 356 Millionen Euro umsetzt. "Unternehmensführung auf gut Schwäbisch reicht heute nicht mehr, der Wind wird rauer."

Eine Situation, in der nicht nur Gänßlen steckt. Denn das Finanzgebaren des Mittelstands ist in seinen Grundfesten erschüttert. Finanztechnisch lebt der Motor der deutschen Wirtschaft - 70 Prozent aller Arbeitsplätze sind hier angesiedelt, 75 Prozent aller Patente werden hier entwickelt - bislang im Mittelalter. 80 Prozent aller Mittelständler, so das Ergebnis einer Studie der Universität Marburg, finanzieren sich ausschließlich über Kredite der Hausbank, zu der das Unternehmen eine oft über Generationen dauernde Verbindung pflegte. "Diese Verbindung", so der Stuttgarter Wirtschaftsanwalt Brun-Hagen Hennerkes, "löst sich auf."

Besonders betroffen: kleine und mittlere Betriebe mit Umsätzen bis zu drei Millionen Euro - und damit weit über 90 Prozent der rund 3,3 Millionen Betriebe in Deutschland. Jeder Zweite arbeitet nach Angaben des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) völlig ohne Eigenkapital, jeder Dritte ohne Gewinn. "Diese Firmen fallen schon jetzt immer häufiger durchs Raster der Banken", sagt Karl-Werner Hansmann, Betriebswirtschaftsprofessor an der Universität Hamburg. Bei einer Umfrage seines Lehrstuhls unter 500 Mittelständlern in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kritisierte jeder vierte Firmenchef die restriktive Haltung der Hausbank. "Dieser Trend wird sich verstärken", sagt Hansmann. Allein im Handwerk sind nach Schätzungen des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstags "zehntausende Betriebe substanziell gefährdet", sollten sich die Konditionen für Bankkredite verschlechtern. Klar ist: Die Internationalisierung der Finanzmärkte, vor allem aber die vermutlich ab 2006 geltenden, neuen Eigenkapitalregeln zwingen Banken, aber auch ihre Firmenkunden schon heute dazu, nach alternativen Instrumenten wie Leasing, Factoring oder Anleihen Ausschau zu halten. Während das Gros der amerikanischen und europäischen Wettbewerber schon lange in großem Umfang auf diese Alternativen setzen, haben sich die Deutschen bis heute weit gehend über Kredite nationaler Banken finanziert.

Doch diese Ära geht zu Ende: Jetzt übernehmen private Investoren das Risiko, während Investmentbanken die Börsengänge vorbereiten. Eine Entwicklung, die auch vor den großen Mittelständlern nicht mehr Halt macht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Siemens Financial Services (SFS) in Zusammenarbeit mit TNS Emnid und der Universität Augsburg, die exklusiv für die WirtschaftsWoche 690 Führungskräfte mittelständischer Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern aus den wichtigsten Branchen zu ihren Finanzstrukturen befragt haben.

Die Erkenntnis: Immer mehr Mittelständler wollen das Verhältnis zu ihrer Hausbank auf den Prüfstand stellen, 71 Prozent die "Abhängigkeit von einem einzigen Finanzdienstleister vermeiden", 76 Prozent "die Finanzierungskosten senken", jeder zweite "alternative Instrumente zum Kredit" einsetzen. Doch obwohl für fast 80 Prozent der befragten Manager die Schaffung von Liquidität oberste Priorität in der Finanzierungsplanung hat, geht ein Großteil der Liquidität der globalen Finanzmärkte an deutschen Unternehmen bislang vorbei. "Viele Mittelständler haben zwar erkannt, dass es nicht mehr weitergehen wird wie bisher", sagt Herbert Lohneiß, Vorsitzender der Geschäftsführung der Siemens Financial Services. "Aber sie stehen ratlos vor den nötigen Veränderungen."

Dabei sind die Herausforderungen vielschichtig, denn der Finanzierungsbedarf für die Unternehmen steigt aus vielen Gründen: Die Globalisierung der Märkte erzwingt hohe Investitionen, in Zeiten schwacher Konjunktur muss der Absatz durch Finanzierungsangebote unterstützt werden, wissensbasierten Unternehmen fehlt häufig die materielle Ausstattung als Sicherheit für Bankkredite. "Wer sich seinen Handlungsspielraum erhalten will", so das Fazit der Studie, "muss bei der Finanzierung seines Wachstums nach neuen Wegen suchen."

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cap blaubär:

das Problem heißt schwachsinnige amigläubige

 
01.04.02 22:35
Bankvorstände,genau wie unsere Kurse Abbildungen der Amivorlagen sind,haben diese Hirnprothesenträger nichts eiliger zu tun als Amivorlagen aus dem Kreditbereich auch zu kopieren,nun hat der Ami aber anfürsich kaum Mittelstand was wohl seine Ursache in....hat,was das für Investitionen Inovationen Arbeitsplätze + "Aufschwung"bedeutet geht diesem Geschmeiß am Arsch vorbei+das Beste die Bekommen auch noch Geld für SOWAS,unsereiner würde seines Arbeitsplatzes verlustig gehen und ein Neurologe würde seine Stirn sorgenvoll in Falten legen.
blaubärgrüsse  
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prom:

cap blaubär, bleib bitte sachlich und laß Deine

 
01.04.02 22:55
Vorurteile in Köln.
Ihr habt es nötig.


Richtig ist folgendes:

Hintergrund: Rating nach Basel II

Von CHRIS LÖWER

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht („Die Zentralbank der Zentralbanken“) legt gerade international verbindliche Kriterien fest, nach denen Banken Geld an Unternehmen ausleihen sollen. Der so genannte Basel-II-Beschluss wird wahrscheinlich ab 2005 gelten. Dann wird ein Rating, also eine Rundum-Analyse des kreditnehmenden Unternehmens, nach festgelegten Regeln Pflicht.

Beim Rating wird die Bonität eines Unternehmens ähnlich wie bei Schulnoten abgestuft bewertet - von AAA (außergewöhnlich gute Zukunftsaussichten, keine Risiken) bis D (keine ausreichende Zukunftsfähigkeit). So wird das Risiko bei einer Kreditvergabe bewertet und Kapitalgebern oder Geschäftspartnern vermittelt.

Man unterscheidet zwischen internem Rating, das die Banken vornehmen, und externem, das durch eine (banken-) unabhängige Agentur erfolgt. Banken richten danach ihre Kreditkonditionen aus. Wer schlecht geratet ist, wird deutlich höhere Zinsen zahlen müssen. Notwendig wird ein externes Rating, wenn sich eine Firma direkt über den Kapitalmarkt finanzieren will. Nimmt man wieder eine Bank in Anspruch, werden Kreditinstitute trotz externen Ratings nicht auf ein hausinternes verzichten."



HANDELSBLATT, Montag, 04. Februar 2002

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prom:

Nähere Infos zu Basel II

 
01.04.02 23:17
www.freie-berufe.de/aktuell/basel.pdf
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flamingoe:

BFB? o.T.

 
01.04.02 23:21
Antworten
das Zentrum d.:

Basel II - Panik unangebracht !

 
02.04.02 08:18
Basel II – Ratings für den Mittelstand –
Panik unangebracht

Im deutschen Mittelstand macht sich zunehmend Verunsicherung breit. Ursache dafür sind Gefahren aus der Weltwirtschaft (Rezession), mangelnde staatliche Reformbereitschaft bei den politischen Rahmenbedingungen (Arbeitsmarkt, Steuern) sowie Sorgen um die zukünftige Finanzierung (Rating, Basel II).
Derzeit haben also Skeptiker und ewige Bedenkenträger Hochkonjunktur. „Das Glas ist halbleer“ lautet die Parole. Ist dem wirklich so? Stehen dem Mittelstand schwere Zeiten bevor? Gibt es demnächst kein Geld mehr von den Banken? Der Münchner Unternehmensberater Stefan Uhlig hat Mitte letzten Jahres 68 Sparkassen und 78 Volks- und Raiffeisenbanken zu „Basel II“ und den Konsequenzen für den Mittelestand befragt. Fazit: Die Panik im Mittelstand zur kurzfristigen Kreditvergabe ist unangebracht! Aber: Der Informationsbedarf der Banken steigt drastisch! Der Mittelstand wird sich darauf einstellen müssen!

Wie sich die Weltwirtschaft weiterentwickeln wird, kann niemand prognostizieren. Aus rein sachlichen Gründen gibt es keinen plausiblen Grund, den wirtschaftlichen Niedergang an die Wand zu malen. Wer sich langfristige Konjunkturzyklen anguckt, weiß um Tiefs und Hochs – wie beim Wetter.
Die Rahmenbedingungen werden sich demnächst hingegen deutlich erhellen. Es wird zur Verbesserung der ungenügenden Eigenkapital-Basis der Unternehmen massive Steuererleichterungen für mittelständische Betriebe geben – und das (endlich) unabhängig von der jeweiligen Rechtsform (Einzelunternehmen oder Kapitalgesellschaft).

Der Grund für diesen Optimismus: Es hat sich bis zur PDS herumgesprochen, dass der Mittelstand unser eigentlicher Konjunktur-Motor ist. Mit vernünftigen politischen Maßnahmen lässt sich zwar vieles bewegen, aber ohne die drei Millionen mittelständischer Betriebe läuft gar nichts in Deutschland! Das hat man jetzt auch in Berlin verstanden.
Von daher gilt also: Das Glas eher halbvoll. Die Vorzeichen sind viel besser, als ihr verzerrter Klang es andeutet. Es gibt begründeten Anlass für Optimismus.


Viel Lärm um nichts Neues

„Was ist mit Basel II?“ wird jetzt oft gefragt. Hier gilt: viel Lärm um wenig Neues. Der Bundeskanzler hat sich vorschnell eines angeblich heißen Themas angenommen, um von seiner unglücklichen Arbeitsmarktpolitik abzulenken. Und so manche Berater spielen das Thema hoch, weil sie im Rating ein neues Geschäftsfeld wittern.
Doch holen wir ein wenig weiter aus. Die Kreditinstitute spielen infolge ihres täglichen Umgangs mit Kredit-, Markt-, Liquiditäts- und anderen Risiken eine besondere Rolle in unserer globalen Wirtschaft. Alle 24 Stunden werden auf den internationalen Finanzmärkten mehr als eine Billion US$ hin- und her jongliert. Das birgt natürlich die Gefahr von Instabilität im Finanzsektor. Jetzt tritt Basel ins Blickfeld. Denn hier treffen sich seit 1975 ranghohe Vertreter der internationalen Finanzwelt, um Spielregeln für das Weltwirtschafts-Monopoly festzulegen und Kriterien für eine wirksame Bankenaufsicht zu definieren. Das neueste „Update“ – deshalb die Bezeichnung „Basel II“ – der Finanz-Weisen vom „Baseler Ausschuss“ schraubt nun angesichts der gestiegenen globalen Risiken die Versicherungs- und Kontroll- Anforderungen an alle Banken weltweit höher.
Doch im Gegensatz zu manchen Falschmeldungen ist es gerade das erklärte Ziel von Basel II, die Eigenkapital-Anforderungen insgesamt nicht ansteigen zu lassen, so dass dramatische Rückzüge aus dem Kreditgeschäft wenig plausibel erscheinen, wie selbst Fachleute einräumen. Die Eigenkapital-Anforderungen orientieren sich jetzt nur deutlich stärker an der Bonität des Schuldners/Unternehmers. Und diese wiederum wird bewerte – „geratet“. Mit Noten wie in der Schule!

Die Deutsche Bundesbank bringt das anspruchsvolle Ziel von Basel II in ihrem Monatsbericht April 2001 auf den Punkt:
„Der Baseler Ausschuss will daher darauf hinwirken, dass die bankeigenen Risiko-Steuerungssysteme weiter verbessert und diese durch die zuständigen Aufsichts-Instanzen überprüft werden!“

Im Klartext bedeutet dies: Die Banken sind angehalten, spätestens ab 2005 ihre Kreditrisiken neu zu bewerten, abzusichern und von oben kontrollieren zu lassen. Je höher das (Ausfall- !) Risiko einer Bankforderung, desto höher ist diese Forderung mit Eigenkapital der Bank zu hinterlegen. Doch das ist chronisch knapp und schon deshalb besonders wertvoll. Aber die Banken dürfen, ja sollen sogar, ihre eigenen Systeme – das „interne Rating“ – auch zukünftig anwenden, wenn auch in verbesserter und kontrollierter Form.
So wird ein Schuh daraus für die zukünftige Finanzierung der Wirtschaft: Je riskanter der Kreditkunde benotet – „geratet“ – wird, desto höher werden die Kosten dieses Kredits. Für die „Einser“ –Unternehmen dagegen sollen die Kredite dann günstiger werden. Hoffentlich!


Das alte System wird das neue

Basel II und das neue alte Rating-Verfahren sind daher keineswegs Folterinstrumente zur Knebelung mittelständischer Betriebe. Gestandene Finanzfachleute können bei der Aussage, dass erst ab 2005 eine systematische Risikobewertung ihrer Firmenkredite vorgenommen werden soll, ohnehin nur lächeln. Die meisten Banken verfügen schon längst über exzellente interne Risikoüberwachungs- und Rating-Systeme. Basel ii setzt ja ganz bewusst auf die Erfahrungen solcher Banken mit ihren eigenen Systemen. Und für die kleineren Unternehmen (bis ca. € 5 Millionen Umsatz) ergeben sich sogar deutliche Vorteile:

„Da wird sich nicht viel ändern. Wenn die Zahlen eines Unternehmens nicht stimmen, müssen wir schon heute darüber reden.“
Chr. Pleister, BVR-Präsident, über die Folgen von Basel II

Die aufgeregte Diskussion um Basel II lässt einen ganz entscheidenden Punkt in den Hintergrund treten, dessen Auswirkungen für unsere Betriebe schon heute viel gravierender sind. Denn in Sachen Finanzierung und Kreditvergabe durch die Banken ist längst eine Kehrtwende um 180° eingetreten. Galten früher noch gute Sicherheiten als Freibrief für neue Kredite, so haben sich die Spielregeln hier nachhaltig verändert:
Alle Kapitalgeber orientieren sich bei der Risiko-Beurteilung in Zukunft ausschließlich an der Ertragskraft des Schuldners. Denn nur diese beantwortet die entscheidende Frage: Kann er/sie uns das Geld auch wirklich zurückzahlen? Wirft das Geschäft dafür ausreichend Cashflow ab?


Transparenz ist gefragt

Offene und transparente Kommunikation mit den Kapitalgebern ist daher zwingende Erfordernis für jeden Mittelständler, der auch zukünftig auf fremdes Geld für seinen Betrieb angewiesen ist. Die vielzitierten Geschichten (Kreditzusage des Kreditberaters beim Golfen) gehören in die Zauberwelt des kleinen Harry Potter. Denn insbesondere das Firmen-Kreditgeschäft ist für alle damit befassten Institute längst zum knallharten Business geworden, das für persönliche Sympathien keinen Platz mehr lässt.


Schlechte Aussichten
Für ertragsschwache Unternehmen

Für Unternehmer, die die neuen Spielregeln beim Umgang mit den Banken immer noch nicht wahrhaben wollen (einer aktuellen PWC-Studie zufolge ist dies immerhin noch ein Drittel aller deutschen Mittelständler!), werden sich die Aussichten auf neue Kredite eher verdüstern. Denn die hier zugrunde liegende Befragung brachte noch eine weitere Strategie ans Licht:
Nachhaltig ertragsschwache Unternehmen werden es zukünftig schwerer haben, neue Kredite zu erhalten bzw. alte Kontokorrent-Linien verlängert zu bekommen, selbst wenn ausreichend werthaltige Sicherheiten vorhanden sind!
Dieser Aussage stimmten drei von vier Bank-Vorständen „voll“ zu. Es darf vermutet werden, dass sich Nummer vier über kurz oder lang den Kollegen anschließen wird. Denn auch hier unterscheiden sich Realität und Postulat der Banken: Mit den mittelständischen Firmenkunden verdienen die Banken gar nicht so schlecht, wie allerorts beklagt. Im Herbst letzten Jahres war das Geschäftsfeld „Mittelstand“ für die neue Allianz-Tochter Dresdner Bank sogar das profitabelste.

Was gilt also für die Zukunft? Banker und Mittelständler werden sich deutlich entgegen kommen müssen. Das bedeutet allerdings auch für die Kreditwirtschaft mehr Offenheit. „Wer von seinen Kunden eine weitaus größere Transparenz verlangt, der wird diese Forderung auch für sich selbst geltend machen müssen. ,Glasnost´ sollte von der Offenlegung von Rating-Kriterien und –Verfahren bis zur transparenten Kommunikation über die eigene Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage reichen.“ Dies erklärt der Bankenexperte Stephan Paul in seiner neuen Studie – „Auf dem Weg zu Basel II – Konzepte, Modelle, Meinungen“, Frankfurt/Main, 2001. Die Forderung nach „Glasnost“ kommt Ihnen irgendwie bekommt vor? Richtig! Damit wurde Michael Gorbatschow im Zusammenhang mit seiner Politik der Perestroika weltberühmt. Von ihm stammt auch die immer noch gültige Erkenntnis: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“

Stefan Uhlig,
SU-Consulting
Quelle: Wirtschaftsforum 01/2002

Basel II und Rating: Kein Grund zur Panik

Die deutsche mittelständische Wirtschaft profitiert von einigen der Basler Regelungen:
         ·§Viele kleinere Mittelständler können der Privatkundenkategorie zugeordnet werden. Die führt zu erheblichen Eigenkapitalerleichterungen für die Bank, weil der Basler Ausschuss die höhere Risikostreuung bei Privatkundenkrediten durch niedrigere Risikogewichte anerkennt.
         ·§Die neuen Basler Vorschläge erweitern in den einfacheren Ansätzen den Katalog von Sicherheiten, die eine Bank eigenkapitalwirksam berücksichtigen darf. Dazu gehören Aktien, Investmentanteile, Lebensversicherungen und gut geratete Unternehmens-Schuldverschreibungen. Im Übrigen ist dabei anzumerken, dass Banken im fortgeschrittenen Ansatz des internen Rating-Verfahrens alle Arten von Sicherheiten berücksichtigen können.
         ·§Die Erleichterungen für den deutschen gewerblichen Realkredit kommen in erster Linie dem Mittelstand zugute.
         ·§Der Baseler-Akkord sieht das interne Rating als gleichberechtigten Ansatz neben dem externen Rating vor. Das hat zwei positive Aspekte: Eine Benachteiligung der deutschen Wirtschaft durch die bestehende Ratinglücke wird vermieden und die Kreditinstitute können ihre Kenntnisse über den jeweiligen Kreditnehmer bei der Berechnung ihrer Eigenkapitalanforderungen in die Waagschale werfen.


Quelle: Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen

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das Zentrum der Macht
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cap blaubär:

schätze das wird schon umgesetzt

 
02.04.02 08:46
klingt doch toll Kreditausfallrisiko senken+die Patte Opa Kirch in den A.schieben.Ne Leute das Boot geht auf die Sandbank,Plattner kann sein R3bald in Zäpfchenform anbieten etc.Und nur ne Ankündigung soner Schweinerei reicht doch schon aus Aussichten der Wirtschaft in den Keller zu drücken,lanfristige Investitionen Arbeitsplätze Werbung alles Punkte wo gespart werden kann das wird prächtig ich glaub ne Beschützende Werkstatt statt solcher genialen Instanzen das wärs(wobei hier mal nicht der Probant geschützt würde sondern Wir)
blaubärgrüsse  
Antworten
cap blaubär:

führt dann zum beliebten virtuellen Kreditrahmen

 
02.04.02 09:00
auf den man dann prima bauen kann(Bauen welch böses Wort)
blaubärgrüsse
Antworten
Boersiator:

@Cap

 
02.04.02 11:20
Unwort des jahres 2002: Virtueller Kreditrahmen!

Heavy aber passend!

B.

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