MIS AG bleibt im zweiten Quartal 2003 auf Erfolgskurs
Umsatz und Ergebnis im Plan
Nachhaltiger Turnaround: vier profitable Quartale in Folge
Leichte Besserung der Auftragslage
Prognose für das Gesamtjahr weiter stabil
Darmstadt, 11.08.2003 – Die MIS AG (MIX,
661240) konnte im zweiten Quartal an den Erfolg des ersten Quartals 2003 anknüpfen. Der nach IFRS konsolidierte Konzernumsatz stieg um 10 Prozent auf 12,86 Mio. Euro (Q2/02: 11,67 Mio. Euro). Positiv entwickelte sich auch die Ergebnissituation. Bei steigenden Umsätzen und verringerten Herstellkosten (-8 Prozent) verbesserte sich das Quartalsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 4,07 Mio. Euro und beträgt 0,62 Mio. Euro (Q2/02: -3,45 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern aus betrieblicher Tätigkeit erreichte im zweiten Quartal 0,20 Mio. Euro bzw. 0,06 Euro je Aktie (Q2/02: -3,33 Mio. Euro bzw. -0,98 Euro je Aktie). Das Unternehmen, das im Frühjahr 2002 durch drastische Restrukturierungsmaßnahmen den Turnaround eingeleitet hatte, ist seit zwölf Monaten profitabel.
Solides erstes Halbjahr
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2003 wuchs der Umsatz um 13 Prozent von 22,39 Mio. Euro (1.HJ/02) auf 25,39 Mio. Euro (1.HJ/03). Ausbau und gestiegene Effizienz der Vertriebsarbeit ermöglichten es dem Anbieter von Software und Beratung zur Unternehmenssteuerung, den Umsatz in einem anhaltend schwierigen Markt auszubauen. Aufgrund der schwachen Konjunktur wurden größere Projekte kundenseitig häufig in kleinere Projektschritte zerlegt, deren Erfolg und Risiko besser kalkulierbar scheinen. Die MIS AG konnte diese Markterfordernisse aufgrund ihres modularen Leistungsangebots mit Erfolg bedienen. Die MIS Software lässt sich zunächst auf Teamebene einführen und später problemlos auf Abteilungs-, Geschäftsbereichs- oder Konzernebene ausdehnen. Die Produktumsätze kletterten infolgedessen um mehr als ein Fünftel auf 10,19 Mio. Euro (1.HJ/02: 8,42 Mio. Euro).
Hauptumsatzträger ist nach wie vor die Softwareplattform MIS DecisionWare für Anwendungen aus Planung, Reporting, Analyse und Konsolidierung. Gute Resonanz erzielte die MIS AG auch mit ihrem neuen Produkt MIS Planner für Basel II, einem einfachen Controllingwerkzeug für den Mittelstand zur Bewältigung der Basel II Anforderungen. MIS Planner wurde im Juni 2003 in einer gemeinsamen Initiative mit Mircrosoft, die auf rund 40.000 mittelständische Unternehmen zielt, in den Markt eingeführt.
Nicht zuletzt dank seines hohen Bekanntheitsgrades in Deutschland erzielte das Unternehmen im Inland doppelt so hohe Umsatzzuwächse wie im Ausland. Der Inlandsumsatz verbuchte ein Plus von 16 Prozent auf 17,73 Mio. Euro (1.HJ/02: 15,32 Mio. Euro), womit 70 Prozent des Umsatzes auf den deutschen Markt entfallen. Immerhin konnte das Ausland, darunter vor allem Großbritannien, Italien, Österreich und die Schweiz, in Summe einen Zuwachs von 8 Prozent auf 7,66 Mio. Euro ( 1.HJ/02: 7,07 Mi. Euro) erwirtschaften.
Positives Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres um 7,97 Mio. Euro auf 0,99 Mio. Euro (1.HJ/02: -6,98 Mio. Euro). Der Gewinn nach Steuern aus betrieblicher Tätigkeit erreichte 0,26 Mio. Euro oder 0,08 Euro je Aktie (1.HJ/02: -6,89 Mio. Euro bzw. -2,04 Euro je Aktie).
Besserung der Auftragslage
Im zweiten Quartal 2003 besserte sich die Auftragslage im Vergleich zum Vorjahresquartal. Abschlüsse bedurften jedoch wie im ersten Quartal 2003 großer Anstrengungen und verlangten im Durchschnitt sechs bis acht Monate Zeit. Neue Aufträge erhielt die MIS AG in Deutschland unter anderem von BMW, Porsche (Automobil), Rosner (Bekleidung), Köln Messe (Messe), Kärcher (Maschinen-/Anlagenbau), Mainova Telekommunikation (Tele-kommunikation) sowie Emsa und Heraeus Quarzglas (Fertigung). Im Ausland akquirierte die MIS AG in Österreich Projekte bei Neuhofer Holz (Holzindustrie), Octapharma (Pharma) und Sonnenkraft (Energie). In Großbritannien zählen unter anderem News International (Verlage), Deutsche Bank (Banken) und O2 (Telekommunikation) und in Italien Avis und FL Selenia (Automobil) zu den Neukunden der MIS AG.
Liquidität weiter gestiegen
Der Bestand liquider Mittel stieg infolge des positiven operativen Cash-Flows auf 6,01 Mio. Euro (30.06.2003), 0,29 Mio. Euro mehr als zum Ende der Vorperiode (31.03.2003: 5,72 Mio. Euro) und 0,19 Mio. Euro mehr als zum Ende der Vorjahresperiode (30.06.2002: 5,82 Mio. Euro). Die Investitionen konnten aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Die Eigen-kapitalquote stieg gegenüber dem Ende des ersten Quartals 2003 von 44,6 Prozent auf jetzt 46,3 Prozent. Zum 30.06.2002 lag die Eigenkapitalquote bei 47,8 Prozent.
Weniger Mitarbeiter als im Vorjahr
Zum Stichtag 30.06.2003 beschäftigte die MIS AG konzernweit 462 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund der im letzten Jahr vorgenommenen Anpassungsmaßnahmen lag die Zahl der Beschäftigten um 13 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum (30.06.2002: 533 Mitarbeiter). Davon waren 328 Personen oder 71 Prozent in Deutschland beschäftigt.
MIS Aktie verbucht Plus von 59 Prozent
Der Kurs der MIS Aktie stieg im Quartalsverlauf von 2,07 Euro am 01.04.2003 auf 3,30 Euro am 30.06.2003. Dies entspricht einem Kurszuwachs von 59 Prozent. Zum Vergleich: Der Industy Group Software Index (Prime Standard) büßte im gleichen Zeitraum 38 Prozent seines Wertes ein. Er sank von 8532,85 Punkten am 01.04.2003 auf 5331,29 Punkte am 30.06.2003.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2003
Die MIS AG hat das erste Halbjahr 2003 gut abgeschlossen. Auf Basis der wieder gewonnenen Stärke hält der Vorstand an seiner Prognose fest, trotz des weiter angespannten Marktes für das Gesamtjahr ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr, ein positives Ergebnis je Aktie sowie einen positiven Cash-Flow erreichen zu können.
Download: 6-Monatsbericht 2003 (PDF-Format, 170 KB)
Download: Präsentation zum Quartalsabschluss 2/2003 (PDF-Format, 372 KB)
Weitere Informationen erhalten Sie von:
MIS AG
Anke Linnartz
Leiterin Unternehmenskommunikation
Tel.: +49(0)6151/866-7461, Fax: 866-7080
E-Mail: alinnartz@misag.com