Milzbrand-Erreger in den USA möglicherweise 50 Jahre alt
Die Anthrax-Bakterien, die in der vergangenen Woche einen Mann im US-Staat Florida das Leben gekostet haben, wurden möglicherweise in einem Labor in Iowa hergestellt. In Berlin löste ein verdächtiger Briefumschlag den Verdacht auf eine Milzbrand-Bedrohung aus.
Die Bakterien, die in Florida aufgetreten sind, wurden möglicherweise vor 50 Jahren erzeugt. Das berichtete am Mittwoch der TV-Sender CNN unter Berufung auf Ermittlungskreise. Klarheit könne es aber erst nach Abschluss laufender Tests geben.
Den Angaben zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die Bakterien in den fünfziger Jahren zu Forschungszwecken gezüchtet wurden. Wie sie dann in eine Medienredaktion in Florida gelangten, sei ein Rätsel.
Der am vergangenen Freitag gestorbene Amerikaner arbeitete als Fotograf in dieser Redaktion. Bakterien wurde auch in den Nasenhöhlen eines weiteren Mitarbeiters sowie auf einem Computer-Keyboard entdeckt. Da die den gefährlichen Milzbrand auslösenden Bakterien als mögliche Biowaffen gelten, haben die Fälle die Sorge geschürt, dass Terroristen am Werk waren.
"Menschliches Eingreifen"
Nach Angaben eines US-Senators sind die Milzbrand-Fälle vermutlich auf "menschliches Eingreifen" zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anthrax-Erreger auf einem anderen Weg verbreitet wurden, sei "gleich Null", sagte Senator Bob Graham am Dienstagabend unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden des Landes. Nach Einschätzung der britischen Regierung verfügt der mutmaßliche Topterrorist Osama bin Laden nicht über die Mittel, ein Land mit Biowaffen anzugreifen.
Graham betonte, es gebe bislang keine Hinweise auf eine Verbindung der beiden Milzbrandfälle in Florida mit den Terroranschlägen vom 11. September.
Briefumschlag in Berlin
Nach den Milzbrand-Fällen in den USA sind auch die deutschen Behörden wachsam geworden. Ein mit Zellstoff gefüllter Briefumschlag hat am Mittwoch in Berlin zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Feuerwehr-Chemiker Harald Herweg sagte, in der Tiefgarage eines großen Möbelhauses im Stadtteil Wedding habe ein Mitarbeiter am Vormittag den Umschlag mit der Aufschrift gefunden: "Wenn Sie diesen Briefumschlag öffnen, wird sich Ihr Leben ändern." Der Mann habe den Umschlag geöffnet und Feuerwehr und Polizei alarmiert, da auf dem Zellstoff unter Umständen gefährliche Substanzen hätten sein können. Der Zellstoff werde noch untersucht. "Definitiv können wir eine radioaktive Kontamination zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließen", sagte Herweg.
Informationsstelle geplant
Unterdessen will die Bundesregierung eine Informationsstelle zu biologischen Kampfstoffen einrichten. Sie soll beim Berliner Robert-Koch-Institut angesiedelt sein, alle Informationen zu dem Thema sammeln und eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, teilte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye mit. Federführend bei dem Projekt werde das Gesundheitsministerium sein, beteiligt seien aber auch das Verteidigungs- und das Innenministerium. Die Stelle solle zu einer "Versachlichung des Themas" beitragen, sagte Heye.
Die Anthrax-Bakterien, die in der vergangenen Woche einen Mann im US-Staat Florida das Leben gekostet haben, wurden möglicherweise in einem Labor in Iowa hergestellt. In Berlin löste ein verdächtiger Briefumschlag den Verdacht auf eine Milzbrand-Bedrohung aus.
Die Bakterien, die in Florida aufgetreten sind, wurden möglicherweise vor 50 Jahren erzeugt. Das berichtete am Mittwoch der TV-Sender CNN unter Berufung auf Ermittlungskreise. Klarheit könne es aber erst nach Abschluss laufender Tests geben.
Den Angaben zufolge gibt es Hinweise darauf, dass die Bakterien in den fünfziger Jahren zu Forschungszwecken gezüchtet wurden. Wie sie dann in eine Medienredaktion in Florida gelangten, sei ein Rätsel.
Der am vergangenen Freitag gestorbene Amerikaner arbeitete als Fotograf in dieser Redaktion. Bakterien wurde auch in den Nasenhöhlen eines weiteren Mitarbeiters sowie auf einem Computer-Keyboard entdeckt. Da die den gefährlichen Milzbrand auslösenden Bakterien als mögliche Biowaffen gelten, haben die Fälle die Sorge geschürt, dass Terroristen am Werk waren.
"Menschliches Eingreifen"
Nach Angaben eines US-Senators sind die Milzbrand-Fälle vermutlich auf "menschliches Eingreifen" zurückzuführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Anthrax-Erreger auf einem anderen Weg verbreitet wurden, sei "gleich Null", sagte Senator Bob Graham am Dienstagabend unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden des Landes. Nach Einschätzung der britischen Regierung verfügt der mutmaßliche Topterrorist Osama bin Laden nicht über die Mittel, ein Land mit Biowaffen anzugreifen.
Graham betonte, es gebe bislang keine Hinweise auf eine Verbindung der beiden Milzbrandfälle in Florida mit den Terroranschlägen vom 11. September.
Briefumschlag in Berlin
Nach den Milzbrand-Fällen in den USA sind auch die deutschen Behörden wachsam geworden. Ein mit Zellstoff gefüllter Briefumschlag hat am Mittwoch in Berlin zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Feuerwehr-Chemiker Harald Herweg sagte, in der Tiefgarage eines großen Möbelhauses im Stadtteil Wedding habe ein Mitarbeiter am Vormittag den Umschlag mit der Aufschrift gefunden: "Wenn Sie diesen Briefumschlag öffnen, wird sich Ihr Leben ändern." Der Mann habe den Umschlag geöffnet und Feuerwehr und Polizei alarmiert, da auf dem Zellstoff unter Umständen gefährliche Substanzen hätten sein können. Der Zellstoff werde noch untersucht. "Definitiv können wir eine radioaktive Kontamination zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausschließen", sagte Herweg.
Informationsstelle geplant
Unterdessen will die Bundesregierung eine Informationsstelle zu biologischen Kampfstoffen einrichten. Sie soll beim Berliner Robert-Koch-Institut angesiedelt sein, alle Informationen zu dem Thema sammeln und eng mit den Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, teilte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye mit. Federführend bei dem Projekt werde das Gesundheitsministerium sein, beteiligt seien aber auch das Verteidigungs- und das Innenministerium. Die Stelle solle zu einer "Versachlichung des Themas" beitragen, sagte Heye.