Milliardenaufträge für die deutsche Industrie in China
Schröder wirbt um indische Spezialisten - Chemiekonzerne investieren in Shanghai
Bangalore/Peking - Bundeskanzler Gerhard Schröder hofft auf neues Wachstum in der Informationstechnologie-Branche (IT). Vor jungen Software-Spezialisten in der indischen High-Tech-Metropole Bangalore sagte der Kanzler am dritten Tag seiner Asienreise, im IT-Sektor sei jetzt die Spreu vom Weizen getrennt, die Industrie könne sich wieder entwickeln.
Schröder warb darum, dass indische Studenten und Spezialisten in Deutschland studieren sollten. Deutschland sei mit seiner Green-Card-Initiative in den "Wettbewerb um die besten Leute" eingetreten, weil man das Feld nicht allein den USA und Großbritannien überlassen wolle. Die Initiative zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte vor allem aus der IT-Branche hat bis jetzt rund 10.000 Menschen nach Deutschland gebracht, davon 20 Prozent aus Indien. Schröder nahm in Bangalore an der Einweihung des Software-Campus des indischen IT-Konzerns Wipro Technologies teil. In einem Entwicklungszentrum von Siemens diskutierte er mit jungen Technikern und ließ sich in Indien entwickelte Software-Produkte zeigen.
Von Bangelore aus will Schröder am Mittwoch nach Peking und von dort nach Dalian und Shanghai reisen. Deutsche Großunternehmen wie Bayer, BASF, Thyssen-Krupp und Dornier wollen den China-Besuch des Kanzlers nutzen, um bereits verhandelte Wirtschaftsverträge, Rahmenabkommen und Absichtsvereinbarungen auf den Weg zu bringen. China, das als Absatzmarkt für die deutsche Industrie immer interessanter wird, kann langfristig mit deutschen Investitionen in Höhe von mehr als zehn Mrd. DM rechnen.
Kurz nach Schröders Eintreffen in China werden am Mittwoch in Anwesenheit von Premier Zhu Rongji zwei Vereinbarungen für den Chemiesektor von Bayer und BASF unterzeichnet. Der Pharmakonzern Bayer vereinbart mit dem Shanghaier Chemie- und Industriepark den Aufbau eines Chemiestandorts in Caojing bei Shanghai. Der Konzern will dort bis zum Jahr 2008 zwei Anlagen zur Chemie- und Polymerproduktion mit einem Investitionswert von 3,1 Mrd. US-Dollar aufbauen. Bayer hat dazu bereits Verträge über 450 Mio. bzw. 110 Mio. Dollar unterzeichnet. Die Werke sollen ab 2003 in Betrieb gehen.
Auch die BASF, die im Herbst den Grundstein für einen 2,9 Mrd. Dollar schweren Chemiestandort in der Stadt Nanjing gelegt hatte, will in Caojing eine Chemieproduktion mit einem Investitionsvolumen von einer Mrd. Dollar errichten und dafür eine Teilvereinbarung unterzeichnen. Weiterhin will die Fairchild Dornier GmbH mit der China Aviation Industry Cooperation eine Machbarkeitsstudie über Entwicklung und Produktion eines Regionaljets erstellen.
Schröder wirbt um indische Spezialisten - Chemiekonzerne investieren in Shanghai
Bangalore/Peking - Bundeskanzler Gerhard Schröder hofft auf neues Wachstum in der Informationstechnologie-Branche (IT). Vor jungen Software-Spezialisten in der indischen High-Tech-Metropole Bangalore sagte der Kanzler am dritten Tag seiner Asienreise, im IT-Sektor sei jetzt die Spreu vom Weizen getrennt, die Industrie könne sich wieder entwickeln.
Schröder warb darum, dass indische Studenten und Spezialisten in Deutschland studieren sollten. Deutschland sei mit seiner Green-Card-Initiative in den "Wettbewerb um die besten Leute" eingetreten, weil man das Feld nicht allein den USA und Großbritannien überlassen wolle. Die Initiative zur Anwerbung ausländischer Fachkräfte vor allem aus der IT-Branche hat bis jetzt rund 10.000 Menschen nach Deutschland gebracht, davon 20 Prozent aus Indien. Schröder nahm in Bangalore an der Einweihung des Software-Campus des indischen IT-Konzerns Wipro Technologies teil. In einem Entwicklungszentrum von Siemens diskutierte er mit jungen Technikern und ließ sich in Indien entwickelte Software-Produkte zeigen.
Von Bangelore aus will Schröder am Mittwoch nach Peking und von dort nach Dalian und Shanghai reisen. Deutsche Großunternehmen wie Bayer, BASF, Thyssen-Krupp und Dornier wollen den China-Besuch des Kanzlers nutzen, um bereits verhandelte Wirtschaftsverträge, Rahmenabkommen und Absichtsvereinbarungen auf den Weg zu bringen. China, das als Absatzmarkt für die deutsche Industrie immer interessanter wird, kann langfristig mit deutschen Investitionen in Höhe von mehr als zehn Mrd. DM rechnen.
Kurz nach Schröders Eintreffen in China werden am Mittwoch in Anwesenheit von Premier Zhu Rongji zwei Vereinbarungen für den Chemiesektor von Bayer und BASF unterzeichnet. Der Pharmakonzern Bayer vereinbart mit dem Shanghaier Chemie- und Industriepark den Aufbau eines Chemiestandorts in Caojing bei Shanghai. Der Konzern will dort bis zum Jahr 2008 zwei Anlagen zur Chemie- und Polymerproduktion mit einem Investitionswert von 3,1 Mrd. US-Dollar aufbauen. Bayer hat dazu bereits Verträge über 450 Mio. bzw. 110 Mio. Dollar unterzeichnet. Die Werke sollen ab 2003 in Betrieb gehen.
Auch die BASF, die im Herbst den Grundstein für einen 2,9 Mrd. Dollar schweren Chemiestandort in der Stadt Nanjing gelegt hatte, will in Caojing eine Chemieproduktion mit einem Investitionsvolumen von einer Mrd. Dollar errichten und dafür eine Teilvereinbarung unterzeichnen. Weiterhin will die Fairchild Dornier GmbH mit der China Aviation Industry Cooperation eine Machbarkeitsstudie über Entwicklung und Produktion eines Regionaljets erstellen.