- Die 5500 Mitarbeiter gibt's ja auch, wäre eine betrügerische Firma nicht eher aufgestellt wie Adyen mit 500 Mitarbeitern? Würde doch zum simulieren eines Geschäftsbetriebes reichen. Adyen braucht ja auch nicht mehr für einen realen Geschäftsbetrieb. 5000 MA kosten im Schnitt locker 60.000-70.000 € Brutto sind ja keine Bandmitarbeiter. Also Personalkosten könnte man locker um 300 Mio im Jahr runterschrauben, das könnte der CEO sich stattdessen als Boni einverleiben.
WDI hat in seiner Peer Group eh die meisten Mitarbeiter je Umsatz. Alles nur Statisten zum simulieren eines Geschäftbetriebs? Das ginge deutlich billiger.
- Würde ein CEO einer Betrügerfirma 7% der Aktien halten? Hätte er nicht mal Teilverkäufe realisiert bei 199, hätte ihm wahrscheinlich keiner verübelt wenn er da mal ein Prozentchen verkauft hätte, er lebt doch auch in der Angst aufzufliegen mit der Konsequenz Totalverlust.
-Würde ein solcher CEO nicht versuchen die Firma auszusaugen mittels Boni und Gehalt? Er bekommt gerade mal läppische 3,5 Mio in 2018 (siehe Geschäftsbericht).
Würde er nicht eher den Gaul so lange mit Vollgas reiten bis er zusammenbricht? Also eher ein Gehalt wie Woodman bei GoPro damals (das lag bei 285 Mio. $ ). War zwar keine Betrugsbude aber der CEO wollte sich so lange das Unternehmen strahlte erstmal die Taschen voll machen.
- Würde eine solche Betrügerbude ohne Not ein Aktienrückkaufprogramm starten und 200 Mio. € versenken. Wohlwissend, dass die Aktien nach dem KPMG Bericht um einiges billiger sind? Als Kurstreiber ist es untauglich, das wissen wir alle.
- Würde ein solches Unternehmen von einem halben Dutzend Institutionellen Anlegern gehalten werden? Die meisten könnten mit Gewinn noch raus, tun es aber nicht. DWS hat mal eben 10% der Aktien gekauft und der gemittelte EK liegt sicher weit über den 110€
- Würde ein solches Unternehmen mal eben 900 Mio. € einer Kreditlinie vorzeitig zurückzahlen?
finanz-szene.de/banking/richtigstellung-zu-wirecard/- Und würde ein solches Unternehmen ohne Not eine externe Prüfung beauftragen um den Sachverhalt aufzuklären?
- Würde der CEO vor die Kameras treten und versichern dass die Vorwürfe längst geprüft wurden und nichts dran ist? Das erhöht sein Strafmaß enorm.
Alle McCrumschen Artikel sind ausschließlich im Konjunktiv geschrieben weil er keine Ahnung hat worüber er schreibt, er mutmaßt einfach, nach dem Credo einfach lange genug mit Dreck schmeißen irgendwas wird schon hängen bleiben.
Ich denke eine Betrugsbude würde an der ein oder anderen Stelle anders agieren, also z.B.:
- keine vorzeitige Kreditrückzahlungen
- kein Aktienrückkaufprogramm, sondern stattdessen immer wieder neue Kapitalerhöhungen um das Wunder am laufen zu halten.
- Hohe Gehälter an die Eingeweihten, also zuallererst an den CEO.
Es gibt noch mehr Argumente, hab aber heute keine Lust mehr drauf einzugehen, werde meine Überlegungen verfeinern und demnächst noch mal reposten.
Lasst euch nicht verunsichern, es wäre Schade wenn die Kleinanleger bei der anstehenden Rally leer ausgingen...
Wenn stattdessen es nur bei Al Alam zu überhöhten Umsätzen gekommen wäre durch Betrügereien der Angestellten vor Ort und sagen wir der Gewinn in Wirklichkeit nur ein Viertel betragen würde, was wäre das Unternehmen dann Wert? Ich glaube Square macht ca. ein viertel des Gewinns, das hat ne Marktkapitalisierung von 18 Milliarden, als ein Kurs bei WDI bei ca. 145 ;) Nur mal so als Risikobtrachtung: es kommen lokale Verfehlungen heraus.
Schönes Wochenende allen, war doch ne mega erfolgreiche Woche für unser ARP ;)