Faschsimus".
Aussage von Arundhati Roy, die wohl berühmteste Schriftstellerin nach Salman Rushdie.
Im folgenden ein Artikel, der in Dtld. nie erscheinen wird: soviel zu Trendjournalismus (oder Maulkorbjournalismus) und zu den Mechanismen der "öffentlichen Meinungsbildung".
Quelle: Corriere della Sera vom 31. Mai 2002, exzerpiert und übersetzt von schnorrer.
New Dehli:
Es gbit etwas schlimmeres als ein drohendes Massaker, sagt Arundhati Roy, und das ist ein stattgefundenes Massaker. Unter den schweigenden Blicken der Menschheit.
Vor einigen Wochen, in Gujarat, eine indische Provinz, die weniger Aufmerksamkeit genießt als Kaschmir, sind tausende von Moslems gelyncht und bei lebendigem Leib verbrannt worden von fanatischen Indern um den islamischen Anschlag auf einen Zug mit 58 Toten zu rächen. 150 000 Menschen wurden vertrieben, Frauen vergewaltigt und Kinder erschlagen. Der Premier Vajpayee hat keinen Finger erhoben, und die ethnische Säuberung läuft weiter.
......
FRAGE der CdS: Dient die Kaschmir-Krise nur als Deckmantel für interne Probleme?
A.Roy: Dieser Konflikt wird nur für innenpolitische Zwecke mißbraucht. Sowohl in Indien als auch in Pakistan dient er dazu, eine in tausende von Gruppen gespaltene Gesellschaft zusammenzuhalten.
.....
Frage der CdS: Haben Sie mehr Angst vor den pakistanischen Militärs oder vor der Kriegsrhethorik eines Vajpayee?
A.Roy: Nach Gujarat ist es unmöglich zwischen Fanatikern und Faschisten zu trenen. Ehe Pakistan eine Nuklearmacht wurde, hatte Indien die militärische Hoheit. Das hat unsere Nachbarn zur aufrüstung getrieben. Mit denselben Waffen, mit den auch Indien beliefert wird: Waffen aus England.
....
usw. usw.
Ich denke mal, hier wird der nukleare Testfall demnächst durchexerziert, da kann es kein Zurück mehr geben.
In diesem Sinne: kauft Zahngold oder Dörrfleisch.
Aussage von Arundhati Roy, die wohl berühmteste Schriftstellerin nach Salman Rushdie.
Im folgenden ein Artikel, der in Dtld. nie erscheinen wird: soviel zu Trendjournalismus (oder Maulkorbjournalismus) und zu den Mechanismen der "öffentlichen Meinungsbildung".
Quelle: Corriere della Sera vom 31. Mai 2002, exzerpiert und übersetzt von schnorrer.
New Dehli:
Es gbit etwas schlimmeres als ein drohendes Massaker, sagt Arundhati Roy, und das ist ein stattgefundenes Massaker. Unter den schweigenden Blicken der Menschheit.
Vor einigen Wochen, in Gujarat, eine indische Provinz, die weniger Aufmerksamkeit genießt als Kaschmir, sind tausende von Moslems gelyncht und bei lebendigem Leib verbrannt worden von fanatischen Indern um den islamischen Anschlag auf einen Zug mit 58 Toten zu rächen. 150 000 Menschen wurden vertrieben, Frauen vergewaltigt und Kinder erschlagen. Der Premier Vajpayee hat keinen Finger erhoben, und die ethnische Säuberung läuft weiter.
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FRAGE der CdS: Dient die Kaschmir-Krise nur als Deckmantel für interne Probleme?
A.Roy: Dieser Konflikt wird nur für innenpolitische Zwecke mißbraucht. Sowohl in Indien als auch in Pakistan dient er dazu, eine in tausende von Gruppen gespaltene Gesellschaft zusammenzuhalten.
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Frage der CdS: Haben Sie mehr Angst vor den pakistanischen Militärs oder vor der Kriegsrhethorik eines Vajpayee?
A.Roy: Nach Gujarat ist es unmöglich zwischen Fanatikern und Faschisten zu trenen. Ehe Pakistan eine Nuklearmacht wurde, hatte Indien die militärische Hoheit. Das hat unsere Nachbarn zur aufrüstung getrieben. Mit denselben Waffen, mit den auch Indien beliefert wird: Waffen aus England.
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usw. usw.
Ich denke mal, hier wird der nukleare Testfall demnächst durchexerziert, da kann es kein Zurück mehr geben.
In diesem Sinne: kauft Zahngold oder Dörrfleisch.