Metzler: Mehr Anzeichen für Stabilisierung der US-Konjunktur
Frankfurt (vwd) - Nach Einschätzung der Metztler Investment GmbH, Frankfurt, mehren sich in den USA die Anzeichen für eine Stabilisierung und mittelfristige Erholung der Wirtschaft. Weitere Leitzinssenkungen werden deshalb vor allem Europa betreffen, heißt es in der aktuellen Markteinschätzung der Fondsgesellschaft weiter.
Die expansivere Geldpolitik werde für eine allmähliche Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad bis zum Jahresende sorgen, bei gleichzeitig sinkenden
Inflationsraten. Allerdings signalisierten die noch dominierenden Abschwächungstendenzen in Euroland und die akute Rezessionsgefahr in Japan immer noch Risiken für die Weltkonjunktur und für die Gewinne der Unternehmen.
Das stärkste Argument für eine positive Entwicklung der Aktienmärkte bleibt nach Ansicht der Fondsgesellschaft dabei die steigende Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken. Auch an den Rentenmärkten werde der Widerstreit zwischen einem Inflations- und einem Rezessionsszenario in den kommenden Monaten für Volatilität sorgen. Die Seitwärtsbewegung der Märkte im Juni, bei der Kursgewinne am
US-Rentenmarkt von den sich mehrenden Silberstreifen am Horizont der US-Konjunktur zunichte gemacht wurden, sei hierfür exemplarisch gewesen. Kleine Kursgewinne seien dagegen bei Renten in Euroland zu verzeichnen gewesen, wo sich die Konjunkturperspektiven eintrübten und die Hoffnungen auf eine weitere EZB-Zinssenkung wachsen.
Bei den Inflationsraten zeichne sich weltweit ab, dass der Gipfel überschritten ist. Die expansive Geldpolitik wird deshalb nach Ansicht der Gesellschaft keine dauerhaften
Ängste vor inflationären Prozessen entfachen können. Gleichzeitig werde die Geldpolitik verhindern, dass sich die Ängste vor einer sich synchronisierenden Talfahrt der Weltwirtschaft durchsetzen können. Dies spreche insgesamt für Rentenmärkte, die sich weiter in einer "Trading-Range" bewegen werden.
Obwohl der Euro im Juni von den wachsenden Rezessionsängsten in Japan und den Spekulationen über eine Teilnahme des britischen Pfunds am Euro nach dem Labour-Sieg in Großbritannien profitieren konnte, bleibt eine Erholung der Währung nach Ansicht von Metzler schwierig. Denn den schwächeren Konjunkturdaten aus Euroland stehe die Hoffnung auf eine kräftige Erholung der US-Wirtschaft gegenüber.
Auffällig sei jedoch, dass in den USA die Klagen über einen zu starken Dollar zunehmen. +++ Jörg E. Jäger
vwd/6.7.2001/jej
Frankfurt (vwd) - Nach Einschätzung der Metztler Investment GmbH, Frankfurt, mehren sich in den USA die Anzeichen für eine Stabilisierung und mittelfristige Erholung der Wirtschaft. Weitere Leitzinssenkungen werden deshalb vor allem Europa betreffen, heißt es in der aktuellen Markteinschätzung der Fondsgesellschaft weiter.
Die expansivere Geldpolitik werde für eine allmähliche Rückkehr auf einen moderaten Wachstumspfad bis zum Jahresende sorgen, bei gleichzeitig sinkenden
Inflationsraten. Allerdings signalisierten die noch dominierenden Abschwächungstendenzen in Euroland und die akute Rezessionsgefahr in Japan immer noch Risiken für die Weltkonjunktur und für die Gewinne der Unternehmen.
Das stärkste Argument für eine positive Entwicklung der Aktienmärkte bleibt nach Ansicht der Fondsgesellschaft dabei die steigende Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken. Auch an den Rentenmärkten werde der Widerstreit zwischen einem Inflations- und einem Rezessionsszenario in den kommenden Monaten für Volatilität sorgen. Die Seitwärtsbewegung der Märkte im Juni, bei der Kursgewinne am
US-Rentenmarkt von den sich mehrenden Silberstreifen am Horizont der US-Konjunktur zunichte gemacht wurden, sei hierfür exemplarisch gewesen. Kleine Kursgewinne seien dagegen bei Renten in Euroland zu verzeichnen gewesen, wo sich die Konjunkturperspektiven eintrübten und die Hoffnungen auf eine weitere EZB-Zinssenkung wachsen.
Bei den Inflationsraten zeichne sich weltweit ab, dass der Gipfel überschritten ist. Die expansive Geldpolitik wird deshalb nach Ansicht der Gesellschaft keine dauerhaften
Ängste vor inflationären Prozessen entfachen können. Gleichzeitig werde die Geldpolitik verhindern, dass sich die Ängste vor einer sich synchronisierenden Talfahrt der Weltwirtschaft durchsetzen können. Dies spreche insgesamt für Rentenmärkte, die sich weiter in einer "Trading-Range" bewegen werden.
Obwohl der Euro im Juni von den wachsenden Rezessionsängsten in Japan und den Spekulationen über eine Teilnahme des britischen Pfunds am Euro nach dem Labour-Sieg in Großbritannien profitieren konnte, bleibt eine Erholung der Währung nach Ansicht von Metzler schwierig. Denn den schwächeren Konjunkturdaten aus Euroland stehe die Hoffnung auf eine kräftige Erholung der US-Wirtschaft gegenüber.
Auffällig sei jedoch, dass in den USA die Klagen über einen zu starken Dollar zunehmen. +++ Jörg E. Jäger
vwd/6.7.2001/jej