Auch wenn die Montega-Analyse bezahlt ist, finde ich diese am aussagekräftigsten von allen und kann sie auch so unterschreiben, bis auf das Kursziel. 23 Euro erreichen wir nach meiner Einschätzung niemals innerhalb von 12 Monaten, da halte ich die 16 der Deutschen Bank für viel realistischer. Ansonsten legt der Analyst durchaus den Finger in die offenen Wunden und sagt ja selbst: "In Summe dürfte sich die Änderung u. E. zunächst negativ auswirken, weniger breit aufgestellte Wettbewerber und auf Zytostatika spezialisierte Apotheken jedoch deutlich härter treffen. Da die Wirtschaftlichkeit kleinerer Reinraumlabore weiter sinkt und Einkaufsvolumen überproportional an Bedeutung gewinnt, erwarten wir mittelfristig eine beschleunigte Marktkonsolidierung und weiter Marktansteilsgewinne für Medios." Und weiter: "Der Vertrauensgewinn am Kapitalmarkt wird u. E. aber Zeit brauchen, und das Management wird sich, auch nach eigenem Anspruch, an seinen Aussagen messen lassen müssen. Kurzfristig dürfte der Schiedsspruch zur Hilfstaxe die Ergebnisentwicklung der kommenden Quartale belasten, mittelfristig aber Chancen für weitere Marktanteilsgewinne eröffnen. Wir erwarten daher eine eher graduelle Verbesserung über die kommenden Jahre. Vor diesem Hintergrund halten wir eine gewisse Zurückhaltung der Investoren für nachvollziehbar, einen Bewertungsabschlag von mehr als 50% auf Basis des EV/EBITDA 2027e gegenüber dem direkten Peer Fagron jedoch für deutlich überzogen. Daraus ergibt sich u. E. ein äußerst attraktives Chance-Risiko-Verhältnis."
Bedeutet: Die nächsten Quartale geht es seitwärts, es sei denn, der Vorstand kauft selbst eigene Aktien in nennenswerter Größenordnung und das ARP kommt. Nur so kann Vertrauen zurückgewonnen werden. Dass der CEO mit seiner viel zu optimistischen Prognose das Vertrauen zerstört hat, führte maßgeblich in die bei Montega genannte erhebliche Unterbewertung. Katjuscha hat die selten dämliche Kommunikation ja zuvor auch herausgestellt. Daher wäre es nun an Herrn Meier, mit einem großen Kauf zu zeigen, dass er an seine eigene Arbeit glaubt. Vielleicht kommt ja nächste Woche etwas, das ARP wäre überfällig.