Der Rückkauf ist eine typische Vorgehensweise in den USA um dauerhaftes Dividendenwachstum zu ermöglichen, was in Europa nicht so häufig vorkommt. Darum schütten viele US Konzerne nicht nur über Dividenden aus, sondern kaufen noch dazu Aktien von der Börse zurück. Teilweise mit mehr $, als für die Dividende benutzt wird. (Auch darum ist die Div.Rendite im S&P500 viel niedriger als im Dax)
Diese zurückgekauften Aktien werden in der Aktionärsstruktur als "Eigene Anteile" oder "Treasury Stock" bezeichnet. Bei McD sind knapp 40% der Anteile "eigene Anteile".An diese Anteile wird natürlich auch keine Dividende ausgeschüttet, wenn doch wäre das Geld ja sowieso wieder im Unternehmen und es wäre das selbe wie eine Thesaurierung der Gewinne. McD kann sich ja schlecht selbst besitzen. Die Aktien sind nicht mehr am Markt und daher teilt sich der Unternehmenswert auf weniger Aktien aus, ebenso der Gewinn.
BSP: Unternehmen x hat Marktkapitalisierung von 100 und macht 10 gewinn. -> kgv von 10. Das Unternehmen kauft nun Anteile für 10 zurück -> neues KGV = 90/10=9
Natürlich kann das Unternehmen auch eines Tages die Anzahl der Aktien am Markt wieder erhöhen, aber das ist nicht beabsichtigt (und würde natürlich auch wieder die Kasse des Unternehmens fluten). Der Shareholder Value Ansatz ist ganz klar, dass jedes Jahr konstant zurückgekauft wird, um das Unternehmen auf weniger Aktien zu verteilen.
Das Ausmaß von Aktienrückkauf ist im Cashflow Statement des Abschlusses einsehbar unter "Issuance (Retirement) of Stock, Net", wenn die Zahl negativ ist wurde zurückgekauft.