Markttechnik/Licht am Ende des Tunnels
Die Märkte scheinen den jüngst aufgenommenen Aufwärtstrend wieder verlassen zu wollen. Die Stimmung ist trübe wie das Wetter. Einziger Hoffnungsschimmer bleibt das FOMC-Meeting der US-Notenbank und eine eventuelle Zinssenkung in den USA. In diesem belasteten Szenario sammelte vwd Stimmen technischer Analysten, die insgesamt ein zwar leicht gemischtes, aber im Grundtenor positiveres Bild als die momentane Lage zeichnen. Martin Siegert von der Landesbank BadenWürttemberg sieht den Markt positiv, Dieter Schwarz von DresdnerKleinwort Benson verhalten positiv und Stephen Schneider von der WGZ-Bank nimmt eine abwartende Haltung ein.
Der technische Analyst der WGZ-Bank sieht im DAX momentan eine ganze
Reihe von Unterstützungen. Die untere Trendkanallinie, der langfristige
Aufwärtstrend und der Hochpunkt aus dem Jahr 1998 machten ein
Unterschreiten der Marke um 6.200 Zählern unwahrscheinlich. Die
Indikatoren hätten jedoch erneut Richtung Süden gedreht und deuteten
somit auf weiter sinkende Kurse. Der letzte Anstieg habe nach wenigen
Tagen an Dynamik verloren, so dass sich die Prognose der ansteigenden
Kurse nicht bestätigte. Mit den Verlusten des Dienstagmorgens befinde
sich das deutsche Börsenbarometer zur Zeit in einer elementaren
Entscheidungsphase.
Die folgenden Tage würden nicht nur über die kurzfristige sondern ebenso
über die mittelfristige Entwicklung des DAX entscheiden. Wichtig sei dabei,
das Jahretief bei 6.297 Punkten nicht mehr zu unterschreiten, denn dann
würde sich der Elliott-technische Ausblick grundlegend ändern. Das Ziel von
9.500 Punkten sei dann in Frage gestellt, so der Analyst. Sein Fazit lautet
"abwarten, bis sich das Bild geklärt hat".
Etwas optimistischer zeigt sich der Chef des technischen Research bei
DresdnerKleinwort Benson, Dieter Schwarz. Er glaubt, dass es nicht
angebracht ist, die Lage momentan zu negativ zu sehen. Er bleibt
verhalten optimistisch für den Markt - auch wenn er die Möglichkeit
einräumt, dass der Index erstmal die Marken nach unten testen will. Die
Unterstützungen liegen nach Aussage von Schwarz im DAX-Index zwischen
6.200 und 6.300 Punkten, im Nemax-50 bei 3000 Punkten und im
Nemax-All-Share bei 2.900 Zählern.
Selbst bei einem kurzfristigen Unterschreiten dieser Marken blieben die
Bandbreiten intakt. Allerdings dürften die Märkte nicht für längere Zeit die
Unterstützungslinien verletzen. Auch die Intermarketindikatoren sprächen
für eine Erholung. Der Bund-Future sehe gut aus, auch wenn er in eine
kurzfristige Konsolidierung eingetreten sei. Der Euro klettere stetig und der Ölpreis gleite weiter nach unten. Eine stark überverkaufte Situation im DAX spreche ebenfalls für sich. Die Risiken kämen eindeutig aus den USA. Die
Trendsituation der Nasdaq stelle sich weiterhin bearish dar.
Die Analysten gehen dort von einer Seitwärtsbewegung zwischen 2.600
und 3.000 Punkten aus. Die Schlüsselunterstützung liege hier bei 2.523
Zählern. Die Markttechnik des DAX habe sich auf kurze Sicht verbessert.
Schwarz erwartet eine Erholung nach dem erfolgreichen Testen der oben
genannten wichtigen Unterstützungen innerhalb der jeweiligen
Handelsbreiten. Nemax und Nasdaq stabilisierten sich vor historisch
bedeutsamen Supports. Beim DAX sei der Boden der breiten
Trading-Range zwischen 6.300 und 7.185 Punkten erreicht worden.
Obwohl die weiterhin negative Trendanalyse noch keine konkreten
Positivsignale erkennen lasse, spreche die kurzfristige technische
Konstellation für eine Gegenbewegung in Richtung des Widerstandsbereichs von 6.804/6.813. Als Aktien der Woche nennt
Schwarz Lufthansa. Die technische Bewertung falle weiter positiv aus. Der
mittelfristige Seitwärtstrend sei noch intakt, obwohl sich die Aktien seit vier Wochen mehr oder weniger seitwärts bewegt hätten. Die Trading-Range
habe zwischen 24 und 26 EUR gelegen.
Der Analyst erwartet nun einen bullishen Ausbruch mit einem Kursziel von
27,60 EUR. Erst bei einem Unterschreiten der 24er-Marke gebe es eine
Verschlechterung des technischen Bildes. Auch BASF sähen technisch
bullish aus. Widerstände lägen hier bei 47,50/48,60/50,10 und
Unterstützungen bei 46/45/43,40 EUR. Auch Deutsche Telekom zeigten
eine Stabilisierung innerhalb ihrer Trading-Range. Widerstände lägen bei
39,40/40,90/41,62/41,80 und Unterstützungen bei 35,80/35,25/35 EUR.
Weiterhin optimistisch zeigt sich der Chef der technischen Analyse der
Landesbank BadenWürttemberg, Martin Siegert. Die von ihm
prognostizierten 7.000 Punkte im DAX musste er allerdings um eine kurzes
Zeitfenster nach hinten verschieben. "Im neuen Jahr sollten wir die 7.000
zügig erreichen, nachdem es vor Weihnachten leider nicht geklappt hat",
so der technische Analyst. Laut Siegerts Aussage hat der Markt den Boden
am heutigen Dienstag erreicht und sollte von hier aus das nächste Kursziel
bei 6.541 DAX-Punkten erreichen.
Danach stoße der DAX erst bei 6.615/6.630 an einen wichtigen
Widerstand. Aber auch dieser soll kein Problem sein. Der Bruch dieser
charttechnischen Hürde sei die zu erwartende Trendbestätigung. Als
potenzielle Zyklustage nennt Siegert den 27./28.Dezember diesen Jahres
mit einem möglichen Indexstand von 6.630 Zählern und den 12. Januar,
an dem der Index bereits über 6.800 Punkten stehen könne. Seine
Favoriten sind die Banken, Chemie, KarstadtQuelle und besonders
DaimlerChrysler. +++Georg-Marcus Hauser
Die Märkte scheinen den jüngst aufgenommenen Aufwärtstrend wieder verlassen zu wollen. Die Stimmung ist trübe wie das Wetter. Einziger Hoffnungsschimmer bleibt das FOMC-Meeting der US-Notenbank und eine eventuelle Zinssenkung in den USA. In diesem belasteten Szenario sammelte vwd Stimmen technischer Analysten, die insgesamt ein zwar leicht gemischtes, aber im Grundtenor positiveres Bild als die momentane Lage zeichnen. Martin Siegert von der Landesbank BadenWürttemberg sieht den Markt positiv, Dieter Schwarz von DresdnerKleinwort Benson verhalten positiv und Stephen Schneider von der WGZ-Bank nimmt eine abwartende Haltung ein.
Der technische Analyst der WGZ-Bank sieht im DAX momentan eine ganze
Reihe von Unterstützungen. Die untere Trendkanallinie, der langfristige
Aufwärtstrend und der Hochpunkt aus dem Jahr 1998 machten ein
Unterschreiten der Marke um 6.200 Zählern unwahrscheinlich. Die
Indikatoren hätten jedoch erneut Richtung Süden gedreht und deuteten
somit auf weiter sinkende Kurse. Der letzte Anstieg habe nach wenigen
Tagen an Dynamik verloren, so dass sich die Prognose der ansteigenden
Kurse nicht bestätigte. Mit den Verlusten des Dienstagmorgens befinde
sich das deutsche Börsenbarometer zur Zeit in einer elementaren
Entscheidungsphase.
Die folgenden Tage würden nicht nur über die kurzfristige sondern ebenso
über die mittelfristige Entwicklung des DAX entscheiden. Wichtig sei dabei,
das Jahretief bei 6.297 Punkten nicht mehr zu unterschreiten, denn dann
würde sich der Elliott-technische Ausblick grundlegend ändern. Das Ziel von
9.500 Punkten sei dann in Frage gestellt, so der Analyst. Sein Fazit lautet
"abwarten, bis sich das Bild geklärt hat".
Etwas optimistischer zeigt sich der Chef des technischen Research bei
DresdnerKleinwort Benson, Dieter Schwarz. Er glaubt, dass es nicht
angebracht ist, die Lage momentan zu negativ zu sehen. Er bleibt
verhalten optimistisch für den Markt - auch wenn er die Möglichkeit
einräumt, dass der Index erstmal die Marken nach unten testen will. Die
Unterstützungen liegen nach Aussage von Schwarz im DAX-Index zwischen
6.200 und 6.300 Punkten, im Nemax-50 bei 3000 Punkten und im
Nemax-All-Share bei 2.900 Zählern.
Selbst bei einem kurzfristigen Unterschreiten dieser Marken blieben die
Bandbreiten intakt. Allerdings dürften die Märkte nicht für längere Zeit die
Unterstützungslinien verletzen. Auch die Intermarketindikatoren sprächen
für eine Erholung. Der Bund-Future sehe gut aus, auch wenn er in eine
kurzfristige Konsolidierung eingetreten sei. Der Euro klettere stetig und der Ölpreis gleite weiter nach unten. Eine stark überverkaufte Situation im DAX spreche ebenfalls für sich. Die Risiken kämen eindeutig aus den USA. Die
Trendsituation der Nasdaq stelle sich weiterhin bearish dar.
Die Analysten gehen dort von einer Seitwärtsbewegung zwischen 2.600
und 3.000 Punkten aus. Die Schlüsselunterstützung liege hier bei 2.523
Zählern. Die Markttechnik des DAX habe sich auf kurze Sicht verbessert.
Schwarz erwartet eine Erholung nach dem erfolgreichen Testen der oben
genannten wichtigen Unterstützungen innerhalb der jeweiligen
Handelsbreiten. Nemax und Nasdaq stabilisierten sich vor historisch
bedeutsamen Supports. Beim DAX sei der Boden der breiten
Trading-Range zwischen 6.300 und 7.185 Punkten erreicht worden.
Obwohl die weiterhin negative Trendanalyse noch keine konkreten
Positivsignale erkennen lasse, spreche die kurzfristige technische
Konstellation für eine Gegenbewegung in Richtung des Widerstandsbereichs von 6.804/6.813. Als Aktien der Woche nennt
Schwarz Lufthansa. Die technische Bewertung falle weiter positiv aus. Der
mittelfristige Seitwärtstrend sei noch intakt, obwohl sich die Aktien seit vier Wochen mehr oder weniger seitwärts bewegt hätten. Die Trading-Range
habe zwischen 24 und 26 EUR gelegen.
Der Analyst erwartet nun einen bullishen Ausbruch mit einem Kursziel von
27,60 EUR. Erst bei einem Unterschreiten der 24er-Marke gebe es eine
Verschlechterung des technischen Bildes. Auch BASF sähen technisch
bullish aus. Widerstände lägen hier bei 47,50/48,60/50,10 und
Unterstützungen bei 46/45/43,40 EUR. Auch Deutsche Telekom zeigten
eine Stabilisierung innerhalb ihrer Trading-Range. Widerstände lägen bei
39,40/40,90/41,62/41,80 und Unterstützungen bei 35,80/35,25/35 EUR.
Weiterhin optimistisch zeigt sich der Chef der technischen Analyse der
Landesbank BadenWürttemberg, Martin Siegert. Die von ihm
prognostizierten 7.000 Punkte im DAX musste er allerdings um eine kurzes
Zeitfenster nach hinten verschieben. "Im neuen Jahr sollten wir die 7.000
zügig erreichen, nachdem es vor Weihnachten leider nicht geklappt hat",
so der technische Analyst. Laut Siegerts Aussage hat der Markt den Boden
am heutigen Dienstag erreicht und sollte von hier aus das nächste Kursziel
bei 6.541 DAX-Punkten erreichen.
Danach stoße der DAX erst bei 6.615/6.630 an einen wichtigen
Widerstand. Aber auch dieser soll kein Problem sein. Der Bruch dieser
charttechnischen Hürde sei die zu erwartende Trendbestätigung. Als
potenzielle Zyklustage nennt Siegert den 27./28.Dezember diesen Jahres
mit einem möglichen Indexstand von 6.630 Zählern und den 12. Januar,
an dem der Index bereits über 6.800 Punkten stehen könne. Seine
Favoriten sind die Banken, Chemie, KarstadtQuelle und besonders
DaimlerChrysler. +++Georg-Marcus Hauser