Marktbericht Asien


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Marktbericht Asien

 
08.03.02 09:32
Marktbericht Asien


www.ftor.de Gestern kamen jede Menge Wirtschaftsdaten und die Rede von Greenspan. Dow und Nasaq schlossen im Gleichklang mit einem Minus von 0,5 %.

Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg im 4. Quartal 2001 um 5.2 %, ausgegangen wurde von 4,6 %. Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 2. März zurückgegangen. Die Verschuldung von Haushalten und Unternehmen steigt langsamer. Entgegen Greenspan's Vorschlag, stimmte das US-Repräsentantenhaus einem weiterem Konjunkturpaket im Umfang von 51 Mrd. US-$ zu. Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat mit großer Mehrheit ein Gesetz zur Erhöhung der Sicherungsrenze für Bankeinlagen angenommen. Er setzte sich auch hier über die Warnung von Greenspan hinweg. Alan Greenspan, hat am Donnerstag Zweifel an dem hohen Produktivitätszuwachs der US-Wirtschaft von 5,2 Prozent im 4. Quartal angemeldet. Das brachte dann letztendlich das Absacken der Kurse.

Nachbörslich verkündete Sun Micro im 4. Q. die Gewinnschwelle zu erreichen. Intel teilte mit, dass weitere Auftragseingänge mit Risiken verbunden seien.

In Japan interessierte das alles nicht. Der Nikkei schaffte es Zeitweise, die 12.000-Punkte-Marke zu durchbrechen. In das Wochenede geht er mit einem kräftigen Plus von 2 % auf 11.885 Punkte. Fundamental hat sich an der prikären wirtschaftlichen Lage nichts gändert. Die japanische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2001, offiziellen Angaben vom Freitag zufolge, weiter geschrumpft. Damit ist das BIP nach fast einem Jahrzehnt erstmals wieder in drei aufeinander folgenden Quartalen zurückgegangen. Im Vergleich zum vorhergehenden Quartal sei das BIP annualisiert um 4,5 % gesunken und die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes sei aufs Jahr gerechnet um 0,5 % geschrumpft. Die Ergebnisse waren schlechter als erwartet. Das neue japanische Finanzjahr beginnt am 1. April. Die Regierung rechnet dann mit einem Null-Wachstum.

Auch diese Tatsache war heute uninteressant. Pensionsfonds der regierung kaufen weiterhin ein. Massive Käufe standen vor allem im Tech-Bereich an. Allen voran katapultierte sich Jafco mit 10,4 % auf 10.540 Yen nach oben. Am stärksten stieg aber die stark gebeutelte Softb. Corp mit 13,8 % auf 2.380 Yen. Auch Trans Cosmos mischte mit 10,7 % ganz oben mit. Furukawa schaffte "immerhin noch" 8,4 %. Etwas verhaltener, wenn man das heute so bezeichnen kann, steigt Kyocera mit 6,9 % und Toshiba sowie Advantest mit 4,4 %. Die Banken ebenfalls wieder am drehen. Wie schon gestern, so auch heute, Mizuho mit 10,6 %. UfJ und und Daiwa mit über 5 %. Der Aufwärtstrend der letzten Tage hält auch heute bei NTT mit 2,3 % und Japan Telecom mit 6,1 % an. Die steigenden Ölpreise verhalfen Nippon Oil und Teikoku Oil um einen Zuwachs von 1,3 bzw. 3,8 %. Stahlwerte, bis auf Nippon Steel, leicht unter Druck. Zum Schluss die Exportwerte. Der Dollar ist erheblich zum Yen gefallen, in den Bereich von 125 bis 127 Yen. Das hatte Auswirkungen auf die Autowerte. Sie gehen erheblich ins Minus. So verliert Toyota und Mazda 4 % und Nissan 3,9 %.

Der Yen steht mit 127,6 zum US-$.

In Hongkong sieht die ganze Sache moderat aus. Der Markt wird gefestigt in das Wochenende gehen mit einem kleinen Plus von z.Z. 0,4 % auf 11.229 Punkte. Wie schon in der letzten Zeit angesprochen, leidet Hongkong unter schlechten Nachrichten. So haben Arbeitslosigkeit, Deflation und Haushaltsdefizit neue Rekordstände erklommen. Hinzu kommt, dass die Börse als wichtigster Stimmungsindikator das Schlusslicht Asiens ist. Seit einem Jahr nun schon hangelt sich die Stadt am Rande einer Rezession entlang und durchschreitet einen schwierigen Strukturwandel. Laut Handelsblatt,

beschehrt dieses Jahr das vierte Defizit in Folge in Höhe von 65,5 Hongkong- $ (8,4 Mrd. US-Dollar), das sind 5,2% des BIP. Für 2003 rechnet man mit einem Minus von 45 Mrd. HK $. In den nächsten 5 Jahren soll ein ausgeglichener Haushalt geschafft werden. Die dazu vom Wirtschaftsminister genannten Maßnahmen werden von Analysten sehr skeptisch betrachtet. Sie vermuten, der Minister hoffe auf einen Konjunkturaufschwung, der das Defizit von allein verschwinden lasse. „Er hat Ziele genannt, aber nicht gesagt, wie er sie erreichen will“, kommentiert Marshall Byres, Manager beim Wirtschaftsprüfer Ernst and Young. Scheitert die Haushaltskonsolidierung, droht Hongkong langfristig eine schlechtere Beurteilung durch die Ratingagenturen.

Ein Blick auf einige Werte. HSBC legt um 1,1 % zu. Die Mitteilung, das die Muther von China Unicom ein IPO durchführt, wirkt sich nicht positiv aus. Der Kurs geht um0,6 % nach unten. Größere Ausschläge sind bei Huaneng Power mit einem Zugewinn von 4 % zu sehen. Nach oben maschiert die Aktie von dem angeschlagenen Unternehmen Greencool Tech. mit 9,1 %. Von der erhofften Kunjunkturerholung in Amerika profitieren auch heute wieder Li & Fung und Johnson Elec. mit einem plus von 1,3 bzw. 1,5 %.

Die Werte können sich ändern, da noch gehandelt wird.

Quelle: www.ftor.de  
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