Mannheimer Holding minus 43 % nach Handelsaufnahme o. T.


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Slater:

Mannheimer Holding minus 43 % nach Handelsaufnahme o. T.

 
26.06.03 09:13
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Slater:

erste große deutsche Versicherung geht wohl baden

 
26.06.03 09:15
Kein Netz in Sicht

Von Lutz Reiche und Kai Lange

Die Chancen für eine Sanierung des Versicherungskonzerns sinken drastisch, da die Branche kein Geld nachschießen will. Damit könnte die Mannheimer zum ersten Fall für den "Protektor" werden. Doch jetzt wackelt selbst diese Auffanggesellschaft.
Mannheimer Holding minus 43 % nach Handelsaufnahme o. T. 1074610
Frankfurt am Main - Die deutsche Versicherungswirtschaft hat bei ihrer Krisensitzung am Mittwoch keinen Durchbruch für eine Rettung der Mannheimer AG Holding erzielt. "Es gab noch keine Lösung, die Gespräche sind vertagt worden", hieß es zunächst am Mittwochabend aus Kreisen eines Treffens des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Frankfurt.

Mannheimer Holding minus 43 % nach Handelsaufnahme o. T. 1074610
Mannheimer Versicherung
Beben in der Branche: Scheitert die Mannheimer-Sanierung, steht auch die Zukunft der Auffanggesellschaft "Protektor" auf dem Spiel
Wenig später teilte der Versicherungskonzern selbst ad hoc mit, dass "die derzeit erwogene Sanierung der Mannheimer durch die Zuführung frischen Kapitals voraussichtlich nicht zustande kommen wird".

Die im SDax notierten Aktien der Mannheimer AG Mannheimer Holding minus 43 % nach Handelsaufnahme o. T. 1074610 sind am Mittwochabend bis Handelsende vom Handel ausgesetzt worden. Die Mannheimer AG Holding war durch riskante Aktiengeschäfte in eine Liquiditätskrise geraten und braucht eine Kapitalspritze von rund 370 Millionen Euro.

Finanzierung des Protektors wackelt

Damit könnte die Mannheimer der erste Fall für den "Protektor" werden. Doch selbst eine Rettung durch diese Auffanggesellschaft für in Not geratene Lebensversicherer ist fraglich. "Mit einem Scheitern der Mannheimer steht auch der Protektor selbst auf dem Spiel", sagte Dr. Marco Metzler, Analyst bei Fitch-Ratings, im Gespräch mit manager-magazin.de. Der Protektor sei derzeit "noch gar nicht arbeitsfähig" und nicht in der Lage, die Mannheimer aufzufangen: Selbst der nötige Eintrag im Berliner Handelsregister fehle. Überdies sei die Finanzierung der Auffanggesellschaft noch nicht gesichert.

Erst 70 bis 75 Prozent der beteiligten Lebensversicherer hätten Branchenkreisen zu Folge bislang eine so genannte "Nachschussverpflichtung" unterschrieben, die der Finanzierung des Protektors dient. Mit der Mannheimer habe man das Ziel verfolgt, diese Quote auf 90 bis 95 Prozent zu heben. Das sei nicht gelungen. Daher bestehe nun die Gefahr, dass sich einige der Beteiligten wieder aus der Vereinbarung zurückziehen.

Noch kein Netz für gescheiterte Lebensversicherer

Das bedeutet, derzeit gebe es für gescheiterte Lebensversicherer in Deutschland noch kein sicheres Netz, das sie auffängt, gab Metzler zu verstehen. Seiner Einschätzung nach werde jetzt die Finanzaufsicht (BaFin) wohl in Kürze einen Sonderbeauftragten einsetzen, der einen eigenen Sanierungsplan entwickeln müsse. Damit habe die Mannheimer zumindest erst einmal Zeit gewonnen.

Doch was wird passieren, falls der "Protektor" nicht in der vorgestellten Art und Weise eingesetzt wird? "Erste Gesellschaften stehen kurz vor der Pleite, diese können ohne Protektor in einem Insolvenzverfahren abgewickelt werden", sagte der Analyst von Fitch-Ratings weiter. Den Insolvenzfall habe indes das Aufsichtsamt feststellen.

Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Situation bei der Mannheimer forderte Metzler: "Die Versicherungsbranche muss aktiv und fair mit den Kunden und Vermittlern kommunizieren und nicht versuchen, Probleme zu vertuschen." Darunter leide das Image der Lebens- und Rentenversicherung, die mit den vorhandenen Kapital- und Verzinsungsgarantien noch immer eines der attraktivsten Produkte zur Altersvorsorge und zum Vermögensaufbau sei. Wichtig sei vor allem die Transparenz der Finanzstärke, wofür Ratingagenturen wie Fitch-Ratings einen entscheidenden Beitrag leisteten.

Mannheimer wartet noch auf Antwort der BaFin

Die Versicherungswirtschaft will eine Insolvenz der Mannheimer zwar unbedingt abwenden, um einen Imageschaden für die gesamte Branche zu vermeiden. Zudem wartet die Mannheimer noch immer auf eine Antwort der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf ihr eigenes Sanierungskonzept, wie ein Mannheimer-Sprecher am Mittwoch bestätigte. Für den Mannheimer Konzern sei alleine die Antwort der BaFin auf das Konzept entscheidend. Die BaFin selbst wollte sich am Mittwoch nicht zum Stand der Prüfung äußern.


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Slater:

minus 32 Prozent, lebt noch das Ding o. T.

 
26.06.03 09:19
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WALDY:

Mannheimer

 
26.06.03 09:20
Hmmm....

ist das nicht der Laden, der immer mit seinen
"tödlich-nervigen" Drückern ,
den Leuten die Zeit klauten ?

Tja.....

Waldy
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Slater:

hat jemdan von Euch die Pfoten

 
26.06.03 09:20
in dieser Zockerei?
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WALDY:

Pfoten ?

 
26.06.03 10:01
Pfoten ???

(schau.....)

Nee
ich nicht

aber Sieger hat doch
FETT abgegriffen ( wer's glaubt)

Waldy
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WALDY:

Na Hoppla...

 
26.06.03 10:06
Performance

 Schluss  +/- %  
Vortag 7.40  -34.73%  
1 Woche 8.00  -39.62%  
1 Monat 7.40  -34.73%  
1 Jahr 49.80  -90.30%  

Wer da Überrascht ist...
überrascht mich....

MfG
 Waldy
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morak:

bin am überlegen, ob

 
26.06.03 10:17
ich mal einen zock wage.
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morak:

1000 st 4,89 gek o. T.

 
26.06.03 10:22
Antworten
Kicky:

Ausland nicht an Rettung interessiert FTD

 
26.06.03 10:29
konnte für den Rettungsplan nicht die erforderliche Unterstützung von 90 Prozent seiner Mitglieder - in Marktanteilen gemessen - mobilisieren. Das stellte sich bei einem Treffen am Mittwoch in Frankfurt heraus, zu dem der GDV-Hauptausschuss Leben alle 120 Marktteilnehmer eingeladen hatte. Dort forderte GDV-Präsident Bernd Michaels die Unterstützung von 90 Prozent ein, die das GDV-Präsidium bei Beginn der Rettungsaktion als Mindestbeteiligung festgesetzt hatte - und verfehlte die Quote knapp.

Der Verband teilte daraufhin der Mannheimer das Scheitern mit. Unter anderem verweigerten sich die Axa Deutschland, die zum Pariser Axa-Konzern gehört, die Swiss Life/Rentenanstalt sowie Zürich Leben und Deutscher Herold, die beide Teil der Zurich Financial Services sind.



Gelder der Kunden nicht gefährdet


"Die aus dem Ausland kontrollierten Gesellschaften haben offenbar kein Interesse an der Zukunft des deutschen Lebensversicherungsmarkts", sagte ein empörter Manager nach der Sitzung. Aber auch kleine Gesellschaften mit deutschen Mehrheitseignern lehnten eine Beteiligung ab. "Da soll ein Unternehmen künstlich am Leben und damit als Marktteilnehmer erhalten werden, das versagt hat", sagte ein Gegner der Rettungsaktion.


Die Gelder der Kunden sind nicht gefährdet. Ihre Verträge werden höchstwahrscheinlich auf die für solche Fälle von den GDV-Mitgliedern gegründete, aber noch inaktive Auffanggesellschaft Protektor übertragen. Die Mannheimer zahlt ihren Kunden ohnehin seit Jahresanfang nur noch die Mindestverzinsung auf das Sparkapital, die zwischen 3,25 Prozent und 4 Prozent liegt. Die selben Garantiesätze schreibt auch Protektor gut.
Pleite passt nicht ins Konzept


Der GDV wollte den Zusammenbruch der Mannheimer um jeden Preis verhindern. Vor allem die Marktführer Allianz und Münchener Rück - zu der die Hamburg-Mannheimer und die Victoria gehören - befürchten einen großen politischen Schaden. Die Assekuranz wirbt zurzeit bei der Politik für eine stärkere Rolle der Lebensversicherer in der Altersversorgung. Eine Versicherungspleite passt da überhaupt nicht ins Konzept.


Die im SDax notierte Mannheimer hatte sich an der Börse verspekuliert. Vorstandschef Hans Schreiber trat am 13. Juni auf Druck der Finanzaufsicht BaFin zurück. Obwohl die Mannheimer Leben mit 332 Mio. Euro Prämieneinnahmen und Rang 33 im Markt ein kleines Unternehmen ist, war durch die Fehlspekulationen ein gewaltiger Schaden entstanden. Rund 370 Mio. Euro frisches Geld sind nach GDV-Berechnungen nötig.


Den Betrag sollten alle Lebensversicherer je nach Anteil an den Gesamtkapitalanlagen des Marktes aufbringen, das entspricht in etwa dem Marktanteil. Das ist der selbe Verteilungsschlüssel, mit dem die Versicherer die Auffanggesellschaft Protektor finanzieren wollen.

GDV-Präsident Michaels will am Freitag der deutschen Finanzaufsicht BaFin das Scheitern der Rettungspläne mitteilen. BaFin-Präsident Jochen Sanio ist zurzeit in London, Versicherungs-Chefaufseher Thomas Steffen wird sich des Problemfalls annehmen müssen - er beobachtet die Mannheimer seit Monaten mit Sorge.


Weil die Rettung gescheitert ist, wird die BaFin kaum umhin kommen, bei der Mannheimer Leben einen Sonderbeauftragten einzusetzen. Das ist ein erfahrener Manager, der im Auftrag der Aufsicht die Funktion des Vorstands wahrnimmt. Offen ist, wann die Verträge auf Protektor übertragen werden - es gibt dafür noch kein Vorbild. Auch die Zukunft der anderen Konzernteile und der Holding ist offen. Vor allem die Mannheimer Krankenversicherung könnte große Probleme bereiten, für Krankenversicherer gibt es noch keine vergleichbare Lösung zu Protektor.


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Slater:

Münchener Rück hält 10 %

 
26.06.03 10:36
an Mannheimer, na wenn da kein Wertberichtigungsbedarf bestimmt (91,3 MUV2 - bald unter 90?)
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Kicky:

up

 
26.06.03 11:39
als Warnung und wegen dem Griff ins Messer
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