MÄRKTE am MORGEN


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MÄRKTE am MORGEN

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11.12.01 08:21
TOP AKTUELL I:

Die US-Notenbank Fed wird nach einhelliger Einschätzung von Volkswirten heute zum elften Mal in diesem Jahr die Leitzinsen senken, um die USA wieder aus der Rezession herauszuführen. Nach einer aktuellen Reuters-Umfrage erwarten alle 24 befragten Händler von US-Staatsanleihen eine Rücknahme des entscheidenden Zielsatzes für Tagesgeld um 25 Basispunkte auf 1,75 Prozent. Dies wäre das niedrigste Zinsniveau in den USA seit 1961. Die US-Notenbank hat in diesem Jahr bereits zehn Mal die Leitzinsen um insgesamt 4,5 Prozentpunkte gesenkt. Besonders die trübe Lage am Arbeitsmarkt rechtfertige einen weiteren Zinsschritt, sagten Experten. Die Fed wird die Zinsentscheidung ihres Offenmarktausschusses (FOMC) gegen 20.15 Uhr MEZ bekannt geben.

TOP AKTUELL II:
Der italienische Autohersteller Fiat will von 2002 bis 2004 im Ausland 6000 Stellen streichen und rechnet für dieses Jahr mit einem Netto-Konzernverlust. Auch von den Mitarbeitern in Italien erwarte das Unternehmen "Flexibilität", teilte Europas fünftgrößter Autobauer am Montagabend weiter mit.


BLICKPUNKT DEUTSCHE AKTIEN:
* Die beiden am Neuen Markt gelisteten Softwareanbieter Openshop Holding AG und USU AG haben zu einer gemeinsamen Pressekonferenz über ihren geplanten Zusammenschluss eingeladen.

* Die am Neuen Markt gelistete Singulus Technologies AG hält eine Telefonkonferenz zu aktuellen Entwicklungen des Unternehmens ab.

* Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook stellt sein Sommerprogramm 2002 vor.

FINANZNACHRICHTEN AUS DER PRESSE

* Die Münchener Kirch-Gruppe muss einem Zeitungsbericht zufolge noch vor Weihnachten Schulden begleichen. Wie das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) berichtete, hat die Dresdner Bank nach Angaben aus Finanzkreisen die Rückzahlung eines Kredits gefordert, der noch vor Weihnachten fällig wird.

BLICKPUNKT DEVISEN:
Nachdem der Dollar gegenüber dem Yen kurzzeitig ein Acht-Monats-Hoch markierte, hat er am Dienstag im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank leicht nachgegeben. Zeitweise erreichte der Dollar mit 126,39 Yen nahezu sein Jahreshoch von 126,82 Yen, bröckelte aber im Verlauf wieder auf knapp unter 126 Yen ein. "Der Anstieg des Dollars verlief so schnell, dass wir nun Positionsanpassungen sehen. Die Tatsache, dass heute die US-Notenbank über eine weitere Zinssenkung entscheidet, verstärkt die Anpassungstendenzen noch", sagte ein japanischer Händler.

Der Euro kostete an den asiatischen Märkten am Dienstag nahezu unverändert 0,8911 Dollar, nachdem er im späten US-Handel zuletzt mit 0,8906 Dollar notiert worden war. Gegenüber dem Yen präsentierte er sich am Dienstag mit 112,04 Yen ebenfalls fast unverändert zum US-Handelsschluss von 112,24 Yen.

BLICKPUNKT FERNOST:
Die asiatischen Börsen haben am Dienstag schwächer notiert. Die Aktien an der Tokioter Börse setzten ihre Abwärtsbewegung fort und schlossen den dritten Handelstag in Folge schwächer. Die Verliererliste wurde vom Banken- und Technologiesektor angeführt, wo besonders Sony mit einem Minus von 3,15 Prozent auf 5840 Yen auffiel. Der Nikkei Index verlor 0,92 Prozent auf 10.473,91 Punkte, nachdem er schon am Vortag gut zwei Prozent abgegeben hatte. Händler begründeten die Abwärtsbewegung der Technologie-Unternehmen mit der Konsolidierungsphase in der US-Technologiebranche. In Hongkong tendierte der Hang Seng vor Handelsschluss 0,8 Prozent tiefer bei 11.691 Stellen.

BLICKPUNKT WALL STREET:
An den New Yorker Aktienmärkten haben am Montag nach Händlerangaben Gewinnmitnahmen für deutliche Kursverluste gesorgt und den Dow-Jones-Index unter die Marke von 10.000 Punkten gedrückt. Auch die Nasdaq gab nach und rutschte unter 2000 Zähler. Für einige Anleger sei der jüngste Aufwärtstrend offenbar zu schnell gekommen und zu weit gegangen, sagten Händler. Belastend für den Markt sei unter anderem die Umsatzwarnung des Herstellers von optischen Komponenten, JDS Uniphase, gewesen. Der Dow Jones schloss 1,27 Prozent schwächer auf 9921,45 Punkten, während die Nasdaq 1,44 Prozent auf 1992,12 Zähler abgab. Der S&P 500-Index lag rund 1,59 Prozent tiefer auf 1139,93 Punkten.

Am US-Rentenmarkt notierten die 30-jährigen Bonds zuletzt 16/32 tiefer auf 97-7/32 und erbrachten eine Rendite von rund 5,57 Prozent.

INDIKATOREN DES TAGES:
                               
0845 FR Verbraucherpr. vorl. NOV Prognose 0,0 vH Vorp. 0,1
0845 FR -------- J/J NOV Prognose 1,5 vH Vorp. 1,8
1600 US Großhandel Lagerbest. OKT Prognose -0,3 vH Vorp. -0,1

Die Prognose-Werte sind Konsensus-Schätzungen einer Reuters-Umfrage.

Gruß
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hjw2:

dann wollen mer mal callen.. o.T.

 
11.12.01 08:27
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Börsen warten auf Greenspans Spruch

 
11.12.01 09:22
Wie gewonnen, so zerronnen. Seit Freitag befinden sich die Aktienmärkte wieder im Rückwärtsgang. In einer nachrichtenarmen Börsenlandschaft fehlen den Anlegern offensichtlich die Argumente für eine Fortsetzung des Höhenfluges. Auch heute sprechen die vorbörslichen Indikatoren der Citibank für einen leichteren Handelsstart. Im Tagesverlauf dürften die Spekulationen um den bevorstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank zum bestimmenden Thema werden.    

Kann Alan Greenspan die Börsenstimmung wieder aufhellen? Die letzte Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve in diesem Jahr steht im Mittelpunkt des Handelstages. Der Zinsspruch erreicht die deutschen Börsen allerdings erst nach Feierabend, die Fed gibt ihre Entscheidung in gewohnter Manier um 20:15 Uhr bekannt.

Unter Beobachtern gilt eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte ohnehin als ausgemachte Sache. Deshalb dürfte auch weniger der Zinsschritt selbst als vielmehr der Ausblick im Mittelpunkt stehen. Der wird für Fed-Chef Alan Greenspan zum Spagat. Es gilt die Zinsfantasien aufrecht zu erhalten, um damit die zuletzt stark gestiegenen Langfristzinsen wieder zu drücken, ohne dabei die Märkte mit übertriebenen Konjunkturpessimismus zu belasten.

Die Spekulationen im Vorfeld der Fed-Sitzung werden freilich erst so richtig mit der Eröffnung der US-Börsen beginnen. Am Morgen ist in Deutschland mit einem ruhigen Handel ohne größere Impulse zu rechnen. Die  Lufthansa könnte weiter von den Zusagen von Bundeskanzler Gerhard Schröder profitieren, der der Airline die Prämien für die Haftungsgarantien erlassen will.

Am Neuen Markt genießen die Nemax50-Unternehmen International Media, Singulus und Mobilcom zum Börsenstart erhöhte Aufmerksamkeit.  International Media hat sich das Filmprojekt "Terminator 3" geschnappt und darf sich schon mal auf fast sichere Einspielerfolge in den Lichtspielhäusern freuen. Der Hersteller von Speichermedien  Singulus Technologies vermeldete erneut eine Übernahme und darf ebenfalls auf Zugewinne hoffen. Beim Telekommunikationsunternehmen Mobilcom sorgen der Einstieg des New Yorker-Großinvestors Guy Wyser-Pratte und Gerüchte über ein Übernahmeinteresse des Anteilseigners France Telecom für erheblichen Gesprächstoff. Für die Aktionäre sollte das von Vorteil sein, Übernahmefantasie hat einer Aktie noch selten geschadet.  

Die deutsche Börsen zeigen sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank verunsichert. Bis zum Handelsstart in den USA ist mit einem zurückhaltenden Handel zu rechnen, der ein oder andere wird wohl vorsichtshalber seine zuletzt erzielten Gewinne noch ins Trockene bringen.  
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