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News - 20.12.05 14:26
AUSBLICK 2006/Lust auf mehr: Börsenhausse macht Fondsmanager mutiger
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die satten Börsengewinne im Jahr 2005 haben bei Fondsmanagern die Lust auf eine noch höhere Rendite geweckt. Der Trend im neuen Jahr geht nach Einschätzung von Experten daher hin zu mehr Hoffnungsträgern im Portfolio, also riskanteren Werten. Diese Investmentstrategie dürfte bei den Fondsanlegern auf Gegenliebe stoßen, da auch sie wegen der bereits sehr guten Aktienentwicklung mutiger geworden sind. Dagegen dürften die im Jahr 2005 sehr beliebten und auf eine möglichst sichere Rendite ausgerichteten Dividendenfonds in den Hintergrund rücken.
Für Fondsanalystin Natalia Siklic von Morningstar steht fest: "Der Trend bei Fondsmanager geht in den kommenden zwölf Monaten hin zu Wachstumswerten." Schließlich seien Substanzwerte bereits sehr gut gelaufen. "Die Bewertungsunterschiede sind geschmolzen, so dass es schwieriger wird, günstige Titel zu finden." Außerdem suchten die Anleger nicht mehr wie im alten Jahr verstärkt nach einer hohen Dividendenrendite, sondern nach Unternehmen, die ihre Gewinne wieder investieren und überdurchschnittlich wachsen.
NEUAUSRICHTUNG ZWISCHEN SUBSTANZ UND WACHSTUM
Auch Fondsmanagerin Ranji Nagaswami von Alliance Capital Management (ACM) sieht derzeit eine Neuausrichtung zwischen den Substanz- und Wachstumswerten. Das Potential, das bei den Substanzwerten noch zu finden ist, sei begrenzt, bekräftigt Nagaswami. Dagegen beginne sich der Wachstumszyklus zunehmend auszuzahlen. Das ermögliche den Portfoliomanagern, schneller als erwartet wieder auf Wachstumstitel zu setzen. "Im Vergleich zu den Value-Aktien sind die Growth-Werte so günstig bewertet wie selten in den zurückliegenden Jahren", betont sie. Vor allem in Europa, in den USA und in den Schwellenländern sei die Profitabilität der Unternehmen erheblich verbessert worden. "Und selbst in Japan gibt es Anzeichen für eine deutliche Trendumkehr", prognostiziert die Fondsmanagerin.
Doch da, wo Profis auf Risiko gehen, sollten Anleger lieber zweimal überlegen. Klaus Kaldemorgen, der als Geschäftsführer der DWS für das Aktienfondsmanagement verantwortlich ist, sieht in der wachsenden Sorglosigkeit vieler Marktteilnehmer bei ihrer Einschätzung der Aktienkursentwicklung eine Gefahr. "Trotz allem Optimismus gibt es einige exogene Faktoren, die die Stimmung in den Märkten trüben können", warnt der Experte und verweist auf den weiterhin hohen Ölpreis, den überhitzten Immobilienmarkt in den USA und die Gefahren einer Vogelgrippe-Pandemie.
Auf dem richtigen Weg befinden sich Fondsanleger daher auch im neuen Jahr, wenn sie sich möglichst breit aufzustellen und Schwächephase durch ein langfristiges Investment ausgleichen. "Keiner kann konsistent den Markt prognostizieren", betont ein Fondsexperte. "Anleger versuchen immer wieder mal, den einen oder anderen Markt zu spielen. Da kann man zwar auch mal richtig liegen, aber vorhersagen kann das niemand."/mw/js/tw
--- Von Madeleine Winkler, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX
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News - 20.12.05 14:26
AUSBLICK 2006/Lust auf mehr: Börsenhausse macht Fondsmanager mutiger
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die satten Börsengewinne im Jahr 2005 haben bei Fondsmanagern die Lust auf eine noch höhere Rendite geweckt. Der Trend im neuen Jahr geht nach Einschätzung von Experten daher hin zu mehr Hoffnungsträgern im Portfolio, also riskanteren Werten. Diese Investmentstrategie dürfte bei den Fondsanlegern auf Gegenliebe stoßen, da auch sie wegen der bereits sehr guten Aktienentwicklung mutiger geworden sind. Dagegen dürften die im Jahr 2005 sehr beliebten und auf eine möglichst sichere Rendite ausgerichteten Dividendenfonds in den Hintergrund rücken.
Für Fondsanalystin Natalia Siklic von Morningstar steht fest: "Der Trend bei Fondsmanager geht in den kommenden zwölf Monaten hin zu Wachstumswerten." Schließlich seien Substanzwerte bereits sehr gut gelaufen. "Die Bewertungsunterschiede sind geschmolzen, so dass es schwieriger wird, günstige Titel zu finden." Außerdem suchten die Anleger nicht mehr wie im alten Jahr verstärkt nach einer hohen Dividendenrendite, sondern nach Unternehmen, die ihre Gewinne wieder investieren und überdurchschnittlich wachsen.
NEUAUSRICHTUNG ZWISCHEN SUBSTANZ UND WACHSTUM
Auch Fondsmanagerin Ranji Nagaswami von Alliance Capital Management (ACM) sieht derzeit eine Neuausrichtung zwischen den Substanz- und Wachstumswerten. Das Potential, das bei den Substanzwerten noch zu finden ist, sei begrenzt, bekräftigt Nagaswami. Dagegen beginne sich der Wachstumszyklus zunehmend auszuzahlen. Das ermögliche den Portfoliomanagern, schneller als erwartet wieder auf Wachstumstitel zu setzen. "Im Vergleich zu den Value-Aktien sind die Growth-Werte so günstig bewertet wie selten in den zurückliegenden Jahren", betont sie. Vor allem in Europa, in den USA und in den Schwellenländern sei die Profitabilität der Unternehmen erheblich verbessert worden. "Und selbst in Japan gibt es Anzeichen für eine deutliche Trendumkehr", prognostiziert die Fondsmanagerin.
Doch da, wo Profis auf Risiko gehen, sollten Anleger lieber zweimal überlegen. Klaus Kaldemorgen, der als Geschäftsführer der DWS für das Aktienfondsmanagement verantwortlich ist, sieht in der wachsenden Sorglosigkeit vieler Marktteilnehmer bei ihrer Einschätzung der Aktienkursentwicklung eine Gefahr. "Trotz allem Optimismus gibt es einige exogene Faktoren, die die Stimmung in den Märkten trüben können", warnt der Experte und verweist auf den weiterhin hohen Ölpreis, den überhitzten Immobilienmarkt in den USA und die Gefahren einer Vogelgrippe-Pandemie.
Auf dem richtigen Weg befinden sich Fondsanleger daher auch im neuen Jahr, wenn sie sich möglichst breit aufzustellen und Schwächephase durch ein langfristiges Investment ausgleichen. "Keiner kann konsistent den Markt prognostizieren", betont ein Fondsexperte. "Anleger versuchen immer wieder mal, den einen oder anderen Markt zu spielen. Da kann man zwar auch mal richtig liegen, aber vorhersagen kann das niemand."/mw/js/tw
--- Von Madeleine Winkler, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX