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Berlin, 24 . (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa gehen die Piloten auf den Vorstand zu.
"Die Vereinigung Cockpit bietet dem Lufthansa-Management ein umfassendes Gesamtpaket im Wert von über 400 Millionen Euro an und kommt so dem Arbeitgeber in vielen seiner Forderungen entgegen", erklärte die Pilotengewerkschaft am Freitag. Das Angebot umfasse unter anderem das Anheben des durchschnittlichen Ruhestandsalters. Die Lufthansa begrüßte den Vorstoß und kündigte an, die Vorschläge zu prüfen. Dann werde man Gesprächstermine anbieten, sagte ein Konzernsprecher. Damit scheinen Streiks vorerst vom Tisch. Die Piloten legten die Lufthansa seit Frühjahr 2014 zwölf Mal lahm.
In dem Tarifkonflikt geht es um die betriebsinterne Frührente für 5400 Piloten und die Konzernstrategie. Anfang Juli war eine Schlichtung bereits in der Vorbereitung gescheitert.[ID:nL8N0ZM2LQ] Nun boten die Piloten an, ein vom Vorstand angebotenes Bündnis für Wachstum und Beschäftigung mitzutragen. So sei die Vereinigung Cockpit (VC) bereit, für die Zeit einer gemeinsamen Marktanalyse die Forderungen zu einem neuen Vergütungstarifvertrag auszusetzen. "Im Gegenzug für diesen deutlichen Schritt fordert die VC, dass Lufthansa die Arbeitsplatzperspektiven für alle in Deutschland bei Lufthansa angestellten Piloten garantiert und umgehend die Vorbereitungen zum Ausflaggen der heutigen Cockpitarbeitsplätze stoppt", erklärte die Gewerkschaft.