Kritik an Klimaschutz-Auflagen
Condor und Lufthansa setzen auf weitere Erholung
Die Chefs der staatlich gestützten Airlines Lufthansa und Condor setzen trotz der Delta-Mutante auf eine weitere Erholung des Fluggeschäfts. Zugleich kritisiert Lufthansa-Chef Carsten Spohr die geplanten Klimaschutz-Auflagen der Bundesregierung.
02.07.2021, 16.55 Uhr
Geparkte Flieger von Lufthansa und Condor in Düsseldorf: "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start"
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Geparkte Flieger von Lufthansa und Condor in Düsseldorf: "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start" Foto: INA FASSBENDER/ AFP
Die Chefs der Fluggesellschaften Lufthansa und Condor sind trotz der jüngsten Unsicherheit über Corona-Auflagen für Virusvariantengebiete zuversichtlich, dass die Passagierzahlen im Juli, August und September weiter steigen werden. "Ich war schon immer optimistischer als viele, dass die Nachfrage schneller zurückkommt als wir denken", erklärte Condor-Chef Ralf Teckentrup (63) bei einer Feier zum 10-jährigen Bestehen des Bundesverbandes Deutscher Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag. "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start, nicht in drei Wochen, sondern übermorgen", sagte der Chef des Ferienfliegers.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr (54) betonte, er teile den Optimismus. Er sei allerdings besorgt, dass die europäischen Airlines durch die geplanten neuen Klimaschutzauflagen für die Branche an Konkurrenzfähigkeit gegenüber nicht-europäischen Fluglinien verlören. Er forderte einen fairen Wettbewerb im globalen Luftverkehr. Die Lufthansa habe zwar selbst milliardenschwere Staatshilfen erhalten, er sehe aber weltweit eine Verschiebung zu ihren Ungunsten. Während die USA ihre großen Gesellschaften "sehr clever" gestützt hätten, seien die Milliardenhilfen am Golf wie auch in der Türkei und China noch einmal erhöht worden, so Spohr bei der Festveranstaltung. Mit weiteren Klimavorschriften drohten den europäischen Anbietern strukturell weitere Nachteile. Auch sein Condor-Kollege Teckentrup warnte davor, die Zubringerflüge für Lufthansa, British Airways oder auch sein Unternehmen so teuer zu machen, dass die Umsteigerpassagiere auf Drehkreuze im außereuropäischen Raum ausweichen.
Beide Manager kündigten erneut an, die Staatshilfen in ihren Unternehmen möglichst schnell zurückführen zu wollen. Spohr zeigte sich enttäuscht, dass es Europa nicht geschafft habe, in der Corona-Krise einen einheitlichen Inlands-Luftverkehrsmarkt aufrechtzuerhalten, wie es ihn in den USA und China gebe.
www.manager-magazin.de/unternehmen/...-4541-a005-98471ae3557b
Condor und Lufthansa setzen auf weitere Erholung
Die Chefs der staatlich gestützten Airlines Lufthansa und Condor setzen trotz der Delta-Mutante auf eine weitere Erholung des Fluggeschäfts. Zugleich kritisiert Lufthansa-Chef Carsten Spohr die geplanten Klimaschutz-Auflagen der Bundesregierung.
02.07.2021, 16.55 Uhr
Geparkte Flieger von Lufthansa und Condor in Düsseldorf: "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start"
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Geparkte Flieger von Lufthansa und Condor in Düsseldorf: "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start" Foto: INA FASSBENDER/ AFP
Die Chefs der Fluggesellschaften Lufthansa und Condor sind trotz der jüngsten Unsicherheit über Corona-Auflagen für Virusvariantengebiete zuversichtlich, dass die Passagierzahlen im Juli, August und September weiter steigen werden. "Ich war schon immer optimistischer als viele, dass die Nachfrage schneller zurückkommt als wir denken", erklärte Condor-Chef Ralf Teckentrup (63) bei einer Feier zum 10-jährigen Bestehen des Bundesverbandes Deutscher Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Freitag. "Wenn man die Deutschen reisen lässt, sind die sofort am Start, nicht in drei Wochen, sondern übermorgen", sagte der Chef des Ferienfliegers.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr (54) betonte, er teile den Optimismus. Er sei allerdings besorgt, dass die europäischen Airlines durch die geplanten neuen Klimaschutzauflagen für die Branche an Konkurrenzfähigkeit gegenüber nicht-europäischen Fluglinien verlören. Er forderte einen fairen Wettbewerb im globalen Luftverkehr. Die Lufthansa habe zwar selbst milliardenschwere Staatshilfen erhalten, er sehe aber weltweit eine Verschiebung zu ihren Ungunsten. Während die USA ihre großen Gesellschaften "sehr clever" gestützt hätten, seien die Milliardenhilfen am Golf wie auch in der Türkei und China noch einmal erhöht worden, so Spohr bei der Festveranstaltung. Mit weiteren Klimavorschriften drohten den europäischen Anbietern strukturell weitere Nachteile. Auch sein Condor-Kollege Teckentrup warnte davor, die Zubringerflüge für Lufthansa, British Airways oder auch sein Unternehmen so teuer zu machen, dass die Umsteigerpassagiere auf Drehkreuze im außereuropäischen Raum ausweichen.
Beide Manager kündigten erneut an, die Staatshilfen in ihren Unternehmen möglichst schnell zurückführen zu wollen. Spohr zeigte sich enttäuscht, dass es Europa nicht geschafft habe, in der Corona-Krise einen einheitlichen Inlands-Luftverkehrsmarkt aufrechtzuerhalten, wie es ihn in den USA und China gebe.
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