von Frankfurt nach Minsk.
"Die Lufthansa fliegt vorerst nicht mehr nach Belarus. Eine geplante Verbindung von Frankfurt nach Minsk wurde kurzfristig gestrichen. Auch bei allen anderen Flügen will die Airline den belarussischen Luftraum nun meiden.
Die Lufthansa will nach der erzwungenen Landung einer Passagiermaschine in der belarussischen Hauptstadt Minsk bis auf Weiteres die ehemalige Sowjetrepublik nicht mehr überfliegen. Auch werde der für Mittwoch geplante Flug LH1488 von Frankfurt nach Minsk gestrichen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstagnachmittag auf hr-Anfrage.
"Über weitere Flüge entscheiden wir noch, bis dahin beobachten wir die Lage und stehen in ständigem Kontakt mit unseren Behörden", so die Sprecherin. Auch bei anderen Flügen meide die Fluggesellschaft nun den belarussischen Luftraum. Vor allem Flüge nach Moskau müssten nun umgeleitet werden.
EU verhängt Sanktionen gegen Belarus
Belarus hatte am Sonntag eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius unter dem Vorwand einer Bombendrohung und mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen. Dort wurden der Regierungskritiker Roman Protassewitsch und seine aus Russland stammende Freundin festgenommen.
Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten daraufhin am Montagabend die Sperrung des Luftraums für Flugzeuge aus Belarus sowie ein Landeverbot auf EU-Flughäfen vereinbart. Sie riefen Airlines aus der EU auf, das autoritär regierte Land nicht mehr zu überfliegen.
Neben der Lufthansa erklärten am Dienstag weitere Fluggesellschaften, dass sie den Luftraum über Belarus bis auf Weiteres meiden - darunter Ryanair, Air France, die polnische LOT und Finnair.
Neuerlicher Sicherheitscheck für LH-Maschine
Bereits an Pfingstmontag war es zu einem Zwischenfall mit einer LH-Maschine in Minsk gekommen. Wegen eines Warnhinweises für den Lufthansaflug LH 1487 von Minsk nach Frankfurt war das Boarding in Belarus für einen neuerlichen Sicherheitscheck unterbrochen worden. Die Maschine konnte erst zwei Stunden später starten.
Sendung: YOU FM, 25.05.2021, 17.00 Uhr
Quelle: Anikke Fischer, AFP, dpa/lhe"
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