„Die "alte" Lufthansa ist das erfolgreiche Unternehmen, das vor Corona besonders mit Premien- und Geschäftskunden etwa die Hälfte des Umsatzes erzielte. Aber diese "Cash-Cow", gibt, im übertragenen Sinn, keine Milch mehr. Deshalb hat Lufthansa-Chef Spohr ein nachhaltiges Problem. Denn ob die Sparte jemals wieder zu alter Stärke findet, ist mehr als fraglich.
Eine aktuelle Umfrage des "Handelsblatts" unter den 30 DAX-Unternehmen zeigt, wie Corona dauerhaft die Zahl der Geschäftsreisen auch nach der Pandemie reduzieren könnte: Bei mehr als 60 Prozent der DAX-Konzerne wird demnach die Zahl der Geschäftsreisen dauerhaft um bis zu 30 Prozent absinken. Deutlich weniger Geschäftsreisen: ein Trend, der bei allen international tätigen Unternehmen zu beobachten ist.
US-Airlines haben andere Voraussetzungen
Blickt man in die USA, dann überraschen die guten Prognosen von Gesellschaften wie American Airlines, die schon im Sommer 2021 wieder auf Vor-Corona-Niveau sein wollen. Auch die Billigfluglinie Southwest will bis Juni das Niveau von 2019 zu fast 90 Prozent erreicht haben. Das ist möglich, weil diese und andere US-Fluglinien einen riesigen Inlandsmarkt bedienen können, der der Lufthansa in Deutschland nicht zur Verfügung steht. In Deutschland machten die Inlandsflüge der Lufthansa weniger als zehn Prozent aus.
Sorgt mehr Wettbewerb für niedrige Preise?
Also müssen neue Wege beschritten werden: Neben einem drastischen Personalabbau von fast 30.000 Mitarbeitern weltweit (weitere 10.000 sollen noch folgen), der Ausmusterung von etwa 120 der einst 760 unrentablen, großen Flugzeugen wie dem A380 will Spohr jetzt verstärkt auf dem Urlaubsmarkt mitmischen. Das ist aus mehreren Gründen logisch - doch fest steht auch: Auf diesem Markt tummeln sich schon zahlreiche Unternehmen. Diese Konkurrenzsituation ist natürlich problematisch für die Anbieter, aber wahrscheinlich gut für alle Verbraucher, sagt Luftfahrtexperte Flottau: "Ein Problem wird sein, dass alle in der Krise die gleichen Schlüsse ziehen und jetzt auf Urlauber setzen. Das wird nach dem Anfangsboom voraussichtlich zu Überkapazitäten in dem Segment führen." Und das könnte auf einigen Strecken zu einem Preiskampf und damit zu günstigen Tarifen führen.“
www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/...r-corona-101.html
Eine aktuelle Umfrage des "Handelsblatts" unter den 30 DAX-Unternehmen zeigt, wie Corona dauerhaft die Zahl der Geschäftsreisen auch nach der Pandemie reduzieren könnte: Bei mehr als 60 Prozent der DAX-Konzerne wird demnach die Zahl der Geschäftsreisen dauerhaft um bis zu 30 Prozent absinken. Deutlich weniger Geschäftsreisen: ein Trend, der bei allen international tätigen Unternehmen zu beobachten ist.
US-Airlines haben andere Voraussetzungen
Blickt man in die USA, dann überraschen die guten Prognosen von Gesellschaften wie American Airlines, die schon im Sommer 2021 wieder auf Vor-Corona-Niveau sein wollen. Auch die Billigfluglinie Southwest will bis Juni das Niveau von 2019 zu fast 90 Prozent erreicht haben. Das ist möglich, weil diese und andere US-Fluglinien einen riesigen Inlandsmarkt bedienen können, der der Lufthansa in Deutschland nicht zur Verfügung steht. In Deutschland machten die Inlandsflüge der Lufthansa weniger als zehn Prozent aus.
Sorgt mehr Wettbewerb für niedrige Preise?
Also müssen neue Wege beschritten werden: Neben einem drastischen Personalabbau von fast 30.000 Mitarbeitern weltweit (weitere 10.000 sollen noch folgen), der Ausmusterung von etwa 120 der einst 760 unrentablen, großen Flugzeugen wie dem A380 will Spohr jetzt verstärkt auf dem Urlaubsmarkt mitmischen. Das ist aus mehreren Gründen logisch - doch fest steht auch: Auf diesem Markt tummeln sich schon zahlreiche Unternehmen. Diese Konkurrenzsituation ist natürlich problematisch für die Anbieter, aber wahrscheinlich gut für alle Verbraucher, sagt Luftfahrtexperte Flottau: "Ein Problem wird sein, dass alle in der Krise die gleichen Schlüsse ziehen und jetzt auf Urlauber setzen. Das wird nach dem Anfangsboom voraussichtlich zu Überkapazitäten in dem Segment führen." Und das könnte auf einigen Strecken zu einem Preiskampf und damit zu günstigen Tarifen führen.“
www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/...r-corona-101.html
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