Die russische Regierung diskutiert laut Natalia Timakowa, Sprecherin des Regierungschefs, nicht die Möglichkeit einer Einschränkung von Transitflügen für die europäischen Fluggesellschaften. Solche Vorschläge seien nicht von zuständigen Ämtern eingegangen.
Die Zeitung „Wedomosti“ schrieb am Dienstag unter Berufung auf einen hochgestellten Beamten, dass die Behörden die Möglichkeit für eine Einschränkung der Transitflüge für die europäischen Fluggesellschaften nach den ersten Sanktionen der Europäischen Union gegen Russland besprechen.
Die Frage spitzte sich nach der Einstellung der Flüge der Billigfluglinie Dobroljot und nach den Geldstrafen zu, die die Ukraine gegen die russischen Fluggesellschaften wegen der Flüge auf die Krim verhängte.
Die Stammaktien der Fluggesellschaft Aeroflot verloren bereits etwa sechs Prozent vor dem Hintergrund der Meldungen über die möglichen Einschränkungen bei den Transitflügen der europäischen Fluggesellschaften.
Für die Flüge nach Asien nutzen die europäischen Fluggesellschaften die kürzeste Route über Sibirien und zahlen dafür der Aeroflot.
Aeroflot soll von den ausländischen Fluggesellschaften jährlich bis zu 300 Millionen Dollar als Entgelt für die Transitflüge bekommen.
Dobroljot wurde auf die EU-Sanktionsliste als Fluggesellschaft gesetzt, die die Flüge zwischen Moskau und der Krim-Hauptstadt Simferopol absolviert.
de.ria.ru/politics/20140805/269201726.html