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Lucent Technologies

 
12.04.02 00:02
Lucent Technologies 634075

Analysten gehen bei Netzwerkausrüster Lucent auf Distanz


von Anne Lacker

Der Telekomausrüster Lucent steckt in der Krise, daran ist nicht zu rütteln. Nachrichten aus dem Unternehmen werden von der Investorenwelt mit Misstrauen betrachtet, die Aktie notiert nahe dem 52-Wochen-Tief von 4,10 Dollar. Dennoch, Lucent selbst gibt die Hoffnung nicht auf. Im kommenden Jahr will der einstige Liebling der Wall Street wieder die Gewinnzone erreichen. Und: Das Unternehmen ist noch nicht völlig in der Gunst der Analysten gefallen. Manche Strategen glauben an die Worte des Netzwerkausrüsters und halten einen Einstieg für lohnenswert.

Lucent – abgeleitet vom lateinischen “lucere” (scheinen) – war früher Bestandteil des Telefon-Giganten AT&T. 1996 wurde es aus dem Konzern herausgelöst. Dieser Börsengang war eine der bis dato größten Neuemissionen. In schier atemberaubendem Tempo wuchsen Geschäftszahlen und Aktienkurs. Im Dezember 1999 dann erklomm das Wertpapier das Allzeithoch von 76 Dollar, eine Steigerung um 961 Prozent seit dem ersten Schritt auf das Parkett.

Dann, nach Platzen der High-Tech-Blase, brachte der Nachfrageeinbruch nach Komponenten für Kommunikationsdienste Lucent an den Rand des Ruins. Der damalige Chief Executive Officer Richard McGinn musste im Oktober 2000 seinen Hut nehmen, Interims-Chef Henry Schacht wurde im Januar 2002 von der 49-jährigen Patricia Russo abgelöst. “Pat”, die die Älteste von sieben Geschwistern ist, hatte 18 Jahre ihrer Karriere bei Lucent verbracht, bevor sie für anderthalb Jahre als Präsidentin und Chief Operating Officer bei Eastman Kodak arbeitete. Nun, als CEO des weltweit größten Ausrüsters für Telekommunikation, soll sie das krisengeschüttelte Unternehmen wieder in die Gewinnzone bringen.




Schafft Lucent den Turnaround?


Und dies wird länger dauern als noch Ende Januar erwartet. Damals hatte Schacht angekündigt, dass zum Ende des Geschäftsjahres 2002 im September der Sprung über die Gewinnschwelle erwartet werde, nachdem der Konzern 2001 einen Mega-Verlust von 16,2 Milliarden Dollar vorgelegt hatte. Mitte März kam dann die Ankündigung, dass die Rückkehr zur Profitabilität erst 2003 stattfinden werde. Gleichzeitig wurde der geplante Börsengang der Tochter Agere um mindestens drei Monate verschoben.

Zudem soll der Umsatz im zweiten Quartal um “moderate” 10 Prozent statt wie vorher angekündigt 10 bis 15 Prozent wachsen. Lucent konzentriert sich derzeit vor allem auf sein Kerngeschäft, den Verkauf von Telekomausrüstungen an rund 30 Großkunden wie AT&T oder Verizon. Doch diese halten sich immer noch stark mit den Ausgaben zurück. Und zwar stärker als Lucent erwartet hatte, räumte Russo Mitte März ein. Wie sehr das auf die Bilanz schlägt, werden Aktionäre bei der Vorlage des Quartalsberichts am 22. April sehen.

Russo ist überzeugt, dass sie den Turnaround schafft. Sie kenne die Industrie und die Kunden Lucents. Insgesamt hat das Unternehmen nun einen Abbau von 51 000 der einst 106 000 Stellen angekündigt. Die Kosten wurden um rund 1,6 Milliarden Dollar reduziert.




Analysten sind sich uneinig


Die Mehrheit der Analysten ist im Laufe der vergangenen Jahre auf Distanz gegangen. Derzeit geben 38 Prozent der vom Multex Investment Review befragten Strategen eine “Hold”-Empfehlung. Immerhin 20 Prozent jedoch sprechen sich für “Buy” aus.

Morgan Stanley gehört etwa zu den Optimisten. Die Analysten sehen für die Aktie einen fairen Wert von 8 Dollar. Der Aktie könnte es gelingen, in den kommenden 12 Monaten eine Outperformance zu realisieren, hieß es nach den News Mitte März. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Strategen einen Verlust je Aktie von 0,36 Dollar.

Lehman Brothers spricht sich sogar für ein “Strong Buy” mit einem Kursziel von 10 Dollar aus. Ihrer Meinung nach sei das Unternehmen attraktiv bewertet und die Unternehmensbilanz sei weiterhin auf dem Weg der Besserung. Für das Geschäftjahr 2002 erwartet Lehman Brothers einen Verlust je Aktie von 0,19 Dollar. 2003 sollte dann ein Gewinn je Anteilsschein on 0,19 Dollar erreicht werden. Allerdings macht den Analysten Sorgen, dass Lucent im vergangenen Monat eine weitere Wandelanleihe in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar begeben hat. Und dies, obwohl Lucent betont, kein weiteres Kapital einsammeln zu müssen.

Zu dem Gros der Pessimisten gehört dagegen etwa das Investmenthaus US Bancorp Piper Jaffray, die die Aktie auf “Underperform” mit einem Kursziel von 5,75 Dollar stufen.

 

Lucent - Barometer


  • Lucent Technologies 634075 Unternehmensbilanz verbessert sich

  • Lucent Technologies 634075  Neuer CEO Russo kennt das Unternehmen

  • Lucent Technologies 634075  Kosten wurden stark reduziert

  • Lucent Technologies 634075  Weitgehender Stellenabbau
  •  
  • Lucent Technologies 634075  Aktie nahe Tiefststand


  • Lucent Technologies 634075  Ausgaben der Kunden geringer als gedacht

  • Lucent Technologies 634075  Lucent enttäuscht oft eigene Prognosen

  • Lucent Technologies 634075  Turnaround auf 2003 verschoben

  • Lucent Technologies 634075  Erwartetes Umsatzplus für 2. Quartal reduziert
  • Lucent Technologies 634075  Frisches Kapital wird eingesammelt

multexinvestor



Im Artikel erwähnte Firmen

+++++ Lucent Homepage +++++ AT&T Homepage +++++ Kodak Homepage +++++ Verizon Homepage +++++


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Kicky:

haste wirklich schön gemacht Arbeiter

 
12.04.02 00:11
auch das Lied ist einfach superschön-und recht hast Du!
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Arbeiter:

Danke , nun werden sie fragen welches Lied !! o.T.

 
12.04.02 23:54
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