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#1

MaxGreen:

traurig

3
10.07.07 09:15
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Löschung 108020
Tequilaman:

Tja, zumindest wird es einen Crash geben

 
10.07.07 09:18
und die Aktienkultur in Deutschland geht wieder auf 60er Jahre Level zurück.

Einziger Vorteil, die Fremdbeherrschung Deutschlands durch andere aus der EU wird steigen, dami auch die Business Kultur. Bin ich froh bald wiedr für die Holländer zu arbeiten...
MaxGreen:

Frage ?

 
10.07.07 09:22
Beispiel: 1. Quartal 2009 - ein Trade mit 1000 Euro Gewinn und einen Trade mit 800 Euro Verlust. Zahle ich die 25% auf die 200 Euro Gesamtgewinn oder auf die 1000 Euro des Einzelgewinnes. Für den zeiten Fall stellt sich die Frage wie dann der Verlust berücksichtigt wird.

 
n1608:

@MaxGreen

3
10.07.07 09:43
Gewinne und Verluste aus identischen Geschäften dürfen nach wie vor verrechnet werden. In Deinem Bsp. wären also die € 200 zu versteuern. Hast Du aber nur Kursverluste aus Aktiengeschäften und Gewinne aus Zinsen, Immo etc. kannst Du leider nicht verrechnen.
MaxGreen:

n1608 - bist du sicher, ich habe irgendwo gelesen

 
10.07.07 09:48
das die Gewinne sofort abgeführt werden, d.h. bei einem nachfolgenden Verlust müsste das Finanzamt "theoretisch" zurücküberweisen (natürlich undenkbar)
Können/Dürfen Broker zukünftig Quartalsabrechnungen machen?

Suche dir einen Job der dir Spass macht und du brauchst keinen Tag in deinem Leben zu arbeiten. ( Konfuzius)

minesfan:

Quartalsabrechnung? Glaube ich nicht

 
10.07.07 10:02
das würde das System völlig ruinieren, wenn die sich auch noch mit soviel Arbeit abgeben müßten!

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An den Tagen, wo es gut läuft freue ich mich, an den Tagen wo es schlecht läuft, denke ich an die Tage, wo es gut lief!
Börsenonkel:

Danke für die Informationen

 
10.07.07 10:03
Ich hätte aber doch noch eine Frage.Wenn ich 50 Aktien z.B. Allianz am 1.07.2007
kaufe sind diese doch bis zum 01.07.08 steuerfrei.Was ist aber wenn ich zum 31.08.2008 noch einmal 20 kaufe sind die auch steuerfrei ????
templer:

MaxGreen alles was ich darüber gelesen

 
10.07.07 10:08
habe ist so, wie n1608 schreibt. Die Verluste kannst Du erst in der Einkommenssteuer-Erklärung gegenrechnen. Außerdem kommt in der Einkommenssteuer dein persönlicher Steuersatz für das entsprechende Jahr zur Geltung. Das heißt, wenn Du weniger als 25% zu versteuern hast, bekommst Du hier Geld vom Finanzamt zurück.

Kann mir auch vorstellen, dass die 25% in den nächsten Jahren reduziert werden.

Soweit ich mich erinnern kann haben mehrere Länder diese Steuer, USA 15% England 15-20%, auch die Niederlande glaube ich.
n1608:

Es ist richtig, dass die Banken

 
10.07.07 10:09
die Gewinne sofort abzuführen haben. Die Verluste sofern sie innerhalb eines Jahres entstanden sind, können, soweit mein Wissenstand bei der Steuerklärung gegengerechnet werden. Insofern ist es natürlich kein Problem, dass das Finanzamt zurücküberweist. Das Du das für völlig undenkbar hälst, deutet nur darauf hin, dass Du bisher nie eine ordnungsgemäße Steuererklärung abgegegeben hast :-)

Übrigens gibt es aus meiner Sicht interessante Ausweichmöglichkeiten, derer ich mich bediene:

1. Aufbau eines großen Langfristdepots vor dem 01.01.2009. Denn die späteren Kursgewinne sind weiterhin steuerfrei. D.h. für mich, dass ich in den nächsten 18 Monaten eher auf der Käufer- als auf der Verkäuflicherseite sein werde. Wer sein Depot als zusätzliche Altersvorsorge begreift, den kann die Abgeltungssteuer nicht schrecken.
2. Dachfonds: Die Umschichtungen innerhalb eines Dachfonds führen nicht dazu, dass die Gewinne versteuert werden müssen. D.h. es ist ein aktives Portfoliomanagement möglich, ohne das der Staat zugreift. Einziges Problem sind vielleicht die relativ hohen Transaktionskosten, die sich aber langfrisitg gesehen verschmerzen lassen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass sich in den nächsten 18 Monaten noch die eine oder andere Möglichkeit ergibt, dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen.
gogol:

genau diesen weg

 
10.07.07 10:22
werden viele gehen und dann ihr depot bei irgendeiner bank liegen lassen, weil der übliche trade uninterresant wird. es wird also zu zwei depots kommen, durch die direkte steuerabgabe durch die banken gibst du dem staat eine art von zinslosen kredit,es wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen das der handel in den ersten 6 monaten nachläßt um im zweiten halbjahr wieder zulegen zu können
minesfan:

Börse als Altersvorsorge?

 
10.07.07 10:23
Da wäre ich vorsichtig, und was machst du wenn in 10 oder 20 jahren die Märkte aus irgendwelchen Gründen abschmieren? Außerdem so unsicher wie die Märkte sind, wo willst du da investieren?? Der Dax ist überzockt, da wäre man bekloppt, wenn man jetzt einsteigt, und die Tecdax-Werte oder der Rohstoffmarkt ist mir zu volatil und unsicher um hierauf meine Altersvorsorge aufzubauen. Ich mmache im übrigen schon Pensionskasse und habe einen Altersvorsorgefond seit 5 Jahren!


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An den Tagen, wo es gut läuft freue ich mich, an den Tagen wo es schlecht läuft, denke ich an die Tage, wo es gut lief!
gogol:

im moment

 
10.07.07 10:29
gebe ich dir recht, wir haben aber noch fast 18 monate zeit und bis dahin.....ich glaube die waage wird sich mehr zu standartwerten neigen, dasheißt rendite/div-werten da sie dann gleich dem sparbuch versteuert werden
Fintelwuselwix:

n1608 hat recht

 
10.07.07 10:47
die "Lösung" des Problems liegt in dem Aufbau eines guten Depots aus langfristig interessanten Werten = Trendfolgeaktien. JETZT ein Depot aus solchen Aktien aufbauen ist der richtge Weg und wenn diese Werte bis 2009 schon gute Gewinne machen, dann kann man auch einen Kursrückgang, der wohl im Q1/2009 kommen wird aussitzen. Und dann jeden einzelnen Wert dieses Depots einfach so lange laufen lassen bis der Trend bricht bzw. bis sich die unternehmensspezfischen Bedingungen grob verschlechtern.
Und wenn man mal im DAX und MDax sucht, dann findet man da einige geniale Werte, die dazu geeignet sind. Das Wichtige bei dieser Strategie: Breite Streuung (mindestens 10 Werte) und GUTE Werte (keine Zockerbuden).
Die Zockerei bringt doch eh nix und dann (2009) wird sie noch unattraktiver werden!
@minesfan: Der Dax ist überzockt? Bekloppt ist wer jetzt einsteigt? Das denke ich nicht! Bekloppt ist der, der in die falschen Werte einsteigt und der, der sofort mit allem einsteigt! Wer sich aber jetzt ein vernünftiges Depot AUFBAUT, der kauft sich gestaffelt ein! Seit über einem Jahr kaufe ich Aktien (z.B. SZ, Klöckner, K+S, MAN) an ihren Höchstkursen, aber sie stiegen/steigen immer weiter.... Ich wäre jedesmal bekloppt gewesen wenn ich sie nicht gekauft hätte!
Fazit: Es kommt darauf an GUTE Werte zu kaufen!
Scontovaluta:

Habt Ihr keine Verluste realisiert undvorgetragen?

 
10.07.07 10:55
Soweit ich weiss, können diese bis 2013 gegengerechnet werden.
Diese Steuer ist doch schon seit Jahren im Gespräch und wurde immer wieder vertagt.
Und 2008 kommt angeblich noch der große Schlussverkauf!
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Löschung 3412110


minesfan:

Ich weiß, immer wenn man denkt

 
10.07.07 10:59
es geht nicht mehr weiter hoch dan geht es doch noch. Aber:

Jetzt sind wir soweit oben, fast ATH und der Ifo-Geschäftsklimaindex ist das erste Mal empfindlich gefallen und ich denke, daß wir uns in einem leichten Abwärtstrend bezüglich des wirtschaftlichen Aufschwungs befinden, max. Stagnation. Die negative Stimmung wird sich jedoch bald verstärken und dann wird der Dax auf 7000 korrigieren. Etwaige Kriege, von Herrn Bush angezettelt, und Terroranschläge nicht einberechnet!

Ich denke es ist höchst an der Zeit für einen Anschlag, da lange nichts war, und das wird uns das Genick brechen. Nicht das ich das will, aber wir können diese Extreisten nicht aufhalten, da es keinen 100% igen Schutz gibt.





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An den Tagen, wo es gut läuft freue ich mich, an den Tagen wo es schlecht läuft, denke ich an die Tage, wo es gut lief!
Knappschafts.:

Wenigstens einen bringt die neueSteuer zumStrahlen

5
10.07.07 11:05

Die Abgeltungsteuer auf Zinsen und Kapitalerträge soll wirklich kommen. Darunter werden die Anleger und Altersvorsorgesparer leiden.

Wenigstens einen bringt die neue Steuer zum Strahlen. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück feierte vor kurzem seinen neuesten Coup: die geplante Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge, auf die sich – geschickt getarnt im Paket zur Reform der Unternehmensteuern – das Kabinett nun nach langem Ringen geeinigt hat. Sie sei einer der wichtigsten finanzpolitischen Beschlüsse der vergangenen Jahre, frohlockte Steinbrück am selben Abend vor internationalem Publikum.

Für Anleger bedeutet die Abgeltungsteuer vor allem eins: Ab 2009 müssen alle Zinsen, Dividenden und Kursgewinne aus Aktien- und Fondskäufen pauschal mit 25 Prozent versteuert werden. Anlegerschützer, Opposition und Investmentgesellschaften befürchten das Schlimmste für die Kleinanleger und den deutschen Aktienmarkt.

Einige von ihnen waren anfangs sogar für die Pauschalsteuer. Sie sollte die Besteuerung von Kapitalerträgen endlich gerecht und einfacher machen. Statt jedes Jahr eine Einkommensteuererklärung abzugeben und detailliert Kurs- und Zinsgewinne, Freibeträge und Kosten für Fahrten zu Hauptversammlungen aufzulisten, werden die Banken und Depotgesellschaften künftig automatisch ein Viertel aller Kapitaleinkünfte ans Finanzamt abführen. Nach dem Motto: Die Steuer bereitet dem Anleger weniger Schmerzen, wenn er gar nicht erst etwas gutgeschrieben bekommt.

Jahrelang hatten die Finanzpolitiker um die Einführung der Abgeltungsteuer gerungen. Seit 2002 tauchte sie immer wieder auf der politischen Agenda auf. Mal war die SPD dafür, die CDU dagegen, dann wieder war es umgekehrt. Auch der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) unterstützte die geplante Steuer im Grundsatz. Jetzt allerdings sagt deren Vertreter Andreas Fink: »So hatten wir sie uns nicht vorgestellt.« Er meint: so hoch.

<!--START: LESERMEINUNG-->Finanzminister Steinbrück verweist jedoch aufs Ausland, wo es solche Steuern längst schon gebe. »Wir haben aufgeschlossen«, sagt er. Doch das stimmt nur zum Teil. In anderen Ländern gibt es zwar bereits eine Abgeltungsteuer, aber dort ist sie längst nicht so umfassend wie hier geplant. Österreich etwa wird oft als Vorbild genannt. Dort besteuert man aber keine Kursgewinne, sondern nur Zinsen und Dividenden. Auch in der Schweiz, in Belgien und in den Niederlanden sind Kursgewinne für Privatanleger steuerfrei. In Luxemburg ebenfalls, jedenfalls sofern sie länger als ein halbes Jahr gehalten werden. In Italien, Frankreich, Spanien und den USA greift der Fiskus hingegen auch bei Kursgewinnen zu – behält aber lediglich 15 bis 20 Prozent ein.

Hierzulande aber sind 25 Prozent vorgesehen, hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Macht unterm Strich satte 28 Prozent. »Das ist also alles andere als ein Steuergeschenk, wie die Politiker immer propagieren«, sagt Steuerberaterin Birgit Hosemann, die sich auf die Besteuerung von Kapitalanlagen spezialisiert hat. Bislang wurde nur die Hälfte der eingenommenen Dividenden besteuert, diese allerdings zum persönlichen Steuersatz. Großverdiener kamen damit auf maximal 21 Prozent, Anleger mit geringem Einkommen lagen noch erheblich darunter. Nach der Berechnung des Deutschen Aktieninstituts wären 15 Prozent Abgeltungsteuer »fair« gewesen. Das hätte im Schnitt etwa dem jetzigen Stand entsprochen.

 

Ab 2009 wird jedes Umschichten des Depots sehr teuer

Der Reformplan hat noch weitere Finessen, die die Anleger künftig schlechter stellen. Dazu gehört die Abschaffung des Freibetrages auf Spekulationsgewinne und die der abzugsfähigen Werbungskosten. Vor allem die Abschaffung der einjährigen Spekulationsfrist wird für viele schmerzhaft sein. Bislang waren Kursgewinne steuerfrei, wenn ein Anleger seine Papiere länger als ein Jahr im Depot hatte. Diese Frist galt für alle Aktien, Anleihen, Optionsscheine und Investmentfonds. Künftig fällt die Steuer auch nach vielen Jahren noch an. Einzige Ausnahme: Wer die Papiere vor 2009 gekauft hat, bevor das neue Gesetz in Kraft tritt, der kann sich auch weiterhin über steuerfreie Kursgewinne nach Ablauf der Spekulationsfrist freuen. Man sollte sein Depot also möglichst noch 2008 langfristig bestücken, denn jedes Umschichten danach wird teuer.

Tatsächlich trifft die neue Abgeltungsteuer vor allem Langfristanleger. Dagegen ändere sich nicht allzu viel für diejenigen, die auf schnelle Gewinne aus seien, sagt Jürgen Kurz, Vertreter der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW): »Das private Vorsorgesparen fürs Alter wird deutlich teurer und ineffizienter, als es bereits ist.« Der deutschen Aktienkultur könnte Steinbrück damit einen wahren Bärendienst erweisen.

Schon jetzt lassen deutsche Anleger im Vergleich zu US-amerikanischen pro Jahr zwei Prozent Rendite auf der Straße liegen, weiß die DSW aus Studien. Hiesige Anleger investieren nämlich weniger in Aktien und wählen stattdessen weniger rentable Anlageformen. Noch immer ist das Sparbuch der Deutschen liebstes Anlageprodukt, obwohl dessen Verzinsung kaum die Inflation ausgleicht. Gleich dahinter rangieren Tagesgeldkonten und festverzinsliche Wertpapiere, etwa Bundesanleihen. Damit legen die Sparer zwar sicher an, aber mit magerem Zins. So müssen sie viel mehr Geld zurücklegen, wenn sie sich eine Zusatzrente erarbeiten wollen.

Bald wird es noch mehr sein. Ein Anleger, der 30 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen durchschnittlichen Aktienfonds mit acht Prozent Rendite einzahlt, häuft so rund 150000 Euro an, darunter stolze 134000 Euro an Kursgewinnen. Laut BVI, der die Rechnung aufgestellt hat, konnte er sich davon bisher eine monatliche Zusatzrente von 1000 Euro auszahlen lassen, 20 Jahre lang. Künftig bezahlt er allein 32000 Euro Abgeltungsteuer. Danach bleiben noch 770 Euro monatlich, fast ein Viertel weniger. »Das wird die Neigung der Bevölkerung, in Aktien anzulegen, drastisch bremsen«, vermutet BVI-Vertreter Andreas Fink.

Aktien und Aktienfonds gelten als die großen Verlierer der Steuerreform, weil bei ihnen sowohl Kurs- als auch Dividendengewinne anfallen und voll besteuert werden. »Festverzinsliche Produkte stehen im Vergleich besser da«, sagt Steuerberaterin Hosemann, »es wird daher wohl einen Run auf diese Produkte geben.«

Zudem könnte es in Hinblick auf die Dividende für deutsche Anleger bald günstiger sein, ausländische Aktien zu kaufen. Dort fällt statt der Abgeltung- die günstigere Quellensteuer an. »Aber die deutschen Titel bleiben ja nicht auf der Straße liegen«, sagt Aktionärsschützer Kurz. Wenn hiesige Privatanleger sie künftig seltener kauften, nähmen ausländische Investoren sie eben ins Depot. Besonders die dividendenstarken Dax-Werte könnten so zunehmend in ausländische Hände gelangen. Für Investoren in anderen Ländern gilt die deutsche Abgeltungsteuer nämlich nicht.

Kleinverdiener trifft die neue Steuer am härtesten

Um ein Haar hätte die Reform auch die Lebensversicherer begünstigt: Der Zugewinn aus lang laufenden Policen wird nämlich seit 2005 laut Gesetz zur Hälfte versteuert, und das soll auch weiterhin so bleiben. Die Abgeltungsteuer für Lebensversicherungen hätte also bedeutet, dass der Staat bei ihnen 12,5 Prozent abzweigt statt 25 Prozent. Dagegen wehrte sich die Lobby der Investmentgesellschaften, sie drängte auf Gleichbehandlung und forderte ebenfalls nur den halben Steuersatz. Die Folge: In letzter Minute nahm Finanzminister Steinbrück die Lebens- und Rentenversicherer ganz von der Steuer aus. Bei ihnen bleibt alles beim Alten, der Zugewinn wird weiterhin nur zur Hälfte und zum persönlichen Steuersatz belastet.

Einfacher oder gerechter wird es durch die Pauschalsteuer nicht. Statt der Finanzämter erledigen bald die Banken die Abrechnungen. Aber wie soll die Verrechnung von Spekulationsverlusten und -gewinnen funktionieren, wenn Gewinnsteuern sofort eingezogen werden, das Depot danach aber Verluste macht? Was ist, wenn ein Kunde mehrere Bankverbindungen unterhält? Letztlich würden doch viele Auflistungen und Rückforderungen am Anleger hängen bleiben, sagt die Steuerberaterin Hosemann aus Erfahrung.

Was viele zudem nicht verstehen: Da propagiert die Regierung, die Bürger müssten sich eigenständig um ihre private Altersvorsorge kümmern, »und nun wirft sie ihnen genau dort Knüppel zwischen die Beine«, sagt DSW-Vertreter Kurz. Anleger nähmen für die Altersvorsorge das Risiko des Kapitalmarktes in Kauf. In Zeiten guter Gewinne würde der Staat einfach mitkassieren. Verlieren würde er selbst bei Kursstürzen nichts. Im Gegensatz zu den Anlegern.

Zwar wehrten sich SPD-Parteilinke wie Andrea Nahles gegen Finanzminister Steinbrücks Steuerreformpaket, aber sie kritisieren daran nur, dass die Regierung die Steuern für die Unternehmen senken will. Nicht, dass sie für Privatanleger im gleichen Atemzug die Steuern erhöht. Dabei trifft die Abgeltungsteuer die Kleinsten am härtesten. Anleger mit einem Einkommensteuersatz von unter 25 Prozent zahlen im Vergleich zum heutigen Halbeinkünfteverfahren drauf.

Wer jetzt meint, diese Leute könnten sich ohnehin keine Aktien leisten, der irrt. So wird der Fiskus künftig zum Beispiel auf die Depots von Rentnern stärker zugreifen und auf solche, die Eltern für ihre Kinder angelegt haben. Etwa 25 Millionen Deutsche liegen unter dem Satz von 25 Prozent, sechs Millionen davon dürften Kapitalerträge haben, schätzt der BVI. Längst riefen die Chefs von SPD und CDU auch die Kritiker in den eigenen Reihen zur Raison: Die Koalition will den Gesetzentwurf um jeden Preis verabschieden.

Die Verbände hoffen zwar, dass sie doch noch Gegenstimmen mobilisieren können. Doch die Öffentlichkeit hat erstaunlich wenig gegen die Reform aufgemuckt, stellen Aktionärsschützer verwundert fest. »Im Prinzip repräsentieren die Abgeordneten im Bundestag aufs Beste die Gesellschaft«, sagt Aktionärsvertreter Kurz, »die meisten haben wenig Ahnung, was Aktien sind und welchen Nutzen sie für Volkswirtschaft und Altersvorsorge haben.« Schließlich stellen Studien immer wieder fest, dass sich Deutsche nur ungern mit finanziellen Fragen auseinandersetzen – und noch weniger gern darüber reden.

TURBO_BULL:

die masiv und fetteste Steuererhöhung aller Zeiten

3
10.07.07 11:06
diese neue Abgeltungssteuer !!!

da soll ich nun was für das Alter tun und der Staat verdient ohne Risiko mit und ich muss volles Rissiko gehen Typich Staat - ich werde wohl kündigen müssen bei der Steuer !
Malko07:

Anlageentscheidungen nur

9
10.07.07 11:09
unter dem Aspekt der Steuer zu betrachten war schon immer falsch und ging schon immer in die Hose. Keiner kann auf Jahrzehnte hin die richtigen Aktien auswählen. Wenn er faule Eier nicht aus dem Korb schmeißt, wird das die Rendite stärker schmälern als die Steuer:

baer45.schmartz.de/langfristig.html target=_blank rel="nofollow"> Langfristige Spekulationen

Ist zwar aus dem Mai 2004, ist aber immer noch voll gültig.  
Tequilaman:

einfacher Grundsatz:

 
10.07.07 11:20
Wenn die Verluste zuerst realisiert wurden, wird innerhalb der selben Depotbank automatisch verrechnet.

Wenn die Gewinne zuerst realisiert wurden, wird Steuer abgeführt. Der Verlustvortrag hingegen bleibt hingegen für den nächsten Gewinn stehen
börsenfurz1:

Turbo bull kündigen

 
10.07.07 11:20


willst du nichts mehr verdienen?

Oder wirds du Hartzer?

Oder wie oder was Schwarz geht auch nichts mehr!
n1608:

Jedem seine eigene Strategie

2
10.07.07 11:27
ich denke die aussagen unseres freundes kostolany sind immer noch aktuell. ich möchte dies einmal an einem bsp. erläutern. meine frau hat ende der 90 er ein depot geerbt, dass in den 60 er aufgebaut wurde und hauptsächlich aus deutschen standardwerten besteht. selbst beim tiefspunkt 2002 war das gesamtdepot noch fast 1000% im Plus bezogen auf die einstiegskurse. wie das depot heute dasteht brauche ich wohl keinem zu erklären. innerhalb der letzten 30 jahre gab es diverse "crash's", die aus heutiger sicht im chart nicht mal mehr zu erkennen sind. auch wenn in den nächsten 30 Jahren keine Rendite von ca. 10% p.a. zu erwarten ist, werden aktien andere anlageklassen auch weiterhin schlagen. außerdem bedeutet der aufbau eines langfristdepots ja nicht, dass man innerhalb einer zeitachse von 30 jahren nicht einmal gewinne mitnimmt.
Malko07:

Langfristige

4
10.07.07 11:43

Renditen mit deutschen Aktien, je nach Einstiegszeitpunkt (man sollte schon den Zinseszinseffekt kennen, den ma ja auch bei Staatsanleihen erreichen kann):

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               
Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)1990199520002005
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,147,917,077,213,513,98-25,15-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,119,058,568,975,727,40-12,54-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,098,998,508,885,837,40-8,85-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,679,659,349,847,079,09-3,6326,32
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.06: 
6,006,596,569,0610,089,8810,457,8910,11-0,3324,09
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.            
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr:  1000)            
ACHTUNG: Die ausgewiesene Rendite ist immer ein Zinseszins! Gilt auch für negative Renditen.

Seit 1960 hätten Bundeschatzbriefe mithalten können. Ihre Haltung wäre kostenlos gewesen. Dass es kostenlose Depots gibt ist relativ neu.

 

 

Fintelwuselwix:

super n1608

 
10.07.07 11:46
das ist ein tolles Beispiel um einigen hier endlich mal zu zeigen, dass LANGFRISTIG nicht ein Monat ist!!
Und es kommt einfach darauf an Qualitätswerte (!!!!!) zu kaufen. Ich habe auch 1999 eine Daimler nahe ihrer Höchstkurse gekauft, nur habe ich leider den Fehler gemacht als sie im Tief war nicht nachzulegen, denn dieses Unternehmen steht für Qualität, auch wenn ich jahrelang auf diese Bude sauer war.
Andererseits habe ich mich in der Neuen Markt-Euphorie hinreißen lassen SCM Microsystems zu kaufen. Tja, aus dieser Aktie wird nie mehr was werden, weil es ein gepushter Schrottwert war/ist.
Heute weiß ich, dass Qualitätsaktien (und nur diese gehören ins Depot!!!) langfristig immer einen Kauf wert sind.
Malko07:

Es gab gute Zeiten für

5
10.07.07 11:58
Zinspapiere und es gab gute Zeiten für Aktien. Sie waren meistens nicht deckungsgleich. In welcher Zeit befinden wir uns jetzt? Geht es weiter aufwärts mit den Aktien oder befinden wir uns seit 2000 in einer Seitwärtsbewegung?  Als Langfristanleger sollte man langfristig schauen - auch rückwärts:

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