FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie des Biotech-Unternehmens Lion Bioscience hat am Donnerstag ein neues Jahrestief erreicht, nachdem sie fünf Handelstage in Folge gefallen war. Bis 13.30 Uhr verlor der Titel 5,83 Prozent auf 11,30 Euro. Zu Beginn des Kursrutsches, der von hohen Umsätzen begleitet war, kostete das Papier noch knapp 14 Euro. Der NEMAX 50 stieg um 0,89 Prozent auf 1.074,80 Punkte.
"Die Aktie ist nach den Quartalszahlen von vielen Analysten herabgestuft worden", sagte ein Händler. In ANZEIGE
den vergangenen Tagen sei der Umsatz und Abgabedruck deshalb höher gewesen als am Donnerstag. Ein Analyst sagte, das Management habe Mitte vergangenen Jahres noch den Abschluss zweier Geschäfte für die Bioinformatik-Lösungen des Unternehmens angekündigt. Entgegen der Ankündigung sei jetzt nur ein kleineres Geschäfts abgeschlossen worden.
'MARKT SEHR AUFGESPLITTERT'
Zudem sei der Markt für Bioinformatik sehr fragmentiert. "Neben der durch die Börsennotierung bekannten Lion gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Unternehmen, die oftmals flexibler sind", sagte der Experte. Lion Bioscience wolle mit seinen Produkten hingegen "einen Pullover für die ganze Welt stricken".
"Die Pharmafirmen haben auch erkannt, dass Bioinformatik nicht die alleinige Lösung ist", sagte der Experte. Da diese Kosten sparen würden, seien große Unternehmen kaum mehr bereit, hier wirklich Geld zu investieren. "Interessanter ist für die Pharmafirmen mittlerweile eine Zusammenarbeit mit Produktentwicklern", sagte der Analyst./ts/bi
"Die Aktie ist nach den Quartalszahlen von vielen Analysten herabgestuft worden", sagte ein Händler. In ANZEIGE
den vergangenen Tagen sei der Umsatz und Abgabedruck deshalb höher gewesen als am Donnerstag. Ein Analyst sagte, das Management habe Mitte vergangenen Jahres noch den Abschluss zweier Geschäfte für die Bioinformatik-Lösungen des Unternehmens angekündigt. Entgegen der Ankündigung sei jetzt nur ein kleineres Geschäfts abgeschlossen worden.
'MARKT SEHR AUFGESPLITTERT'
Zudem sei der Markt für Bioinformatik sehr fragmentiert. "Neben der durch die Börsennotierung bekannten Lion gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Unternehmen, die oftmals flexibler sind", sagte der Experte. Lion Bioscience wolle mit seinen Produkten hingegen "einen Pullover für die ganze Welt stricken".
"Die Pharmafirmen haben auch erkannt, dass Bioinformatik nicht die alleinige Lösung ist", sagte der Experte. Da diese Kosten sparen würden, seien große Unternehmen kaum mehr bereit, hier wirklich Geld zu investieren. "Interessanter ist für die Pharmafirmen mittlerweile eine Zusammenarbeit mit Produktentwicklern", sagte der Analyst./ts/bi