Liberty Media droht Gegenwind


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Liberty Media droht Gegenwind

 
21.11.01 10:44
Liberty Media droht Gegenwind


Zeitung: Bertelsmann und die RTL-Gruppe wollen Liberty Media den Zugriff auf das TV- Kabel verwehren

IW / 21.11.01/10:35 Uhr) Dem US-Konzern Liberty Media droht bei seiner geplanten Übernahme mehrerer deutscher Kabelnetze Widerstand von Bertelsmann und RTL Gruppe. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Mittwochsausgabe berichtet, haben sich beide Konzerne mit einer Beschwerde an das Bundeskartellamt gewandt.

"In Europa droht die Gefahr der Dominanz im Kabel durch Liberty Media", heißt es in einer Eingabe beim Kartellamt, die der Zeitung vorliegt. Der Einstieg des US-Konzerns in das deutsche Kabelfernsehen könne zu "großen Nachteilen" für die Zuschauer und die vorhandenen, frei empfangbaren Sender führe. Bisher frei empfangbare Programme würden im Liberty-Kabelnetz nur noch gegen Entgelt zu sehen sein. Angst haben die Beschwerdeführer vor allem vor der künftig schwieriger werdenden Vermarktung von Werbeplätzen. Der Betrieb von werbefinanzierten Sendern sei "massiv gefährdet", wenn die Verbreitung im Kabelfernsehen nicht garantiert sei. Ohne die flächendeckende Ausstrahlung im Kabel seien die Werbespots "nicht verkaufbar", zitiert die "Süddeutsche" aus der Eingabe.

Liberty hatte der Deutschen Telekom im September sechs der neun Kabelnetze für 5,5 Milliarden Euro abgekauft - vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes (wir berichteten mehrfach). Gehen die Pläne auf, wird Liberty künftig die Kabelnetze in Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betreiben. Ende Oktober hatte Liberty auch sein Interesse an der Übername des deutschen Kabelnetzbetreibers Tele Columbus bekundet (wir berichteten).

Mitte Oktober verkündete Liberty, rund zehn Millionen Settop-Boxen für digitale Kabeldienste kostenlos für Kunden des Konzerns bereitstellen zu wollen. Kaum ein Kunde sei bereit, die Kosten für die mehr als 500 Mark teuren Geräte selbst zu übernehmen. So will Liberty kostenpflichtige Zusatzleistungen wie digitale Programme und den Internet-Zugang über das Fernsehkabel gewinnbringend vermarkten. (pk)

Quelle: www.internetworld.de/sixcms/detail.php?id=22314
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Liberty meldet Premiere-Einstieg beim Kartellamt..

 
23.11.01 00:36
22.11.2001 18:37

Liberty meldet Premiere-Einstieg beim Kartellamt an

Der US-Medienkonzern Liberty Media hat den geplanten Einstieg beim Pay-TV-Sender Premiere World der Kirch-Gruppe beim Bundeskartellamt angemeldet, bestätigte ein Sprecher des Kartellamts gegenüber dpa. Liberty hat -- unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden -- bereits rund 60 Prozent des Kabelnetzes der Deutschen Telekom für 5,5 Milliarden Euro gekauft. Außerdem will der Konzern die TV-Kabel-Gesellschaften der Deutschen Bank übernehmen und so in den Besitz der Netzebene 4, des Teilnehmeranschlusses beim TV-Kabel, gelangen.

Neben Bedenken wegen der Konzentration im TV-Kabelmarkt und der möglichen Verbandelung mit Kirch war Liberty Media in letzter Zeit unter anderem wegen seiner Settop-Box-Pläne ins Gerde gekommen. Der Konzern will den Kabelkunden eigene, kostenlose Settop-Boxen liefern, die nicht dem in Europa favorisierten Standard MHP (Multimedia Home Platform) entsprechen. (jk/c't)

Quelle: www.heise.de/newsticker/data/jk-22.11.01-003/
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Luki2:

Verkauf der TV-Kabelnetze an Liberty Media fraglic

 
27.11.01 12:54
Verkauf der Telekom-TV-Kabelnetze an Liberty Media fraglich

Das Bundeskartellamt sieht offenbar kaum noch Chancen für den Einstieg des US-Unternehmens Liberty Media in den deutschen Fernsehkabelmarkt. Grund dafür seien Bedenken gegen die Übernahme der TV-Kabelnetze bei gleichzeitigem Erwerb eines Minderheitsanteils am Pay-TV-Sender Premiere, berichtet die Berliner Zeitung am Dienstag.

Liberty will der Deutschen Telekom für 5,5 Milliarden Euro (10,76 Milliarden Mark) sechs Kabelnetze abkaufen. Öffentlich-rechtliche und private Fernsehanstalten hatten protestiert, weil sie Wettbewerbsverzerrungen zu Gunsten von Liberty-eigenen Sendern befürchten. Das Amt will im Januar eine Entscheidung bekannt geben.

Ein Kauf lediglich der 10 Millionen Kunden zählenden Kabelnetze hätte zu keiner Verschlechterung im Wettbewerb geführt, sagte Kartellamtspräsident Ulf Böge der Zeitung. Schließlich hätte schon der Verkäufer, die Telekom, über eine Monopolstellung verfügt. Auch an den Fernsehaktivitäten von Liberty Media in Deutschland störe sich das Amt kaum. Schließlich würde mit dem US-Konzern ein weiterer Wettbewerber im Fernsehen auf den Plan treten und damit grundsätzlich der Wettbewerb gestärkt.

Der Antrag von Liberty Media aber, auch den 22-prozentigen Minderheitsanteil der australischen News Corp am einzigen deutschen Bezahl-Fernsehsender Premiere übernehmen zu wollen, bereite nun dem Kartellamt Probleme, hieß es. Grund dafür sei die Schwierigkeit, jetzt noch zu Gunsten von Liberty die so genannte Abwägungsklausel einzusetzen. Diese Klausel erlaubt es dem Kartellamt, Übernahmen selbst dann zu genehmigen, wenn sie zu einer marktbeherrschenden Stellung führen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass in benachbarten Märkten mehr Wettbewerb entsteht.

Bei der Genehmigung des Kabel-Deals hätte Liberty vor allem das Angebot geholfen, das Kabelnetz so aufzurüsten, dass darüber auch Telefon- und Internetdienste genutzt werden können. Dadurch würde es zu zusätzlichem Wettbewerb im Telefon-Ortsnetz kommen, das bisher die Telekom beherrscht. Auch Vorschläge, mehr Wettbewerb im Fernsehsektor zu erzeugen, hätten Liberty wohl geholfen. "Wegen des beabsichtigten Einstiegs bei Premiere erwarte ich nicht, dass noch Vorschläge von Liberty gemacht werden", sagte Böge. (dpa) / (wst/c't)
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