Freitag, 24. Mai 2002
Langsamer als erwartet
US-BIP steigt
Das US-Handelsministerium hat am Freitag kurz vor Börseneröffnung seine Wachstumsschätzung für das erste Quartal etwas nach unten revidiert und damit die Erwartungen enttäuscht.
Die BIP-Jahresrate stieg den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten um 5,6 Prozent. Zuvor waren 5,8 Prozent erwartet worden. Manche Analysten hatten sogar mit einem Anstieg von 6,0 Prozent gerechnet.
Eine Händlerin erklärte zu den US-Zahlen, man habe an den Märkten wohl einfach zu hohe Erwartungen gehabt. Ein Wachstum von 5,6 Prozent sei aber immer noch gut. Die Abweichung nach unten sollte nicht überbewertet werden. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte die Steigerung lediglich 1,7 Prozent betragen.
Zurückhaltung bei Konsumausgaben und Investitionen
Vor allem bei den Konsumausgaben und den Investitionen der Unternehmen war die Entwicklung im ersten Quartal schwächer als zunächst angenommen. Nach neuen, aber immer noch vorläufigen Berechnungen wurde auch der Anstieg der Konsumausgaben auf 3,2 Prozent von 3,5 Prozent leicht nach unten revidiert.
Die Verbraucher halten sich offenbar vor allem bei der Beschaffung von langlebigen Gütern zurück. Hier wurde ein revidierter Rückgang von 9,6 (erste Schätzung 8,0) Prozent verzeichnet. Investitionen gingen sogar um 8,2 Prozent statt wie erwartet um 5,7 Prozent zurück.
Konjunkturerholung auch in anderen G-7-Staaten
Dennoch ist die US-Wirtschaft mit 5,6 Prozent so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Außerdem wächst sie weiter stärker als in anderen großen Industrienationen, wie die jüngsten Statistiken aus Frankreich und Großbritannien zeigen.
In Frankreich belief sich das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auf 0,4 Prozent. In Deutschland und Italien stieg das Bruttoinlandsprodukt nach früheren Angaben im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent.
Während sich damit in den drei größten Volkswirtschaften der Euro-Zone, die rund 75 Pozent der Wirtschaftsleistung dort erbringen, eine Erholung abzeichnete, bewegte sich Großbritannien am Rande einer Rezession. Das britische Statistikamt revidierte am Freitag das BIP-Wachstum für das erste Quartal überraschend nach unten. Wie im vierten Quartal 2001 verzeichnete die britische Wirtschaft zum Vorquartal erneut ein Nullwachstum.
In Kanada beträgt nach früheren Angaben die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorquartal 1,2 Prozent. Sogar in Japan wird im ersten Quartal mit einem BIP-Anstieg gerechnet.
Zahlen belasten US-Aktien
Die Revision des Bruttoinlandsproduktes sorgte an den Märkten am Freitag allerdings nicht für positive Impulse. Die US-Aktioen begannen den Handel mit Kursrückgängen. Die Revision habe die Sorgen verstärkt, wonach die Erholung der US-Wirtschaft langsamer vorankomme als erwartet, hieß es an den Finanzmärkten.
Wegen des Memorial-Days am Montag, an dem US-Börsen in New York geschlossen bleiben, rechnen Händler außerdem insgesamt mit einer großen Zurückhaltung der Investoren. Traditionell gilt das Wochenende als Auftakt der Sommerferien-Saison in den USA.
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bye peet
Langsamer als erwartet
US-BIP steigt
Das US-Handelsministerium hat am Freitag kurz vor Börseneröffnung seine Wachstumsschätzung für das erste Quartal etwas nach unten revidiert und damit die Erwartungen enttäuscht.
Die BIP-Jahresrate stieg den Angaben zufolge in den ersten drei Monaten um 5,6 Prozent. Zuvor waren 5,8 Prozent erwartet worden. Manche Analysten hatten sogar mit einem Anstieg von 6,0 Prozent gerechnet.
Eine Händlerin erklärte zu den US-Zahlen, man habe an den Märkten wohl einfach zu hohe Erwartungen gehabt. Ein Wachstum von 5,6 Prozent sei aber immer noch gut. Die Abweichung nach unten sollte nicht überbewertet werden. Im vierten Quartal des Vorjahres hatte die Steigerung lediglich 1,7 Prozent betragen.
Zurückhaltung bei Konsumausgaben und Investitionen
Vor allem bei den Konsumausgaben und den Investitionen der Unternehmen war die Entwicklung im ersten Quartal schwächer als zunächst angenommen. Nach neuen, aber immer noch vorläufigen Berechnungen wurde auch der Anstieg der Konsumausgaben auf 3,2 Prozent von 3,5 Prozent leicht nach unten revidiert.
Die Verbraucher halten sich offenbar vor allem bei der Beschaffung von langlebigen Gütern zurück. Hier wurde ein revidierter Rückgang von 9,6 (erste Schätzung 8,0) Prozent verzeichnet. Investitionen gingen sogar um 8,2 Prozent statt wie erwartet um 5,7 Prozent zurück.
Konjunkturerholung auch in anderen G-7-Staaten
Dennoch ist die US-Wirtschaft mit 5,6 Prozent so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Außerdem wächst sie weiter stärker als in anderen großen Industrienationen, wie die jüngsten Statistiken aus Frankreich und Großbritannien zeigen.
In Frankreich belief sich das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal auf 0,4 Prozent. In Deutschland und Italien stieg das Bruttoinlandsprodukt nach früheren Angaben im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent.
Während sich damit in den drei größten Volkswirtschaften der Euro-Zone, die rund 75 Pozent der Wirtschaftsleistung dort erbringen, eine Erholung abzeichnete, bewegte sich Großbritannien am Rande einer Rezession. Das britische Statistikamt revidierte am Freitag das BIP-Wachstum für das erste Quartal überraschend nach unten. Wie im vierten Quartal 2001 verzeichnete die britische Wirtschaft zum Vorquartal erneut ein Nullwachstum.
In Kanada beträgt nach früheren Angaben die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorquartal 1,2 Prozent. Sogar in Japan wird im ersten Quartal mit einem BIP-Anstieg gerechnet.
Zahlen belasten US-Aktien
Die Revision des Bruttoinlandsproduktes sorgte an den Märkten am Freitag allerdings nicht für positive Impulse. Die US-Aktioen begannen den Handel mit Kursrückgängen. Die Revision habe die Sorgen verstärkt, wonach die Erholung der US-Wirtschaft langsamer vorankomme als erwartet, hieß es an den Finanzmärkten.
Wegen des Memorial-Days am Montag, an dem US-Börsen in New York geschlossen bleiben, rechnen Händler außerdem insgesamt mit einer großen Zurückhaltung der Investoren. Traditionell gilt das Wochenende als Auftakt der Sommerferien-Saison in den USA.
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bye peet