Kurze Info zur Bankenlandschaft


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Twinson_99:

Kurze Info zur Bankenlandschaft

 
30.10.01 11:14
Wertschaffungsranking europäischer Großbanken

Angesichts der gegenwärtigen Krise im deutschen Bankensektor hat die Unternehmensberatung Stern Stewart & Co. die gegenwärtige Performance von europäischen Großbanken und ihre aus der Kapitalmarktbewertung abgeleiteten Zukunftserwartungen untersucht. Das vom "bankmagazin" veröffentlichte Wertschaffungsranking zeigt demnach folgendes Ergebnis:
Unangefochten an der Spitze stehen die britischen Banken mit einer Wertschaffung am Kapitalmarkt (Market Value Added) von jeweils mindestens 30 Mrd. Euro. Im oberen Mittelfeld nach diesem Kriterium liegt die Deutsche Bank (14,5 Mrd. Euro), im unteren Mittelfeld die Dresdner Bank (3,467 Mrd. Euro).
Die Schlußlichter sind Commerzbank (-2,183) und HypoVereinsbank (-5,594). Deren Marktwert ist gegenwärtig sogar geringer als das von den Investoren eingebrachte Kapital.

Aus dem letzterem Teil finde ich die Hypovereinsbank sehr interessant, die in den letzten Wochen ja bereits deutlich unter Druck geriet...

Meinungen lese ich gerne,

Euer Twinson_99

CU @ de.geocities.com/your_investor
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Twinson_99:

Weitere aktuelle Infos - bei Bedarf, kann ich das

 
31.10.01 11:40
häufiger Einstellen.

Dr. Fahrholz: DKW unverzichtbarer Bestandteil der Bank
In einem Gespräch mit dem Handelsblatt betont der Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Dr. Bernd Fahrholz, noch einmal ausdrücklich den Stellenwert des Bereichs Investment-Banking innerhalb der Dresdner Bank und stellte klar, dass er sich von Dresdner KW "unter gar keinen Umständen trennen" werde. Die Investmentbanking-Sparte DKW sei ein unverzichtbarer Bestandteil des Finanzdienstleisters Allianz/Dresdner. Eine "Beraterbank" könne ihre Produktexpertise nur mit Hilfe einer Investmentbank sichern. Fahrholz wehrt sich damit gegen Gerüchte, der Konzern wolle sich auf Dauer von DKW trennen.  
 
Kein weiterer Stellenabbau geplant
Gegenüber dem Handelsblatt schloss der Vorstandssprecher aus heutiger Sicht nochmals einen Stellenabbau über die angekündigten 7800 Arbeitsplätze ebenso wie betriebsbedingte Kündigungen aus. Die Integration der Dresdner Bank in den Allianz-Konzern laufe trotz des straffen Zeitplans gut, erklärte Fahrholz außerdem. Gleiches gelte für die Ausrichtung der Bank in den Säulen Privat- und Geschäftskunden sowie Unternehmen und Märkte, die deutlich Gestalt annehme, so Fahrholz. Fahrholz teilte weiterhin mit, dass sich der Bereich "Corporates und Markets" auf größere Unternehmen konzentrieren werde. Kleinere Firmenkunden (Umsatz bis 15 Mio. DM) werden mit Geschäftskunden zusammengelegt. Unternehmen dieser Größenordnung bräuchten nämlich keine individuell zugeschnittenen Kapitalmarktprodukte, sondern günstige Produkte und zielgenaue Beratung, so Bernd Fahrholz.  
 
Allfinanzmodell zunehmend "richtungsweisend"

Nach Ansicht des Handelsblatts scheint sich das Allfinanzmodell nach dem Muster Allianz/ Dresdner zunehmend "als richtungsweisend" durchzusetzen. Indizien sprächen dafür, dass das sogenannte Kooperationsmodell von HypoVereinsbank und Münchner Rück zunehmend aufweiche. Übernahmegerüchte der HVB durch den Rückversicherer stünden bereits im Raum. Angeblich sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Münchner Rück dem Beispiel von Allianz/Dresdner folge, "allen gegenteiligen Äußerungen der beteiligten Unternehmen zum Trotz".
 
Fusion der Hypothekenbanken steht unmittelbar bevor
Die Fusion der Hypothekenbanktöchter der drei Frankfurter Großbanken scheint offenbar kurz vor dem Abschluss zu stehen. Wie das Handelsblatt berichtet, sollen Details über das neue Institut mit dem Namen Eurohypo in Kürze bekannt gegeben werden. Dem vorausgegangen war ein wahrer Verhandlungsmarathon. "Bis zuletzt hatten die Hypothekenbanker immer wieder bis spät in die Nacht konferiert. Regelmäßig telefonierten auch die Konzernvorstände Joachim von Harbou (Dresdner Bank), Jürgen Fitschen (Deutsche Bank) und Klaus Peter Gebel (Commerzbank) miteinander.
 
Hypothekenbank-Fusion: Wichtigste Personalfragen geklärt
Medienberichten zufolge scheinen die wichtigsten Personalfragen geklärt. Der Vorstand der neuen Hypothekenbank steht, auch die Namen der zweiten Führungsebene sind weitgehend definiert. Vorsitzender des Instituts soll demnach Karsten von Köller von der Rheinhyp werden.
"Und auch die Dresdner Bank konnte sich wichtige Posten sichern: Sie stellt neben dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Dirk Wilhelm Schuh, auch den Aufsichtsratsvorsitzenden. Bei den übrigen Posten haben sich die Banken "streng an den Proporz gehalten", schreibt die "Welt". Matthias Danne (Rheinhyp) leitet das Privatkundengeschäft, Joachim Plesser (Eurohyp) das Firmenkundengeschäft in Deutschland und Controlling. Henning Rasche von der Deutschen Hyp ist der sechste Mann im Vorstand und für das Staatsfinanzierungsgeschäft und die Treasury zuständig. "Das ist eine gute Mannschaft", wird ein Branchenvertreter zitiert.  
 
Positive Medienresonanz
Erste Reaktionen der Medien zu der geplanten Hypothekenbank-Fusion fallen überwiegend positiv aus. Ein "historscher" Moment, so die "Welt". Die Banken setzen voll auf "größere Schlagkraft und Kostenvorteile". Bereits ab 2004 werde mit Synergieeffekten von jährlich 128 Mio. Euro gerechnet (Handelsblatt). Mit einer Bilanzsumme von 240 Mrd. Euro entsteht Deutschlands größter Immobilienfinanzierer. Aus Sicht der Dresdner Bank gebe es "Gründe genug" für diesen Schritt, zumal die Tochter Deutsche Hyp nach ihrer Krise in 2000 wieder Boden gewinnen sollte.
Allerdings weckt diese Nachricht auch "gemischte Gefühle", schreibt die "Welt" und weist darauf hin, dass die Fusion nicht ohne Auswirkungen auf den Personalbestand des neuen Instituts bleiben dürfte. Angeblich sollen rund 800 der ca. 3000 Arbeitsplätze abgebaut werden.  
 
Chefvolkswirt Dr. Klaus Friedrich kritisiert EZB
Chefvolkswirte deutscher Großbanken kritisieren das beharrliche Weigern der Europäischen Zentralbank, angesichts der sich dramatisch verschlechternden Konjunkturdaten die Zinsen zu senken. "Das ist falsch verstandene Unabhängigkeitspolitik" rügt etwa Dr. Klaus Friedrich, Chefvolkswirt bei der Dresdner Bank, das Zögern der EZB. "Es gibt wirklich keinen Grund mehr zu warten" (Focus Money).
 
Markt für Asset Backed Securities boomt
Der Markt für mit Forderungen besicherte Anleihen (Asset Backed Securities, ABS) boomt weiter. Berechnungen von Dresdner KW zufolge wurden allein in diesem Jahr etwa 94 Mrd. Euro an ABS emittiert, wobei der Monat Oktober mit etwa 20 Mrd. Euro der Spitzenreiter sei, wird Birgit Specht, Leiterin des ABS-Research bei DKW zitiert.
 


 
Banken und Versicherungen
 
 
 Spekulationen über Gewinneinbruch bei Deutsche Bank
Im Vorfeld der morgen stattfindenden Vorlage der Quartalsbilanzen durch die Deutsche Bank spekulieren die Medien über einen deutlichen Gewinneinbruch. Analysten gehen von einem Gewinn vor Steuern und Restrukturierungskosten von durchschnittlich 466 Mio. Euro aus. Das wären 40% weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Allerdings könne eine "positive Überraschung" der Bank nicht definitiv ausgeschlossen werden (FTD).
 


 
Konjunktur- und Wirtschaftspolitik
 
 
 US-Verbrauchervertrauen auf niedrigsten Stand seit 1994
Das US-Verbrauchervertrauen ist im Oktober auf 85,5 Punkte gefallen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 1994. Der Indexstand liegt damit unter den Schätzungen der Analysten. Diese hatten lediglich mit einem Rückgang auf 95 Punkte gerechnet (Handelsblatt).
 


 
Politik
 
 
 Gerüchte über Feuerpause in Afghanistan
Wie die FAZ berichtet, erwägen Washington und London offenbar ernsthaft eine Feuerpause in Afghanistan während des islamischen Fastenmonats Ramadan. Sowohl arabische Staaten als auch die Vollversammlung der UNO forderten eindringlich eine solche Unterbrechung.

Bye

Twinson_99

CU @ de.geocities.com/your_investor
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