Die Deutsche Bank gibt sich zwar für das laufende Jahr noch etwas skeptisch bei der Modulnachfrage mit 33,5 GW (ein Plus von rd. 10% gg. 2012 würde das bedeuten), aber ab 2014 ist die Deutsche Bank sehr optimistisch: "Innerhalb eines Jahres wird Solar den Übergang von einem subventionierten Markt zu einem nachhaltigen Markt gelingen, da in einer Reihe von wichtigen Märkten die "Grid Parity" bevorsteht bzw. schon erreicht ist (z.B. Spanien, Indien oder Süditalien) und das wird zu einer unerwarteten starken Nachfrage führen und die Gewinnmargen der PV-Unternehmen werden sich erholen, so die Deutschen Bank in ihrer Solaranalyse. Laut der Deutschen Bank werden Indien, China und die USA die größten Solar-Wachstumsmärkte sein.
Ähnlich wie die Deutsche Bank ("Solar wird sich ohne Subventionen rasch weiter entwickeln aufgrund der stark gefallenen Systempreise") haben in den letzten 4 Wochen auch die UBS ("Solarboom wird Energierevolution auslösen") und auch das australische Analystenhaus Macquarie Group ("Solaraufdachanlagen sind nicht mehr zu stoppen") argumentiert mit dem Unterschied, dass die UBS und Macquarie vor allem bei den kleinen und mittleren Solaraufdachanlagen den ganz großen nachhaltigen Durchbruch erwarten.
Obwohl in Indien die Kreditzinsen für Solarprojekte zwischen 10 bis 12% liegen hat der indische Solarmarkt die "Grid Parity" mittlerweile erreicht so die Deutsche Bank und genau deshalb erwartet die Deutsche Bank in Indien, dass große Konzerne aufgrund der dortigen hohen Stromkosten und der Stromnetzinstabilität im großen Maßstab Solarkraftwerke als Off Grid-Anlagen bauen werden. In Italien ist für Unternehmen, die einen 50%igen Eigenverbauch ihrer Solaranlage haben, ebenfalls schon die Netzparität erreicht wie auch in Deutschland, wobei bei uns laut der Deutschen Bank der Eigenverbrauch bei 90% liegen müsste. Wohlgemerkt ohne staatlich garantierten Einspeisevergütungen !!
Die Deutsche Bank erwartet für die Solarunternehmen eine starke Nachfrage, Stabilisierung der Preise entlang der kompletten Wertschöpfungskette (von Polysilizium bis zu den Modulen) und eine Verbesserung der Margen. Wobei aber die Deutsche Bank anmerkt, dass die Profitabilität als Modul-Lieferant weiterhin eine Herausforderung bleiben wird, aber ein eigenes Projektgeschäft, wo mittlerweile fast alle China-Solaris eingestiegen sind (Jinko Solar z.B. baute in 2012 150 MW an eigenen Projekten), sollte eine mehr oder weniger Erholung der Gewinnmargen ermöglichen.
Hier der Link zur Deutschen Bank-Analyse:
reneweconomy.com.au/2013/...inable-global-solar-market-in-2014
("Deutsche sees “sustainable” global solar market in 2014")
Hier der Link zur Macquarie-Solaranylse, die über gute und sehr aufschlußreichen Grafiken verfügt:
reneweconomy.com.au/2013/...ar-juggernaut-is-unstoppable-40618
("Macquarie says rooftop solar juggernaut is unstoppable")
Die schon mehr als positiven Analystenhäuser-Kommentare zu Solar mehren sich von Tag zu Tag und ich habs hier schon vor ein paar Wochen geschrieben, am Ende des Solartunnels ist mittlerweile ein deutliches Licht erkennbar und der Turn Around der Branche ist absehbar. Dazu passt auch die Meldung über die Modulpreisentwicklung im Februar. So hat PvXchange gemeldet, dass zum ersten Mal in den letzten 2 Jahren die Modulpreise sich auf Monatssicht erhöht haben. Zitat aus der PvXchange-Pressemeldung:
"Obwohl Produktionsüberkapazitäten nach wie vor den Markt über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg beeinflussen, konnten Lagerbestände weitestgehend abgebaut werden. Erstmals seit 24 Monaten ist zu erwarten, dass die Modulpreise im Februar nicht niedriger sein werden als im Vormonat. Im Gegenteil, ein leichter Anstieg, insbesondere bei den höheren Leistungsklassen, wird voraussichtlich zu verzeichnen sein. Dies betrifft gleichermaßen Produkte mit kristallinen Zellen wie Dünnschichttechnologien.
Eine sofortige Verfügbarkeit kann momentan nur für die weniger begehrten Modultypen mit geringeren Wirkungsgraden gewährleistet werden. Der anhaltende Run auf die oberen Leistungsklassen bei reduzierten Produktionskapazitäten führt zwangsläufig zu langen Lieferzeiten von mehreren Wochen. Seitens der Hersteller und Händler wird die Situation genutzt, die Preise nach oben zu korrigieren.
"
Wenn sich dieser Preistrend bestätigt, die Modulpreise müssen ja nicht unbedingt steigen, es würde ja schon reichen, wenn sie im Jahr nur noch um 10% fallen würden, dann werden wir wohl noch im Laufe dieses Jahres den Turn Around der Solarbranche erleben. Japanische Module gibt es kaum noch zu kaufen, da der japanische Solarmarkt boomt ohne Ende und dort auch die höchsten Modulpreise erreciht werden können (ca. 15 bis 25% höher wie in Deutschland).
Hier der Link zur der PvXchange-Pressemeldung:
www.pvxchange.com/knowledge/...template_id=1&langTag=de-DE
("Trendwende bei Modulpreisen erkennbar")