Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt zur Rolle der
USA:
"Die USA laufen Gefahr, einer Illusion zu verfallen, deren Opfer
bereits Woodrow Wilson wurde: Wann immer Amerika im Namen universaler
moralischer Prinzipien handelt, glaubt es, dass seine Führungsrolle überall auf der `zivilisierten Welt` anerkannt und mit ehrlichem Enthusiasmus
unterstützt wird. Davon aber kann trotz aller Solidaritäts-Rhetorik keine Rede sein. Vielmehr haben Terrorattacken nur einen Prozess unterbrochen, der darauf abzielte, in der Welt wieder zu einer Machtbalance zu kommen und das Übergewicht der einzigen Supermacht zu reduzieren. Im Kampf gegen den Terror steht der größte Teil der Welt unter amerikanischer Führung zusammen. Auf lange Sicht aber muss Amerika daran gelegen sein, nicht die einzige Hegemonialmacht zu bleiben, sondern im Rahmen miteinander geteilter zivilisatorischer Grundüberzeugungen auch die Macht
mit anderen zu teilen."/DP/rc/sh
Ich hoffe für den Verfasser, daß er nicht gleich seines Jobs entledigt wird.
L.M.
USA:
"Die USA laufen Gefahr, einer Illusion zu verfallen, deren Opfer
bereits Woodrow Wilson wurde: Wann immer Amerika im Namen universaler
moralischer Prinzipien handelt, glaubt es, dass seine Führungsrolle überall auf der `zivilisierten Welt` anerkannt und mit ehrlichem Enthusiasmus
unterstützt wird. Davon aber kann trotz aller Solidaritäts-Rhetorik keine Rede sein. Vielmehr haben Terrorattacken nur einen Prozess unterbrochen, der darauf abzielte, in der Welt wieder zu einer Machtbalance zu kommen und das Übergewicht der einzigen Supermacht zu reduzieren. Im Kampf gegen den Terror steht der größte Teil der Welt unter amerikanischer Führung zusammen. Auf lange Sicht aber muss Amerika daran gelegen sein, nicht die einzige Hegemonialmacht zu bleiben, sondern im Rahmen miteinander geteilter zivilisatorischer Grundüberzeugungen auch die Macht
mit anderen zu teilen."/DP/rc/sh
Ich hoffe für den Verfasser, daß er nicht gleich seines Jobs entledigt wird.
L.M.