George W. Bush hat Amerika auf einen langen Krieg eingeschworen, die US-Truppen in Japan setzten Kriegsschiffe in Bewegung. Der Kreuzer „USS Vinciness“ und der Zerstörer „USS Curtis Wilbur“ liefen am Montagmorgen von ihrer Basis in Yokosuka, 45 Kilometer südwestlich von Tokio, aus. In Yokosuka liegen elf Kriegsschiffe, darunter auch der Flugzeugträger „USS Kitty Hawk“, der den Stützpunkt am Freitag verlassen soll.
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Nach Angaben eines Diplomaten haben die islamistischen Taliban den Luftraum über Afghanistan geschlossen.
„Die Welt von den Übeltätern befreien“
Bush sprach von einem Kreuzzug, um „die Welt von den Übeltätern zu befreien“, und sagte, der in Afghanistan lebende Terrorist Osama bin Laden sei zweifellos der Hauptverdächtige. Er erklärte, die Zeit sei gekommen, „den ersten Krieg des 21. Jahrhunderts“ zu führen. Vizepräsident Dick Cheney drohte in einem Fernsehinterview der Taliban-Miliz mit dem vollen Zorn der USA.
Bush forderte die Amerikaner eine Woche nach den Terrorattentaten auf, wieder zur Arbeit zu gehen. Er habe „großes Vertrauen in die Wirtschaft“ sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington.
Unterdessen ist eine pakistanische Delegation nach Afghanistan aufgebrochen, um die Taliban doch noch zum Einlenken zu bewegen. Die Militärregierung von Islamabad will die afghanische Taliban-Regierung zur Auslieferung bin Ladens an die USA überreden.
Breit angelegte Aktion
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte am Wochenende betont, er halte es für wahrscheinlich, dass sich das Terror-Netz rund um die Welt spanne. Er sprach am Sonntag von einer „breit angelegten“ Aktion und Kombination aus diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Maßnahmen gegen den Terrorismus. Alle Länder, die die Aktivitäten der Terroristen „tolerieren, unterstützen und finanzieren“, müssten getroffen werden.
Bush hatte auch den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. Der Präsident wolle die Öffentlichkeit auf „alle Eventualitäten“ vorbereiten, teilte ein Sprecher der US-Regierung mit.
Bush sprach im Fernsehen von einem „breit angelegten Feldzug“ gegen „Feinde“, die sich für unsichtbar hielten. „Aber sie irren sich“, erklärte er. „Sie werden entlarvt werden und sie werden entdecken, was andere in der Vergangenheit gelernt haben: Jene, die gegen die USA Krieg führen, haben ihre eigenen Zerstörung gewählt.“
Der Präsident forderte die Amerikaner zur Geduld auf, weil ein umfassender und dauerhafter „Feldzug“ nötig sei.
Die USA rüsten auf
Derzeit läuft die erste Mobilmachung in den Vereinigten Staaten seit dem Golfkrieg. Allein die Armeeführung benötigt nach eigenen Angaben 35 000 Reservisten zur Sicherung der Heimatstützpunkte. Davon entfielen 13 000 auf die Luftwaffe, 10 000 auf das Heer, 3000 auf die Marine, 7500 auf die Elitetruppen der „Marines“ und 2000 auf die Küstenwache. Alle Reservisten haben eine militärische Grundausbildung.
Amerikaner für Vergeltungsschlag
Sollten diese Kräfte nicht ausreichen, etwa im Kriegsfall, kann das Verteidigungsministerium mit Bushs Erlaubnis innerhalb von zwei Jahren bis zu einer Million Reservisten einberufen. Dafür müsste das Weiße Haus aber ausdrücklich grünes Licht geben.
In der amerikanischen Bevölkerung kann der Präsident auf Unterstützung für seinen Kurs rechnen. Nach jüngsten Umfragen der „Washington Post“ und des Fernsehsenders ABC befürworten 69 Prozent der Befragten inzwischen einen Militärschlag, selbst wenn er länger dauerte und dabei zahlreiche US-Soldaten ums Leben kämen. Gewöhnlich steht die amerikanische Öffentlichkeit dem Einsatz von Bodentruppen wegen des höheren Risikos für die Soldaten seit dem Vietnamkrieg ablehnend gegenüber.
US-Außenminister Colin Powell erklärte, „rohe Gewalt“ sei nicht die einzig mögliche Antwort auf den Terrorismus. Auch „diplomatische, politische, rechtliche und finanzielle Bemühungen“ könnten sich gegen „diese Art von Feind“ als wirksam erweisen, betonte er. Bei Vergeltungsanschlägen würden die USA aber alle zur Verfügung stehenden Mittel und Waffen einsetzen, um diesen „Krieg zu gewinnen“.
40 Milliarden für Feldzug
Der Senat hatte Bush zur Finanzierung des Anti-Terror-Feldzuges 40 Milliarden Dollar (85 Milliarden Mark) zur Verfügung gestellt. der Präsident hatte lediglich 20 Milliarden Dollar beantragt.
Nach Angaben eines Diplomaten haben die islamistischen Taliban den Luftraum über Afghanistan geschlossen.
„Die Welt von den Übeltätern befreien“
Bush sprach von einem Kreuzzug, um „die Welt von den Übeltätern zu befreien“, und sagte, der in Afghanistan lebende Terrorist Osama bin Laden sei zweifellos der Hauptverdächtige. Er erklärte, die Zeit sei gekommen, „den ersten Krieg des 21. Jahrhunderts“ zu führen. Vizepräsident Dick Cheney drohte in einem Fernsehinterview der Taliban-Miliz mit dem vollen Zorn der USA.
Bush forderte die Amerikaner eine Woche nach den Terrorattentaten auf, wieder zur Arbeit zu gehen. Er habe „großes Vertrauen in die Wirtschaft“ sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) in Washington.
Unterdessen ist eine pakistanische Delegation nach Afghanistan aufgebrochen, um die Taliban doch noch zum Einlenken zu bewegen. Die Militärregierung von Islamabad will die afghanische Taliban-Regierung zur Auslieferung bin Ladens an die USA überreden.
Breit angelegte Aktion
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte am Wochenende betont, er halte es für wahrscheinlich, dass sich das Terror-Netz rund um die Welt spanne. Er sprach am Sonntag von einer „breit angelegten“ Aktion und Kombination aus diplomatischen, wirtschaftlichen und militärischen Maßnahmen gegen den Terrorismus. Alle Länder, die die Aktivitäten der Terroristen „tolerieren, unterstützen und finanzieren“, müssten getroffen werden.
Bush hatte auch den Einsatz von Bodentruppen nicht ausgeschlossen. Der Präsident wolle die Öffentlichkeit auf „alle Eventualitäten“ vorbereiten, teilte ein Sprecher der US-Regierung mit.
Bush sprach im Fernsehen von einem „breit angelegten Feldzug“ gegen „Feinde“, die sich für unsichtbar hielten. „Aber sie irren sich“, erklärte er. „Sie werden entlarvt werden und sie werden entdecken, was andere in der Vergangenheit gelernt haben: Jene, die gegen die USA Krieg führen, haben ihre eigenen Zerstörung gewählt.“
Der Präsident forderte die Amerikaner zur Geduld auf, weil ein umfassender und dauerhafter „Feldzug“ nötig sei.
Die USA rüsten auf
Derzeit läuft die erste Mobilmachung in den Vereinigten Staaten seit dem Golfkrieg. Allein die Armeeführung benötigt nach eigenen Angaben 35 000 Reservisten zur Sicherung der Heimatstützpunkte. Davon entfielen 13 000 auf die Luftwaffe, 10 000 auf das Heer, 3000 auf die Marine, 7500 auf die Elitetruppen der „Marines“ und 2000 auf die Küstenwache. Alle Reservisten haben eine militärische Grundausbildung.
Amerikaner für Vergeltungsschlag
Sollten diese Kräfte nicht ausreichen, etwa im Kriegsfall, kann das Verteidigungsministerium mit Bushs Erlaubnis innerhalb von zwei Jahren bis zu einer Million Reservisten einberufen. Dafür müsste das Weiße Haus aber ausdrücklich grünes Licht geben.
In der amerikanischen Bevölkerung kann der Präsident auf Unterstützung für seinen Kurs rechnen. Nach jüngsten Umfragen der „Washington Post“ und des Fernsehsenders ABC befürworten 69 Prozent der Befragten inzwischen einen Militärschlag, selbst wenn er länger dauerte und dabei zahlreiche US-Soldaten ums Leben kämen. Gewöhnlich steht die amerikanische Öffentlichkeit dem Einsatz von Bodentruppen wegen des höheren Risikos für die Soldaten seit dem Vietnamkrieg ablehnend gegenüber.
US-Außenminister Colin Powell erklärte, „rohe Gewalt“ sei nicht die einzig mögliche Antwort auf den Terrorismus. Auch „diplomatische, politische, rechtliche und finanzielle Bemühungen“ könnten sich gegen „diese Art von Feind“ als wirksam erweisen, betonte er. Bei Vergeltungsanschlägen würden die USA aber alle zur Verfügung stehenden Mittel und Waffen einsetzen, um diesen „Krieg zu gewinnen“.
40 Milliarden für Feldzug
Der Senat hatte Bush zur Finanzierung des Anti-Terror-Feldzuges 40 Milliarden Dollar (85 Milliarden Mark) zur Verfügung gestellt. der Präsident hatte lediglich 20 Milliarden Dollar beantragt.
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