"Kraft zum Leben" - TV-Verbot! *ENDLICH*


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Boersiator:

"Kraft zum Leben" - TV-Verbot! *ENDLICH*

 
08.01.02 22:27
"Kraft zum Leben"
TV-Spots verboten  


Die umstrittene Broschüre "Kraft zum Leben" darf nicht länger im deutschen Fernsehen beworben werden. Bei den Spots für das Buch der amerikanischen Arthur S. De Moss-Stiftung handele es sich um religiöse und weltanschauliche Werbung, die in Deutschland verboten sei, teilte die Gemeinsame Stelle Werbung der Landesmedienanstalten am Dienstag in Kassel mit. Eine weitere Ausstrahlung der mit prominenten Sportlern und Musikern besetzten Spots solle unterbunden werden. n-tv wird den Spot nicht mehr zeigen.

"Intolerant, dogmatisch und fundamentalistisch"

Nachdem die Kampagne für das Wort Gottes zunächst als harmlos eingestuft worden war, wurde inzwischen heftige Kritik an der Broschüre und der De Moss-Stiftung laut.

Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) gehört dabei noch zu den moderaten Kritikern. Gegenüber n-tv.de erklärte Utsch: "Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft, und da hat jeder das Recht, zu werben. " Das Buch selbst sei unbedenklich. Es lade nur dazu ein, sich intensiver mit dem christlichen Glauben zu beschäftigen. "Schwierig" allerdings sei die Tatsache, dass die dahinter stehende Stiftung medien- und öffentlichkeitsscheu und nur über eine Postfachadresse erreichbar sei, räumt Utsch ein. "Ungünstig" sei auch, dass das Buch im "amerikanischen Frömmigkeitsstil" gehalten sei. Damit werde suggeriert, dass der Glauben in jedem Fall zu einem glücklichen Leben führe. Utsch bemängelt zudem einen fehlenden Gemeinschaftsbezug. "In dem Buch heißt es, man solle sich einer bibeltreuen Gemeinde anschließen - es werden aber keine Adressen genannt."

Kritisch äußerte sich gegenüber n-tv.de auch Thomas Nippe vom Referat für Sekten- und Weltanschauungsfragen (RSW) der Katholischen Kirche. Für ihn hat die DeMoss-Stiftung "nicht aus der Hüfte geschossen", sondern die Zeit nach dem 11. September gezielt dafür genutzt, um eine auf längere Zeit angelegte Mission zu starten.

Auch der Inhalt des Buches sei mehr als zweifelhaft. Der Text sei die "metaphysische Ausrichtung dessen, was die Globalisierung für die Politik bedeutet". Zudem sei die Bibel "so nicht zitierbar ". Die Bibel sei widersprüchlich, komplex und ohne einen geschichtlich-politischen Zusammenhang nicht lesbar. Das "Kraft zum Leben"-Buch stehe für eine Spiritualisierung der Gesellschaft - und nicht für Spiritualität. "Eine Sumpfblüte mehr auf dem Markt der Weltanschauungen", so Nippe.

Die Gefahr sieht Nippe in der möglichen Verstärkung einer bereits vorhandenen geistigen Strömung, "die dick nach Rechts driftet". Die besonders nach den Anschlägen in den USA wieder erstarkenden Bilder von Freund und Feind, von Schwarz und Weiß könnten wieder salonfähig werden. Nippe glaubt, dass eine ideologische Einflussnahme beabsichtigt ist: "Es ist der Versuch, auch im europäischen Bereich Fuss zu fassen." Macht ist Geld - oder: Geld ist Macht. Auch wenn die DeMoss-Stiftung es sogar schriftlich gibt: "Keine Spenden erbeten oder akzeptiert " - Nippe will nicht ausschließen, dass es auch um finanzielle Interessen geht.

Damit dürfte er so falsch nicht liegen: Unbestätigten Angaben zufolge zahlen Teilnehmer "religiöser Abendessen " bei der Witwe des Stiftungsgründers Arthur, Nancy DeMoss, rund 80.000 Dollar pro "Sitzung".

Auch der Sektenbeauftragte der evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg, Thomas Gandow, kritisierte die DeMoss-Stiftung. Laut Gandow hat die Stiftung "engste Kontakte zu Jerry Falwell, einem der prominenten Sprecher der amerikanischen evangelikalen Rechten". Falwell seinerseits habe intensive Arbeitskontakte mit der Mun-Bewegung "nicht gescheut", als es um die Finanzierung seiner Liberty-University ging.

Von den prominenten Werbeträgern bezogen der Fußballer Paulo Sergio und die frühere Turmspringerin Brita Baldus und der Golfspieler Bernhard Langer öffentlich Stellung. Sergio: "Ich habe das Buch unterstützt, um die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben. Die Ziele der Stiftung kenne ich nicht." Baldus: "So wie ich die DeMoss-Stiftung kennen gelernt habe, im Zusammenhang mit 'Kraft zum Leben', habe ich keinerlei Bedenken gehabt." Langer äußerte sich auf seiner Internet-Homepage: "Ich habe das angebotene Buch (...) in seiner englischen Fassung schon vor Jahren gelesen, und es hat mir und meiner Familie sehr geholfen."

Nach Informationen des Südwestdeutschen Rundfunks wird die Stiftung auch in Amerika scharf kritisiert. In einem Interview der Sendung "Report" bezeichnete Rob Boston von der Bürgerrechtsorganisation "American United for Seperation of Church and State " die Stiftung als "intolerant, dogmatisch und fundamentalistisch". Es sei bekannt, dass sie extrem rechte Gruppen unterstütze, "die ganz offensichtlich Rechte der Frauen in der Gesellschaft beschneiden und Homosexualität als Verbrechen brandmarken wollen, das sogar die Todesstrafe nach sich ziehen kann."

Arthur S. DeMoss hatte die Stiftung 1955 im Alter von 31 Jahren gegründet. Er hat sein Vermögen als Buchmacher für Pferdewetten und mit dem Verkauf von Versicherungen gemacht. Bei seinem Tod 1979 hinterließ er seiner Frau Nancy ein Vermögen von mehr als 300 Millionen Dollar.

Die DeMoss-Stiftung hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehrere Millionen Kopien des Buchs in insgesamt zwölf Ländern verschenkt. "Kraft zum Leben" wurde 1983 von dem amerikanischen Prediger Jamie Buckingham geschrieben.

****

NA ENDLICH!

B.

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51 Beiträge ausgeblendet.
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Boersiator:

Ich muss nicht erst das Buch lesen

 
09.01.02 16:15
um zu wissen, daß es sich hier wider einmal um eine Abzockerei handelt!
Die Masche ist immer etwas verändert, der Inhalt aber immer gleich!
das Schlimmste daran ist, daß diese Leute auch immer viele Leute finden, die willenlos mitmachen.
das stört mich, der Glaube an Gott keineswegs.

B.
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Kannibale:

Die werben ja doch immer noch.....

 
09.01.02 17:02
Aber jetzt mit dem Zusatz, wer dahinter steckt und dass man keine Verpflichtung etc. eingeht.
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erzengel:

Ich dachte, diese Werbung sei verboten worden

 
09.01.02 18:38
oder haben die entsprechende Schmiergelder bezahlt.
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Texas_Blue:

Martin Luther King brachte man wegen seines

 
09.01.02 18:49
Galubens um, ebenso Jesus, Petrus, Andreas (Apostel), Markus ect. Der Glauben, insbesondere der chrisltiche jagd den militant Ungläubigen Angst ein, warum nur?
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Boersiator:

Wieso kommt diese Werbung noch?

 
09.01.02 21:24
Hat jemand fundierte Infos?

B.
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derpraesi:

Habe von Kraft diverse Soßen im Vorrat,

 
09.01.02 22:40
bin ich nun ein Sponsor der Sekte?

Bitte helft mir!
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erzengel:

Ich lebe ohne Kraft

 
09.01.02 22:53
Foods
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Boersiator:

Oh Gott, ich programmiere für Kraft Foods!!!

 
09.01.02 22:55
Oh nein! Jetzt haben Sie mich!

B.
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josua1123:

Boersiator

 
09.01.02 23:09
du hast also auch Bernhard Langer,Sergio usw. programmiert
behebe bitte diese Sprachstörungen
ist ja nicht anzuhören

jo.
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brudini:

@joshua 1123

 
09.01.02 23:13
Viel wichtiger wäre es das Boersiator Cliff Richards zu entfernen. Das scheint ein Programmierfehler zu sein. Der nervt die ganze Zeit bei diesem Spot.
Obwohl, besser als wenn er anfangen würde zu singen!

Gruß
brudini
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josua1123:

Genau Boersiator

 
09.01.02 23:21
programmiere Cliff auf Frank Zappa um
da hätten wir alle was davon

jo.
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ramazotti:

josua1123

 
09.01.02 23:48
:-)

selbstredend weiß ich, wer sergio iss... ich wollte mit dieser rhetorischen frage gestern nur dokumentieren, wie egal mir fußball iss und von daher völlig wurscht, daß da ein sergio wirbt....

aber interessant finde ich die bezeichnung 'fundamentalatheist'. also dies ist für mich ein neues wort, das ich gern in meinen wortschatz aufnehme. ohne damit werten zu wollen. interessant ist diese bezeichnung für mich, weil sie das ausmaß ausdrückt, wie emanzipiert heute viele menschen sein wollen: von nichts und niemand beeinflußt, von nichts und niemand abhängig, nur sie selbst...

dabei sind wir doch jeder nur ein teil einer gesellschaft, zu der zu einem gut teil auch der glauben gehört, in welcher form auch immer. er hat immerhin maßgeblich zu der welt beigetragen, in der wir heute leben. und bewiesen ist nichts, weder die existenz gottes, noch die darwinsche theorie!

deshalb finde ich es *möglichkeitenauslassend* (ein tolles wort, oder?), wenn man als fundamental-oder-total-atheist alles, was glaubensrichtungen betrifft, außen vor läßt.

ich habe da auch so meine probleme. als materialist will ich für alles eine erklärung haben, alles muß mir bewiesen werden. aber es gibt dinge, geschehnisse und entwicklungen (auch in meinem leben), die mit den gesetzen dieser sichtbaren welt nicht zu erklären sind. zufälle spielen eine große rolle, sicher. aber wenn es grad mal hilft in einer schrägen situation, glaube selbst ich. ganz automatisch, und vielleicht alleine durch die existenz des glaubens beeinflußt. aber es hilft und tut gut...

fundamentalatheist... ein tolles wort. vielleicht aber eines, das denjenigen, der sich so nennt, im gewissen sinne einschränkt...

ramazotti  
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Fluffy:

schön geschrieben ramazotti...

 
09.01.02 23:51
...besonders der letze Satz.

Gruß
Fluffy
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Idefix1:

Gott gebe Euch wenigstens Toleranz

 
10.01.02 00:17
und ariva eine atheistische Ecke. Dann können sich die A. so richtig ausweinen. Und gegen alles schimpfen, was ihnen nicht in den Kram paßt.

Einem Schwachsinn wie der Scientology läuft man hinterher und über Sportler, die aus völlig uneigennützigen Motiven eine im Grunde (!) positive Botschaft weitergeben haut man aufs Maul.

Armes Deutschland.



Übrigens - nur so am Rande für die wieder-sehr-voreiligen: Ich überlege mir aus der Kirche auszutreten. Aber das hat nichts mit meinem Glauben zu tun.
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hjw2:

Ich bin gar nicht erst eingetreten.. o.T.

 
10.01.02 00:27
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ramazotti:

@idefix1

 
10.01.02 00:33
...ja, das mit dem austritt aus der kirche verstehe ich nur zu gut. ich war schon immer der meinug, das die kirche ein im grunde menschengemachtes instrument ist, welches unter ausnutzung der guten seiten des glaubens nebenher auch das eine oder andere geschäft macht und die eine oder andere macht ausübt! was mit sicherheit NICHT im sinne gottes ist...

ABER: in einer befreundeten familie ist der familienvater ein pfarrer. jedes mal, wenn wir bei denen sind (familie mit 5 kindern :-), geht es mir gut. die vielen guten gespräche, diskussionen, gefühle... haben mir schon manches mal geholfen. und wenn sie einfach nur eione katalysator-funktion hatten, um meine energie zu aktivieren...

nun gut. diesen PFARRER in dieser funktion gäbe es nicht, gäbe es nicht die kirche... und hier beginne ich zu überlegen. die kirche... eine institution, um das zu finanzieren, was nötig ist, den glauben an gott am leben zu erhalten... leider auch der gefahr ausgesetzt, durch den (immer wieder schwachen UNGLÄUBIGEN menschen) mißbraucht zu werden...

von daher... hm... idefix, ich überlege, ob ich eintrete, weil mir jener pfarrer schon viel gebracht hat, du willst austreten...

klar, entscheidend ist der glaube.... aber da bin ich mir auch nicht ganz sicher.. naja, dehalb überlege ich ja noch.

:-)

ramazotti
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josua1123:

wirklich gut geschrieben,ramazotti

 
10.01.02 00:38
aber ich meine gerade der Glaube schränkt die
Menschen ein,er verhindert die Dinge neutral zu sehen
Glaube führt dazu,nicht mehr an sich selbst zu glauben
sondern die Verantwortung für alles in die Hände Gottes zu legen
jeder Schicksalsschlag wird als Gottes Wille ad adcta gelegt
man fühlt sich dadurch besser,mag sein und es sei den Gläubigen
von Herzen vergönnt
Aber warum fühlt man sich besser?
Weil man sich Zeit seines Lebens auf Gott verlassen hat
und nicht wirklich sein eigenes Leben gelebt hat
Ob das Gottgewollt ist sei dahingestellt

Sollte es Gott wirklich geben,was ich nicht leugnen möchte
da ich zu klein und unwichtig bin um ein Wesen dieser Dimension
auch nur annäherd zu erfassen,dann meine ich jeder sollte
seinen eigenen Weg zu Gott finden
und keinesfalls einen anderen Menschen folgen
ob er nun Jesus,Mohammed oder sonstwie heisst

Gott hat augenscheinlich Einzelindividuen erschaffen
jeder Mensch ist anders und daher kann es für jeden
nur einen Weg zu Gott geben
nämlich seinen eigenen

Daher meine Ablehnung jeglichen Massenglaubens
egal wie er heisst

jo.



Antworten
Joshua_XP:

gut geschrieben idefix1

 
10.01.02 00:54











Joshua
Antworten
Fluffy:

Josua

 
10.01.02 00:58
..das ist wirklich eine schöne, stressfreie Diskussion geworden. So etwas sollte es hier öfter geben.

Ich stimme Dir zu 95% zu. Jeder soll seinen Gott haben, seinen eigenen. Das ist das Grundprinzip meines Glaubens. "Mein" Gott steht mir bei, trägt mich und leitet mich. Aber, und da widerspreche ich Dir, er verhindert bestimmt nicht an sich selbst zu glauben, und der Glaube an Ihn sollte auch nicht dazu führen, schulterzuckend jeden Schicksalsschlag als "Gottes Wille" zu akzeptieren oder sogar zu resignieren.

Gott zeigt mir jeden Tag verschiedene Wege auf, die ich beschreiten kann. Mal entscheide ich mich für diesen Weg, mal für jenen. Er lässt mir die Wahl und ICH alleine entscheide, wie ich mein Leben gestalte (-> welchen Weg ich gehe). Manchmal winkt er mit dem Zaunpfahl oder "schubst" mich vielleicht ein wenig in diese oder jene Richtung, aber, vereinfacht ausgedrückt, es ist Morgen für Morgen DEINE Entscheidung, ob Du aufstehst und zur Arbeit gehst, liegen bleibst und Deinen Job verlierst, Deine Frau schlägst oder verwöhnst, die Oma vor den Laster schubst oder ihr über die Strasse hilfst.

Sicher ist nur eins: Gott liebt mich bedingungslos so wie ich bin, in Seinen Augen bin ich perfekt. Er hat mir das Leben geschenkt, das ist das schönste Geschenk, das es gibt.

Keiner ist, um Dich zu zitieren, zu klein um Ihn zu erfassen. Er verlangt keine Demut. Ich z.B. -und haltet mich ruhig für bescheuert- rede jeden Tag mit Ihm lasse mich von Ihm durch den Tag tragen und leiten...treffe aber selbst die Entscheidung, was richtig und was falsch ist.

Es gibt ein schönes amerikanisches Sprichwort:

"Trust in God, but tie the camel."

Das ist neben "Lebe heute und vertraue nicht auf Morgen" mein Lebensmotto.

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.


Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.


Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, Dir nachzufolgen,
da hast Du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast Du mich allein gelassen,
als ich Dich am meisten brauchte?“


Da antwortete Er: „Mein liebes Kind,
ich liebe Dich und werde Dich nie allein lassen,
erst Recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo Du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich Dich getragen.“


In dem Sinne, eine gute Nacht & viele Grüße

Fluffy
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hjw2:

Nehmen wir an es gibt so was..

 
10.01.02 00:59
dann ist es eine Frechheit solch ein Elend und Chaos zu produzieren.
mfg
Antworten
DeathBull:

Ashes2Ashes

 
10.01.02 01:03
:-)
Kraft zum Leben - TV-Verbot! *ENDLICH* 533800
Antworten
josua1123:

Fluffy

 
10.01.02 01:11
95% ist ein Wert um beruhigt schlafen zu gehn

Schöne Geschichte

Nacht @ all

jo.
Antworten
Idefix1:

@ramazotti

 
10.01.02 08:44
Dann trete ein. Wichtig ist, daß Du Leute hast, denen Du vertrauen kannst und die Dir zuhören und nicht egoistisch sind. Ich habe unter Christen sehr viele sehr hilfsbereite und warmherzige Leute getroffen (echte Christen nicht nur mal zufällig getaufte, weil die eltern dies irgendwann vorgenommen haben), auch Leute, die mir vieles erklärt haben.

Wenn ich aus der Kirche austrete, dann nur, weil ich in einer freikirchlichen Gemeinde eben auch viele solcher Leute wie Deinen Pfarrer getroffen habe. Und ich möchte einfach diesen Kreis auch finanziell besser fördern. Sozusagen die Kirchensteuer umleiten, weil ich dann auch mit eigenen Augen die geförderten Projekte, ideen etc. verfolgen kann. Aber das letztere ist nur ein Grund unter mehreren und außerdem ist der Austritt auch noch nicht endgültig beschlossen.

Einen guten Tag

wünscht Idefix
Antworten
Boersiator:

@brudini u. josua

 
10.01.02 08:51
Jo, Frank Zappa war nicht schlecht! Fix den Titel Bobby Brown etwas umgeschrieben und schon ist der Spot aussagekräftiger denn je.
Richards? War nicht mein Fehler, war ein Praktikant! ;-)

Im ernst, ich programmiere Datenbanken für Kraft Foods, soll ich nun kündigen?

Überlegt mal, was wenn Kraft heimlich in ihre Produkte "Gehirnvernebler" als Zutaten unterrühren?
Sind wir alle breits infiziert?

B.
Antworten
Fluffy:

Interview m. Sektenbeauftr. d. ev. Kirche

 
10.01.02 12:15
»Intolerante
Leute aus dem rechtsevangelikalen Milieu«

Michael Utsch von der EZW im heute.online-Interview über »Kraft zum Leben«

Michael Utsch
Michael Utsch, Jahrgang 1960, ist Diplompsychologe und approbierter Psychotherapeut. Seit 1997 ist er wissenschaftlicher Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Er beschäftigt sich vor allem mit religiösen Aspekten der Psychoszene, weltanschaulichen Strömungen in Naturwissenschaft und Technik und Scientology.

Mit einer groß angelegten Missions-Kampagne sorgt »Kraft zum Leben« in Deutschland für Aufsehen. Im vergangenen Herbst versuchte die amerikanische evangelistische Bewegung zum ersten Mal, hierzulande Fuß zu fassen. Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) analysiert im Gespräch mit heute.online das Vorhaben dieser religiösen Gemeinschaft.

heute.online: Seit wann versucht »Kraft zum Leben« in Deutschland Fuß zu fassen?

Michael Utsch: Nach meiner Beobachtung ist das die zweite Kampagne, die erste startete im vergangenen Frühherbst. Damals wie jetzt werben berühmte Persönlichkeiten für dieses kostenlose Buch. Ich bin erst durch die Kampagne im Herbst letzten Jahres darauf aufmerksam geworden. Soweit ich weiß, hat früher auch nichts Vergleichbares in Deutschland stattgefunden. In den USA ist »Kraft zum Leben« eine weit verbreitete Geschichte, die im öffentlichen Bewusstsein längst verankert ist.

heute.online: Eine weit verbreitete, doch auch recht umstrittene Bewegung?

Michael Utsch: Man kann gar nicht von einer »Bewegung« sprechen - da ist zunächst mal das Buch, das zum christlichen Glauben einlädt und Menschen, die berichten, wie sie sich durch die Lektüre dieses Buches dem Glauben zugewendet haben und was sich dadurch an positiven Veränderungen in ihrem Leben ergeben hat. Dagegen ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil - steht doch in dem Buch, es lohne sich in der Bibel zu lesen und dem kann man ja nur zustimmen. Problematisch ist, dass diese Arthur DeMoss-Stiftung und die ganze DeMoss-Familie dem rechtsevangelikalen Milieu zuzurechnen sind. Es sind Leute, die sich intolerant verhalten, weil sie zum Beispiel homosexuelle Menschen diskreditieren, Abtreibungsbefürworter massiv unter Druck setzen, die Evolutionstheorie gänzlich ablehnen. Es sind also sehr konservative Kräfte, die dort am Werke sind und jetzt auch eine massive Missionskampagne in Europa durchführen.

heute.online: Diese Kampagne scheint ja nicht gerade billig zu sein. Hinter »Kraft zum Leben« dürfte also sehr viel Geld stecken?

Michael Utsch: Es ist richtig, dass das sicher sehr, sehr teuer gewesen ist. Arthur DeMoss war Versicherungsmakler und hat sein Vermögen der Ausbreitung christlicher Werte gewidmet. Der Sohn führt die christliche Medienagentur DeMoss-Group, die großen Einfluss in den USA hat. Hier findet im Grunde eine Amerikanisierung der Medien statt, wenn jetzt christliche Inhalte werbegerecht initiiert und medial inszeniert werden. Ich vermute, dass ein Teil der Werbeeinnahmen dieser christlichen Werbeagentur satzungsgebunden direkt in die Stiftung fließen und dadurch auch diese Kampagne finanziert wird. Kraft zum Leben ist eine Stiftung, die sich zum Ziel gesetzt hat christliche Werte zu fördern und auszubreiten. Sie ist eine Non-Profit-Organisation. Man darf nichts spenden. Spenden werden gar nicht angenommen und mit den Adressen, die man für den Buchversand anfordert, wird auch nichts weiter getan als dass das Buch versendet wird.

heute.online: Haben Sie das Buch gelesen?

Michael Utsch: Ja. Mir fehlen zwei wesentliche Punkte. Erstens: Ein zentrales Element des christlichen Glaubens, die Gemeinschaft. Es mag ja anregend sein, das Buch zu lesen und sich die Frage zu stellen »Was muss sich in meinem Leben ändern?«. Vielleicht bekomme ich sogar den Impuls, andere Entscheidungen zu treffen? Nur muss sich das in meinem Alltag niederschlagen, ich muss es in meinen bestehenden Konflikten und Schwierigkeiten erleben. Dazu brauche ich andere Menschen, die Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Leider ist diese Dimension in diesem Buch überhaupt nicht vorhanden und es werden auch keine Brückenschläge dazu gemacht. Es gibt eine vergleichbare Initiative mit der ebenfalls der evangelikalen Richtung zuzuordnenden Pro-Christ-Veranstaltungsreihe, die in den letzten Jahren immer wieder stattgefunden hat. Dort waren aber Ortsgemeinden mit einbezogen und damit die Verbindung zu persönlichen Kontakten gegeben.

Zweitens schimmert zwischen den Zeilen doch eine gewisse Leistungsfrömmigkeit durch: Wenn ich richtig glaube, bin ich im Leben erfolgreich, glücklich, zufrieden. Diese Art des Glaubens ist aus theologischer Sicht zu hinterfragen und zu kritisieren. Außerdem passt der amerikanisch geprägte Lebensstil gar nicht zu unserer Lebenswirklichkeit, zur europäischen Kultur. Insofern glaube ich nicht, dass dieses Buch in Deutschland eine große Auswirkung haben wird.

heute.online: Also wird es durch »Kraft zum Leben« keine Konkurrenz für Kirche und religiöse Bewegungen geben?

Michael Utsch: Nein. Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass bestimmte Freikirchen, die ein ähnliches theologisches Profil haben, vielleicht den einen oder anderen dazu gewinnen. Aber weil durch die Kampagne überhaupt keine Verbindungen hergestellt wurden, und sich der einzelne sozusagen auf den Weg machen muss, welche Freikirche denn nun dazu passen könnte, glaube ich auch, dass letztlich dieser Schritt selten stattfinden wird. Insofern muss man attestieren, dass Mission notwendig ist - das wird ja in den Kirchen seit vielen Jahren von leitenden Funktionen und Ämtern gesagt. Die Kirchen arbeiten daran und ebenso müssen wir anderen Gruppierungen und Bewegungen zugestehen, das auch auf ihre Fahnen schreiben.

heute.online: Sie würden jetzt aber nicht hergehen und die Bibel kostenlos anbieten, wie KZL sein Buch kostenlos hergibt?

Michael Utsch: Der Gideon-Bund macht das auch, ebenso gibt es vergleichbare kirchliche Initiativen, die Teile des neuen Testaments verschenken. Wir werden aber nicht so weit gehen, das so medial zu inszenieren und theologisch einseitig präsentieren, wie es »Kraft zum Leben« mit seiner Kampagne macht. Ich glaube, dass die christliche Weltanschauung in erster Linie ein beziehungsorientiertes Angebot ist und man allein durch Lektüre nicht sehr viel weiterkommt.

heute.online: Könnten die Ereignisse rund um den Terroranschlag des 11. September dazu führen, dass »Kraft zum Leben« mehr Zulauf bekommt?

Michael Utsch: Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es gewisse strategische Überlegungen gab, gerade jetzt zum Jahresbeginn nach diesen Erschütterungen im letzten Herbst eine derartige Offensive zu starten. Aber in Deutschland dürfte das nicht sehr viel Wirkung zeigen. Wie Umfragen ergeben haben, hat sich auch nach den Ereignissen vom 11. September nachhaltig bei uns so viel gar nicht geändert.

heute.online: Was bewirkt die Missions-Kampagne in Deutschland bei den Menschen?

Michael Utsch: Angst nicht. Die Leute sind etwas irritiert, sie sind wissbegierig - manche werden es abtun, manche werden sich das Buch bestellen und werden danach im Grunde auch noch ratlos bleiben, weil in dem Buch ja nur die persönliche Schiene angesprochen ist
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