KONJUNKTUR: Buffett als Schwarzseher


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KONJUNKTUR: Buffett als Schwarzseher

 
11.03.02 14:28
In seinem jährlichen Rundbrief an die Anteilseigner seines Berkshire-Hathaway-Fonds liefert Warren Buffet einen pessimistischen Ausblick. Der Kampf gegen den Terror werde die Konjunktur und die Börsen noch für lange Zeit belasten.

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Düstere Vorahnungen: Warren Edward Buffett

Omaha - Warren Buffett, dem der Ruf als "Orakel von Omaha" vorauseilt, gab sich in dem Schreiben überzeugt davon, dass der Krieg gegen den Terror nicht gewonnen werden kann: "Die Angst vor neuen Anschlägen wird langsam zurückgehen, aber die Gefahr bleibt unvermindert bestehen." Um die Risiken für die Versicherer in Grenzen zu halten, forderte Buffett erneut staatliche Garantien für Schadensfälle auf Grund von Terroranschlägen. "Nur die Regierung hat die wirtschaftliche Kraft, um solche Risiken abzufedern". Sollte die Rückversicherung durch den Staat ausbleiben, müssten die Bürger das Risiko selbst tragen und im Ernstfall auf Hilfsgelder vertrauen, warnte Buffett. Die Versicherer jedenfalls seien gezwungen, Schäden auf Grund von Terroranschlägen aus ihrem Leistungskatalog auszuschließen.
Buffett weiß, wovon er spricht. Der zu Bershire Hathaway gehörende größte US-Rückversicherer General Re hatte allein wegen der Terroranschläge vom 11. September Schadensersatz in Höhe von rund 2,4 Milliarden Dollar leisten müssen. Deshalb war Berkshire im Versicherungsgeschäft, zu dem neben General Re noch der Autoversicherer Geico gehört, in die roten Zahlen gerutscht. Der Verlust aus dem Versicherungsgeschäft belief sich auf 47 Millionen Dollar, nachdem Berkshire hier im Vorjahr noch einen Gewinn von 936 Millionen Dollar erwirtschaftet hatte.

Aber auch sonst war es für den Investment Fonds kein gutes Jahr. Zwar stieg das Beteiligungsvermögen im abgelaufenen Geschäftsjahr von insgesamt 135 Milliarden auf 162 Milliarden Dollar. Der Gewinn aus dem Beteiligungsgeschäft fiel allerdings von 2,392 Milliarden Dollar im Jahr 2000 auf 842 Millionen Dollar im abgelaufenen Jahr. Die Entwicklung im vergangenen Jahr sei schlecht gewesen, schreibt Buffett in seinem Brief an die Aktionäre.

Daran werde sich in den kommenden Jahren auch wenig ändern, schrieb Buffett weiter. Denn von den Börsen sei in den kommenden Jahre nur wenig Erfreuliches zu erwarten. Die Kurse in den vergangenen Jahren hätten sich besser entwickelt als die Wirtschaft selbst. Die darauf folgenden Korrekturen hätten viele Anleger desillusioniert, besonders diejenigen, die noch nicht lange im Geschäft seien. Außerdem habe der Finanzskandal um den Energiehändler Enron zu erheblichem Vertrauensverlust geführt. Die Auswirkungen würden noch lange Zeit zu spüren sein.

In diesem Zusammenhang erneuerte der Investor noch einmal sein Versprechen, dass er seinen 31-Prozent-Anteil am Berkshire-Hathaway-Fond auf keinen Fall reduzieren werde. Insgesamt stecken rund 99 Prozent seiner Investitionen in diesem Fonds.

Buffett, der als konservativer Investor gilt, hat seine Anlagen in American Express, Coca-Cola, Gillette, The Washington Post sowie Wells Fargo bestätigt. Einige dieser Titel waren im vergangenen Jahr stark gefallen. Auch beim Steuerberater H&R Block und der Kreditrating-Agentur Moody's ist Buffett engagiert.
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UP and AWAY!

 
11.03.02 17:22
 
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