Nach einer langen Phase der Zurückgezogenheit wendet sich Leo
Kirch nun verstärkt an die Öffentlichlichkeit: Hatte er vor kurzem
das erste Interview seit Jahren gegeben, wird am Montagmorgen die
Kirch Media erstmals einen Finanzbericht vorlegen. EineSprecherin des Unternehmes
bestätigte gegenüber n-tv.de, dass die Gesellschaft in einer Pressemitteilung
detailliert zur eigenen Finanzlage Auskunft geben wird.
Ganz ohne äußeren Druck kam diese neue Offenheit wahrscheinlich nicht
zustande. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll die Kirch Media GmbH und
Co. KGaA mit der ProSiebenSat.1 Media AG verschmolzen werden; Ziel ist der
Börsennotierung der neu entstehenden Gesellschaft. In der Kirch Media sind
die werbefinanzierten TV-Aktivitäten, der Rechtehandel, sowie die Film- und
Fernsehproduktion des Mediengiganten Kirch zusammengefasst.
Gegenwind bläst dem 1926 in Würzburg geborenen Medienunternehmer nach
wie vor bei seinem Pay-TV-Engagement ins Gesicht. So erklärte sein
Konkurrent Rupert Murdoch, der 22 Prozent der Anteile an Kirchs Premiere
World hält, erneut, seine Ausstiegsoption wahrzunehmen. Eine Vertragsklausel
räumt Murdoch ein, sein Premiere-Paket in zwei Jahren an Kirch zurückgeben
zu können, wenn letzter die avisierten Kundenzahlen nicht erreicht. Bislang
sind statt der erwarteten 3,5 Millionen nur 2,3 Millionen Bürger bereit, die
Premiere-Angebote zwischen 15 und 55 Euro zu beziehen. Dass Murdoch
seine Drohung wahrmacht, glauben indes die wenigsten Experten. Nachdem
sich mit dem Bertelsmann-Konzern der einzige Kirch-Konkurrent aus dem
deutschen Bezahlfernsehen zurückgezogen hat, dürfte Murdoch, der weltweit
über 40 Verlage kontrolliert, schon aus rein strategischem Interesse im Boot
bleiben.
Murdoch ist jedoch nicht der einzige Anteilseigner, der sich aus den
Kirch-Geschäften zurückziehen könnte. Der Springer Verlag hat sich für
seinen 11,5 Prozent-Anteil bei der Kirch-Tochter ProSieben Sat1 ebenfalls ein
Rückzugsrecht gesichert. Nicht unbedingt für Vertrauen in die verschachtelten
Strukturen des Münchener Konzerns sorgte auch die Ankündigung des
Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BaKred), das Konglomerat unter
die Lupe nehmen zu wollen.
Dass man sich im Hause Kirch durchaus Gedanken um die Finanzstruktur
macht, zeigt ein Bericht, wonach sich die Gruppe intensiv um die Modifikation
von Lizenzverträgen mit Hollywood-Studios bemüht; hier sieht Kirch offenbar
Kostenpotenzial zugunsten seiner Premiere World. In der Auseinandersetzung
mit Universal muss jetzt ein Gericht über die Gültigkeit der Verträge
entscheiden.
Kirch nun verstärkt an die Öffentlichlichkeit: Hatte er vor kurzem
das erste Interview seit Jahren gegeben, wird am Montagmorgen die
Kirch Media erstmals einen Finanzbericht vorlegen. EineSprecherin des Unternehmes
bestätigte gegenüber n-tv.de, dass die Gesellschaft in einer Pressemitteilung
detailliert zur eigenen Finanzlage Auskunft geben wird.
Ganz ohne äußeren Druck kam diese neue Offenheit wahrscheinlich nicht
zustande. Im Frühjahr des kommenden Jahres soll die Kirch Media GmbH und
Co. KGaA mit der ProSiebenSat.1 Media AG verschmolzen werden; Ziel ist der
Börsennotierung der neu entstehenden Gesellschaft. In der Kirch Media sind
die werbefinanzierten TV-Aktivitäten, der Rechtehandel, sowie die Film- und
Fernsehproduktion des Mediengiganten Kirch zusammengefasst.
Gegenwind bläst dem 1926 in Würzburg geborenen Medienunternehmer nach
wie vor bei seinem Pay-TV-Engagement ins Gesicht. So erklärte sein
Konkurrent Rupert Murdoch, der 22 Prozent der Anteile an Kirchs Premiere
World hält, erneut, seine Ausstiegsoption wahrzunehmen. Eine Vertragsklausel
räumt Murdoch ein, sein Premiere-Paket in zwei Jahren an Kirch zurückgeben
zu können, wenn letzter die avisierten Kundenzahlen nicht erreicht. Bislang
sind statt der erwarteten 3,5 Millionen nur 2,3 Millionen Bürger bereit, die
Premiere-Angebote zwischen 15 und 55 Euro zu beziehen. Dass Murdoch
seine Drohung wahrmacht, glauben indes die wenigsten Experten. Nachdem
sich mit dem Bertelsmann-Konzern der einzige Kirch-Konkurrent aus dem
deutschen Bezahlfernsehen zurückgezogen hat, dürfte Murdoch, der weltweit
über 40 Verlage kontrolliert, schon aus rein strategischem Interesse im Boot
bleiben.
Murdoch ist jedoch nicht der einzige Anteilseigner, der sich aus den
Kirch-Geschäften zurückziehen könnte. Der Springer Verlag hat sich für
seinen 11,5 Prozent-Anteil bei der Kirch-Tochter ProSieben Sat1 ebenfalls ein
Rückzugsrecht gesichert. Nicht unbedingt für Vertrauen in die verschachtelten
Strukturen des Münchener Konzerns sorgte auch die Ankündigung des
Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen (BaKred), das Konglomerat unter
die Lupe nehmen zu wollen.
Dass man sich im Hause Kirch durchaus Gedanken um die Finanzstruktur
macht, zeigt ein Bericht, wonach sich die Gruppe intensiv um die Modifikation
von Lizenzverträgen mit Hollywood-Studios bemüht; hier sieht Kirch offenbar
Kostenpotenzial zugunsten seiner Premiere World. In der Auseinandersetzung
mit Universal muss jetzt ein Gericht über die Gültigkeit der Verträge
entscheiden.