Der drohende Zusammenbruch der Film- und Fernsehgruppe Kirch löst derzeit hektische Aktivitäten aus.
(SZ vom 09.02.02) - In der Politik, bei den Banken und in der Medienbranche wird ständig konferiert, wie sich der Konzern retten ließe. Auch in der Fußball-Bundesliga folgt ein so genannter Krisengipfel dem anderen.
An diesem Samstag steht ein Geheimtreffen an, bei dem es laut Einladung um „die Sicherung der Liquidität aus nationalen TV-Einnahmen“ geht: In Düsseldorf redet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement im Kanzlerauftrag mit Ligachef Werner Hackmann und Vertretern der Clubs Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund, die Alarm geschlagen haben. Dabei sollen rasche Lösungen diskutiert werden, immerhin ist Dortmunds Fußballverein an der Börse notiert.
Von Kirch abhängig
Der Profi-Fußball ist längst von Kirch abhängig, ohne dessen Fernsehgelder ginge die halbe Liga Konkurs. Manager und Spieler bangen, was bis zum 15. Februar geschieht.
Am kommenden Freitag ist die nächste Rate fällig, gut 100 Millionen Euro sollen bei der Bundesliga eingehen. Insgesamt rund 400 Millionen Euro lässt sich der Münchner Medienhändler in dieser Saison die Übertragungsrechte kosten.
Uli Hoeneß, Manager von Bayern München, prophezeit bereits, es werde „keine großen neuen Einnahmequellen mehr geben“, der nächste TV-Vertrag werde nicht besser – und die Gehälter der Kicker würden sinken.
Kirchs Sender Premiere World, Sat 1 und Deutsches Sport-Fernsehen, die von der Bundesliga berichten, müssen bereits kräftig sparen. Früher hatte jeder Kanal seine eigenen Mitarbeiter, jetzt lautet das Motto: Ein Reporter, drei Sender.
„Die Qualität ist kein Thema mehr, Hauptsache, die Kosten werden gesenkt“, klagen die Beschäftigten. Bei einem großen Teil der Spiele müssten die Reporter gleich nach den Live-Übertragungen auf Premiere World auch noch Berichte für Sat 1 und das DSF anfertigen.
(SZ vom 09.02.02) - In der Politik, bei den Banken und in der Medienbranche wird ständig konferiert, wie sich der Konzern retten ließe. Auch in der Fußball-Bundesliga folgt ein so genannter Krisengipfel dem anderen.
An diesem Samstag steht ein Geheimtreffen an, bei dem es laut Einladung um „die Sicherung der Liquidität aus nationalen TV-Einnahmen“ geht: In Düsseldorf redet der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement im Kanzlerauftrag mit Ligachef Werner Hackmann und Vertretern der Clubs Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund, die Alarm geschlagen haben. Dabei sollen rasche Lösungen diskutiert werden, immerhin ist Dortmunds Fußballverein an der Börse notiert.
Von Kirch abhängig
Der Profi-Fußball ist längst von Kirch abhängig, ohne dessen Fernsehgelder ginge die halbe Liga Konkurs. Manager und Spieler bangen, was bis zum 15. Februar geschieht.
Am kommenden Freitag ist die nächste Rate fällig, gut 100 Millionen Euro sollen bei der Bundesliga eingehen. Insgesamt rund 400 Millionen Euro lässt sich der Münchner Medienhändler in dieser Saison die Übertragungsrechte kosten.
Uli Hoeneß, Manager von Bayern München, prophezeit bereits, es werde „keine großen neuen Einnahmequellen mehr geben“, der nächste TV-Vertrag werde nicht besser – und die Gehälter der Kicker würden sinken.
Kirchs Sender Premiere World, Sat 1 und Deutsches Sport-Fernsehen, die von der Bundesliga berichten, müssen bereits kräftig sparen. Früher hatte jeder Kanal seine eigenen Mitarbeiter, jetzt lautet das Motto: Ein Reporter, drei Sender.
„Die Qualität ist kein Thema mehr, Hauptsache, die Kosten werden gesenkt“, klagen die Beschäftigten. Bei einem großen Teil der Spiele müssten die Reporter gleich nach den Live-Übertragungen auf Premiere World auch noch Berichte für Sat 1 und das DSF anfertigen.