
„Jede Wirtschaft beruht auf dem Kreditsystem, der irrtümlichen Annahme, der andere werde gepumptes Geld zurückzahlen.“ Kurt Tucholsky (1890 – 1935)
für die (noch nicht?) alles wissenden:
Wikipedia: Die erste Fiat-Währung der Welt schuf die chinesische Yuan-Dynastie, als sie im 13. Jahrhundert die Golddeckung des aus der Song-Zeit übernommenen Papiergeldes abschaffte. Heute sind praktisch alle Währungen nicht oder nicht vollständig gedeckt und damit fiat money. Bei kommerziellen und überstaatlichen Zahlungen werden häufig materielle Absicherungen bei evtl. monetärem Ausfall (Zahlungsunfähigkeit oder gar Inflation) zusätzlich vereinbart, z. B. mit einer Goldklausel
älteres, aber sehr lesenswertes Börsenspecial von 2003:
Die absehbare Krise des Fiat Money
www.new-sense.net/wirtschaft/sonstiges/fiatmoneyspecial.pdf
oder auch Wikipedia:
Fiat money (Geld per Dekret), ist Geld, das nicht oder nur teilweise durch reale Vermögenswerte gedeckt ist. Im Gegensatz zu Warengeld und Kurantmünzen, die einen Eigenwert haben, der (fast) dem Nennwert in der jeweiligen Währungseinheit entspricht, handelt es sich hier um (mehr oder weniger) stoffwertloses Geld, bei dem keine Sachwertdeckung (z.B. Gold oder Silber) vorhanden ist. Scheidemünzen, Papiergeld und Buchgeld sind somit eigentlich schon als fiat money anzusehen - sofern sie nicht im strengsten Sinne jederzeit vollständig und in voller Höhe, sowie zum vollen Nennwert in Kurantgeld und ohne Aufgeld umwechselbar sind, was aber praktisch in der Geschichte nie der Fall war. Die Bezeichnung Fiat money (Es werde Geld) ist abgeleitet vom lateinischen fiat lux (Es werde Licht) aus der Schöpfungsgeschichte der Bibel, der Genesis (1. Mose 1,3), und dem englischen Wort money für Geld. Diese Art der Geldschöpfung kann vom Herausgeber, in der Regel der Zentralbank, bei Bedarf ohne Deckung durch reale Vermögenswerte angewendet werden, was auf Veranlassung durch die jeweilige Regierung – natürlich juristisch „abgesichert“ – regelmäßig genutzt wird, siehe z. B. Staatsverschuldung, Mefo-Wechsel. Das Geld aus dem Nichts ist keine besondere Geldart und von niemandem als solches erkennbar, da Münzen, Scheinen oder Kontoeinträgen nicht angesehen werden kann, ob und in welchem Umfang sie materiell mit Waren gedeckt sind. Wesentlich bei Fiat money ist die juristische Deckung, nicht die wirtschaftliche. Fiat money kann durch ein Waren- und Leistungsangebot wirtschaftlich gedeckt sein, obwohl es keine juristische Deckung besitzt. Die Möglichkeit zur Schaffung von Fiat money existiert nur so lange, wie die Marktteilnehmer (Haushalte, Banken und andere Unternehmen) dem so emittierten Geld einen Wert beimessen. Durch Erklärung zum gesetzlichen Zahlungsmittel mit unbegrenzt schuldbefreiendem Annahmezwang, mit dem Geldforderungen beglichen werden können, die der Gläubiger akzeptieren muss, kann ein Staat sogar die Marktteilnehmer innerhalb des Währungsraums zwingen, dem Fiat money einen Wert beizumessen. Dennoch beinhaltet es durch seine theoretisch beliebige Vermehrbarkeit die latente Gefahr, an Wert zu verlieren oder langfristig sogar vollkommen wertlos zu werden (siehe auch Staatsbankrott). Anschauliche Beispiele sind die verschiedenen Währungskrisen im Rahmen einer Phase der Hyperinflation, hervorgerufen unter anderem durch Vertrauensverlust und Abweisung durch die Gläubiger anderer Währungsräume (u. a. Deutsche Inflation 1923, Argentinien-Krise).
So wuchs die jährliche Inflationsrate der Eurozone auf 3,2 Prozent, nach 3,1 Prozent im Dezember 2007 und 1,8 Prozent im Januar 2007. Damit lag die Gesamtinflationsrate in der Eurozone deutlich über der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB), die eine Teuerungsrate von unter, aber nahe 2,0 Prozent anstrebt. Die Monatsteuerungsrate betrug im Berichtsmonat -0,4 Prozent.
In der EU erhöhte sich die jährliche Inflationsrate auf 3,4 Prozent, gegenüber 3,2 Prozent im Dezember 2007 und 2,1 Prozent im Januar 2007. Die monatliche Teuerung belief sich auf -0,2 Prozent. (29.02.2008/ac/n/m)Financial Times.
Als Folge einer massiven Finanzblase in der Tradition der John-Law-Blase, sind die internationalen, großen Händler von Anleihen, in der die Hypothekenblase bloß die Spitze des Eisbergs ist, technisch gesehen bankrott. Jedoch wurden durch die zwei bisher veröffentlichten Berichte jegliche Hoffnungen zunichte gemacht worden, die Händler könnten durch Abschreibung großer Teile ihrer unrettbaren Schulden einen Nutzen ziehen. Das zuzugeben, würde zu Chaos auf den Märkten führen, also wird gelogen ... was ebenfalls Chaos mit sich bringt.
Gestern berichteten Morgan Stanley in ihrem getünchten Einkommensbericht, daß größere Verluste gemacht worden seien und dies, obwohl Morgan Stanley weniger dem unmittelbaren Krach bei Hypotheken ausgesetzt war. Als weltweit zweitgrößter Händler bei Anleihen, berichteten sie gestern von einem 17%igen Verlust beim Nettoeinkommen für das 3. Quartal. Laut MarketWatch schließt dies $ 1 Mrd. an Verlusten durch Hedge Fonds und Abschreibungen unrettbar verlorener Schulden ein.
Du leidest an der Crux der Deutschen alles zu glauben was die Medien verbreiten.
Ist schon in dern 40iger Jahren schiefgegangen wo immer noch an den Endsieg geglaubt wurde als alles schon in Trümmern lag.
Und in den späten 80igern als man glaubte die DDR werde noch 100 Jahre bestehen, paar Monate später war schon Schluss.
So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 1,9 Prozent, nachdem im Vormonat lediglich eine Zunahme um revidiert 0,3 (vorläufig: 0,2) Prozent verbucht worden war. Gleichzeitig kletterten die persönlichen Konsumausgaben um 0,8 Prozent, während sie im Vormonat nur um revidiert 0,4 (vorläufig: 0,2) Prozent zugelegt hatten.
Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,4 Prozent bei den Einkommen und 0,7 Prozent bei den Konsumausgaben erwartet. (27.06.2008/ac/n/m)
1,9 % mehr Einkommen als im Vormonat? Das sind hochgerechnet über 20% im Jahr in den USA ist die Inflationswelle am Rollen.
Heizöl um knapp 70 Prozent teurer als im Vorjahr
Heizöl verteuerte sich im Jahresvergleich je nach Bundesland zwischen 57,3 Prozent und 69,3 Prozent, Kraftstoff um 14,3 Prozent bis 16,4 Prozent. Gegenüber Mai 2008 kostete Heizöl zwischen 3,0 Prozent und 7,2 Prozent mehr, der Spritpreis legte um 1,8 Prozent bis 3,2 Prozent zu.
Vor allem Fahrer von Dieselfahrzeugen mussten wieder tiefer in die Tasche greifen: Diesel war zwischen 27,3 Prozent und 32,0 Prozent teurer als vor einem Jahr. Die Preise für Nahrungsmittel lagen um 7,0 Prozent bis 8,8 Prozent höher als im Juni 2007.
Importpreise auf Rekordniveau
Erst am Donnerstag hatte das Statistische Bundesamt über den höchsten Anstieg der Einfuhrpreise seit fast acht Jahren berichtet. Importe verteuerten sich demnach im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,9 Prozent. Ohne Rohöl und Mineralölprodukte wären die Importpreise nach Angaben der Statistiker nur um 2 Prozent gestiegen.
Auf Jahressicht kletterten die Preise um 5,5 Prozent, nach 4,9 Prozent im Mai 2008 und 2,5 Prozent im Juni 2007. Das war die höchste Inflationsrate seit November 1998.
Die Inflation in den 15 Ländern der europäischen Gemeinschaftswährung hat im Juli eine neue Rekordmarke erreicht.
Das Europäische Statistikamt in Luxemburg schätzte am Donnerstag die jährliche Inflationsrate für Juli auf 4,1 Prozent. Bereits im Juni hatte die Rate mit 4,0 Prozent den höchsten Stand seit Einführung der gemeinsamen Währung am 1. Januar 1999 erreicht. Die EU-Kommission machte damals den Anstieg der Energiepreise für die hohe Teuerungsrate verantwortlich. Auch in die aktuelle Schätzung flossen Informationen zu den Energiepreisen ein.
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