Mich wird das nicht verleiten, jetzt mit fliegenden Fahnen in NEMAX und DAX einzusteigen. Mittelfristig gibt es aus meiner Sicht zur Hoffnung Anlaß, daß nun die Märkte, die ich für interessant halte (z.B. mein geliebtes Österreich), nicht in den Zinssog mit nach unten gezogen werden. Das mag paradox klingen, weil doch von sinkenden Zinsen steigende Aktienkurse erwartet werden. Ich bin aber der Meinung, daß wir uns in einer Situation befinden, in der wir mit Zinssenkungen eine Spirale lostreten könnten (sogenannte Zinsfalle), die uns schnurstracks dahin befördert, wo die Japaner seit 10 Jahren stecken. Die Zinsen sind nicht die Ursache für das nun (etwas) verminderte Wachstum in Euroland, also läßt es sich mit Zinssenkungen auch nicht herbeitrommeln. Viel sinnvoller sind Maßnahmen zur Stärkung der innereuropäischen Nachfrage und Senkung der Exportabhängigkeit nach Amiland. (Ich gebe aber offen zu, daß ich in Sachen Währungspolitik generell eher zu den Hardlinern gehöre)